Matcha vs. Kaffee

Schwörst Du auf Matcha oder auf Kaffee? Dank diesem Artikel erhältst Du einen Überblick über Unterschiede und Gemeinsamkeiten.

Es gibt die Koffeinjunkies, die man vor der ersten Tasse Kaffee am Morgen am besten nicht anspricht und es gibt die überzeugten Teetrinker, die den Morgen am liebsten mit einer Tasse Grüntee starten um wach zu werden. Ungeachtet welcher Kategorie Du Dich selbst zuordnest, beides hat seine Vor-und Nachteile.

Der gemeinsame Nenner: Koffein

Sowohl Matcha als auch Kaffee enthalten beide die berüchtigte Wachmacher-Substanz Koffein. Koffein wirkt stimulierend auf Dein Gehirn und Zentralnervensystem. Die Substanz sorgt dafür, dass Du Dich wacher, munterer, frischer, fitter, konzentrierter und allgemein angeregter fühlst. Auch Puls und Blutdruck erhöhen sich durch den Konsum von Koffein. Darüber hinaus ist Koffein leicht harntreibend, regt den Darm an und stimmt euphorisch. Tatsächlich ist das Wort Koffeinjunkie gar nicht mal so weit hergeholt, denn Koffein entfaltet in der Tat ein Suchtpotenzial. Kein Koffein kann dann also wirklich zu entzugsähnlichen Symptomen, wie Nervosität, Gereiztheit und Antriebslosigkeit führen. Außerdem entwickeln geübte Koffeinkonsumenten bei regelmäßigem Genuss eine Toleranz gegenüber dem Stoff. Der Körper stellt sich auf einen gewissen Pegel ein und fordert diesen auch regelrecht ein. Wird zu wenig oder kein Koffein konsumiert, treten Entzugserscheinungen auf.

Matcha-Tee und Kaffee – Unterschiede & Gemeinsamkeiten

Nun da Du weißt, was Koffein bewirkt, stellt sich natürlich die Frage: Ist es egal, ob man Kaffee oder Matche-Tee trinkt oder gibt es hier tatsächlich Unterschiede? Und was haben die beiden gemeinsam?
Grundsätzlich unterscheiden beide Wachmacher-Getränke in ihren Inhaltsstoffen. Während klassischer Kaffee aus der gemahlenen Kaffeebohne gewonnen wird, ist Matcha eine grüne Teesorte, die aus den gemahlenen Blättern der Matcha-Pflanze besteht.
Auch in der Herkunft unterscheiden sich Matcha und Kaffee. Während Kaffee in vielen Teilen der Welt, hauptsächlich aber in Afrika und Südamerika angebaut wird, liegt der Ursprung des Matcha nach wie vor ausschließlich in Asien, nämlich in Japan und mittlerweile auch in China.
Die Zubereitung ist gleichermaßen unkompliziert. Beides wird traditionell mit heißem Wasser aufgegossen und gebrüht. Matcha-Tee musst Du allerdings etwas ziehen lassen, während Kaffee sofort brühfrisch genossen werden kann. Da Kaffee zudem bei uns weitaus verbreiteter ist, gibt es eine viel größere Auswahl an Sorten, Röstgraden, Aromen und Geschmäcken. Hierzulande ist die Matcha-Auswahl wesentlich kleiner. Jedoch kann zwischen Koch-Matcha und Trink-Matcha unterschieden werden. Ersteres Teepulver ist herber und wird eher zum Kochen, Backen, für Süßspeisen und als Gewürz verwendet – als Getränk ist es vielen Menschen zu bitter. Trink-Matcha bringt einen dezenteren, weniger intensiveren Geschmack mit sich und ist somit besser geeignet für die Teetasse.

Matcha-Tee und Kaffee – Wirkweise

Wirken beide Getränke gleich? Jein! Zwar enthalten beide die Substanz Koffein, allerdings weist Kaffee mit einem Koffeingehalt von ca. 120 mg Koffein pro 240 ml Tasse deutlich weniger Koffein als die gleiche Menge Matcha-Tee auf – hier sind es fast 300 mg!
Kaffee ist ferner sehr sauer, Matcha hingegen eher milder. Beide entfalten jedoch eine antibakterielle Wirkung. Das heißt, sie können immunsystemfördernd wirken und die Zellen schützen. Vor allem die im Matcha enthaltenen sogenannten Catechine können die Hautalterung hemmen, Arteriosklerose vorbeugen und sollen nach neuesten Studien sogar präventiv gegen Krebs wirken. Im Matcha ist darüber hinaus noch der Stoff Tein enthalten, welches ganz ähnlich wie Koffein, wach hält und aufputschend wirkt. Kaffee hingegen wird eine stärkere Stoffwechselanregung nachgesagt.

Was ist nun besser?

Beides hat seine Vor- und Nachteile. Sowohl Matcha als auch Kaffee sind hervorragende Mittelchen um im Alltag fit und konzentriert zu sein. Natürlich solltest Du es nicht übertreiben, aber in mäßigen Dosen sind beide Getränke willkommene Helfer am Morgen oder in Stresssituationen. Letztlich solltest Du Dich für die Variante entscheiden die Dir besser schmeckt. Matcha hat einen süßlich-bitter und dezent herben Geschmack, der zuweilen auch als cremig empfunden wird. Wem der Geschmack pur zu intensiv ist, der kann gerne mit etwas Sojamilch nachhelfen. So wird aus dem Matcha-Tee ein Matcha-Latte, der nicht nur toll aussieht, sondern noch großartig schmeckt. Kaffee hingegen bietet zahlreiche Variationsmöglichkeiten, von herb über bitter bis hin zu mild. Auch hier kannst Du mit Milch, Kakaopulver oder Xylit den Geschmack beeinflussen und variieren. Egal wofür Du Dich also entscheidest, die Hauptsache ist: es macht wach und schmeckt!

Tags: korowissen
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