Ingwer: Der scharfe Allrounder
Wir alle kennen ihn, wir alle lieben ihn: Ingwer! Doch die Knolle (die eigentlich gar keine ist) kann noch viel mehr, als nur den klassischen Ingwer-Tee oder Dein Curry zu verfeinern.
Knollen-Kunde: Das musst Du wissen
Ingwer glänzt neben Vitaminen auch mit zahlreichen Mineralstoffen. Seine markante Schärfe verdankt er den Gingerolen und Shogaolen. Diese Scharfstoffe sorgen nicht nur für das wohlige Brennen im Hals, sondern machen den Ingwer auch zur idealen Begleitung für die kalte Jahreszeit. Für das unverwechselbare Aroma ist das ätherische Öl Zingiberen verantwortlich. Auch wenn roher Ingwer ziemlich spicy sein kann, lohnt sich der Verzehr allemal aufgrund der vielen Nährstoffe, die im Gegensatz zu anderen verarbeiteten Ingwerprodukten konzentrierter enthalten sind. Falls Du gerade kein frisches Rhizom zur Hand hast, ist hochwertiges Ingwerpulver aber eine tolle Möglichkeit, die charakteristische Würze ganz unkompliziert in Deine Gerichte zu bringen. All in all, einfach die Superknolle schlechthin!
Du fragst Dich, wie viel Ingwer man am Tag essen kann? Das kommt ganz klar auf Deine Liebe für Schärfe an. Als Faustregel gelten aber etwa 2 bis 4 Gramm frischer Ingwer.
Anwendung: Ingwer-Shot für den Frische-Kick
Wenn Dir nicht danach ist, Ingwer roh zu essen, kannst Du Deine Shots einfach selbst mixen:
Zutaten (für ca. 5 Shots):
- 50 g Ingwer
- 1 Zitrone
- 50 ml Agavendicksaft
Zubereitung: Den Ingwer schälen und zusammen mit den anderen Zutaten in einen Mixer geben. Anschließend durch ein Sieb in kleine Gläser aufteilen. Tada!
Tipp: Für das ultimative Knollen-Duo kannst Du auch direkt einen Ingwer-Kurkuma-Shot daraus machen – gib dafür einfach eine Prise Kurkuma-Pulver und etwas Pfeffer mit in den Mixer.
Und wenn es schnell gehen muss, findest Du natürlich auch schon fertige Ingwer-Shots in unserem Shop – auch mit Mandarinensaft verfeinert, wenn’s etwas fruchtiger und weniger scharf sein darf.
5 Foodie Facts zum Angeben
- Wertanlage: Im 13. und 14. Jahrhundert entsprach ein Pfund der Ingwer-Knolle dem Preis für ein Schaf! Ganz schön wertvoll.
- Ingwer schälen – ja oder nein? Bei Bio-Ingwer kannst Du die Schale theoretisch mitessen. Wenn die Knolle aber schon länger liegt, solltest Du sie schälen, da die Schale mit der Zeit bitter werden kann. Bei konventioneller Ware lieber immer zum Sparschäler greifen!
- Wissen für Food-Nerds: Ingwer ist keine Wurzel, sondern ein Rhizom. Das ist eine Sprossachse, die in der Lage ist, Wurzel- und Sprosssysteme einer neuen Pflanze zu bilden.
- Think Pink: Warum ist Ingwer beim Sushi oft rosa? Weil er in süßem Essig eingelegt wurde – eine wahre Beauty-Queen unter den Knollen.
- Lagerung: Um Deinen Ingwer richtig zu lagern, wickle ihn am besten in ein feuchtes Küchentuch oder lege ihn in eine luftdichte Dose im Kühlschrank. So bleibt er lange frisch und prall.
Kurkuma: Die goldene Wurzel
Was ist überhaupt Kurkuma? Viele kennen ihn vor allem als Bestandteil von Curry-Pulver, doch die strahlend gelbe Kurkuma-Knolle ist ein echtes Solo-Talent. Wie sein Verwandter, der Ingwer, gehört Kurkuma zur Familie der Ingwergewächse und bringt ordentlich Farbe in Deine Küche.
Knollen-Kunde: Das musst Du wissen
Schon mal frischen Kurkuma geschält? Deine Hände und das Schneidebrett sind danach auf jeden Fall gelb. Das liegt am enthaltenen Farbstoff Curcumin, von dem bis zu 3 % enthalten sein können. Doch mal abgesehen von der tollen Farbe finden wir auch den Kurkuma-Geschmack einzigartig: Kurkuma enthält wie Ingwer das ätherische Öl Zingiberen, das für die leicht scharfe Note verantwortlich ist. Frisch schmeckt er harzig-pfeffrig, während er getrocknet als Kurkuma-Pulver eher mild-würzig und erdig-bitter daherkommt.
Stellt sich also die Frage: Kurkuma frisch oder als Pulver? Während die frische Knolle durch ihr intensives Aroma besticht, ist das Pulver unkompliziert zu dosieren. Beides lässt sich hervorragend kombinieren, besonders wenn Du Kurkuma und Ingwer zusammen einnehmen möchtest – das Duo gilt als absolutes Dreamteam in der Food-Szene.
Anwendung: So bringst Du Gold in Deinen Alltag
- Die Kurkuma-Wurzel-Zubereitung ist vielseitiger, als man denkt. Hier sind unsere liebsten Wege, die Knolle zu nutzen:
- Der Klassiker: Ein wärmender Kurkuma-Tee (oder direkt ein Ingwer-Kurkuma-Tee) ist ideal für verregnete Tage. Hierfür kannst Du den Kurkuma frisch zubereiten: Einfach Scheiben mit heißem Wasser übergießen.
- Der Trend: Eine cremige Kurkuma-Latte, auch Goldene Milch genannt. Hier harmoniert Kurkuma wunderbar mit Pflanzendrinks und Ingwer. Ein Rezept dazu findest Du in unserem Rezeptetool oder Du benutzt zum easy Anrühren unsere Gewürzmischung.
- Im Kochtopf: Ob im Curry, im Reiswasser für eine tolle Farbe oder sogar im Rührei – Kurkuma passt (fast) überall.
- Im Smoothie: Ein kleiner Daumen frischer Kurkuma gibt Deinem Green Smoothie eine herbe Frische.
Foodie Facts zum Angeben
- First things first: Auch wenn wir oft „Wurzel“ sagen, ist Kurkuma – genau wie Ingwer – eigentlich ein Rhizom.
- Dosis-Check: Du fragst Dich, wie viel Kurkuma am Tag ideal ist? Es wird bis zu 3 Gramm Kurkuma-Pulver (ca. ein Teelöffel) empfohlen.
- Kann man Kurkuma roh essen? Ja, absolut! Fein gerieben im Salatdressing oder Smoothie liefert er einen tollen Geschmack.
- E-Nummer mit Tradition: Curcumin wird in der Lebensmittelindustrie als E 100 geführt. Früher wurden damit sogar Papier, Salben und Firnisse – ein Überzugsmittel für Möbel und Malereien – eingefärbt.
- Kurkuma schälen – ja oder nein? Bio-Qualität musst Du nicht zwingend schälen, gründliches Abwaschen reicht. Da die Schale aber recht fest sein kann, bevorzugen viele das Schälen (am besten mit einem Löffel!).
Maca: Die robuste Knolle aus den Anden
Maca ist hierzulande vielleicht noch nicht ganz so bekannt wie Kurkuma oder Ingwer, hat aber definitiv einen Platz im Rampenlicht verdient! Auch wenn sie botanisch gesehen kein Rhizom ist, reihen wir die Knolle – oft auch „peruanischer Ginseng“ genannt – gerne in unsere Favoritenliste ein.
Knollen-Kunde: Das musst Du wissen
Was ist Maca? Eigentlich gehört die Pflanze zu den Kreuzblütengewächsen. In den Anden Perus wird die Maca-Wurzel seit rund 2000 Jahren unter extremen Bedingungen angebaut. Auf über 4000 Höhenmetern trotzt sie starkem Wind und intensiver UV-Strahlung. Um zu überleben, nutzt die Pflanze ihre unterirdische Knolle als robustes Speicherorgan für Nährstoffe. Bei uns ist Maca vor allem als feines Pulver beliebt, das mit seinem süßlichen, leicht erdigen und nussigen Aroma überzeugt.
Anwendung: So bringst Du Maca in Deine Routine
In ihrem Herkunftsgebiet wird die Knolle oft gebacken oder als süßer Brei gegessen. Bei uns ist vor allem die Anwendung von Maca-Pulver in Getränken und Breakfast-Bowls der Renner. Hier sind unsere Favoriten:
- Maca-Kaffee: Das Pulver verleiht Deinem morgendlichen Kaffee eine süßliche, leicht erdige und nussige Note. Dafür einfach Kaffee mit Maca-Pulver, Milch oder Pflanzendrink (heiß oder kalt) mixen, nach Belieben mit Ahornsirup süßen, in ein Glas geben und genießen!
- Im Porridge: Einfach einen Teelöffel unter Deine Haferflocken rühren – passt wunderbar zu Nüssen und Kakao.
- Im Smoothie: Maca harmoniert toll mit Banane und Datteln.
Foodie Facts zum Angeben
- Farbenfroh: Maca muss nicht immer beige-gelb sein. Die Farbpalette reicht von roter Maca über Weiß und Violett bis hin zu schwarzer Maca. Die schwarze Variante gilt dabei als die seltenste.
- Überlebenskünstler: Die Pflanze wächst in Höhenlagen, in denen kaum eine andere Nutzpflanze überlebt – ein echtes Mountain-High-Food.
KoRo’s Küchenschluss
Egal ob Du den feurigen Kick von Ingwer suchst, Dein Essen mit Kurkuma vergoldest oder Deinem Kaffee mit Maca eine nussige Note verpasst – jede dieser Knollen bringt ihre ganz eigene Note in Deine Küche. Gerade in der kalten Jahreszeit sind sie die ideale Begleitung, um ein bisschen Wärme und Abwechslung in Deine Food-Routine zu bringen.
Probier Dich am besten selbst mal durch: Fang mit einem selbstgemachten Shot an, gönn Dir eine goldene Milch am Nachmittag oder verfeinere Dein Porridge mit Maca. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Und falls Du noch Nachschub brauchst, weißt Du ja, wo Du uns findest. Viel Spaß beim Experimentieren!