Brauchst Du Nahrungsergänzungsmittel?

Kalium, Omega-3, Vitamin B, Magnesium und Co – Nahrungsergänzungsmittel gibt es inzwischen eine ganze Menge. Hier erfährst Du mehr darüber!

Eine kleine bunte Kapsel voller Vitamine anstatt dem sprichwörtlichen Apfel am Tag – ist das sinnvoll? Wir verraten Dir, ob und inwiefern Du Nahrungsergänzungsmittel benötigst und welche sich am besten eignen.

Nahrung vs. Nahrungsergänzungsmittel

Wer sich gesund, ausgewogen und abwechslungsreich ernährt und keinerlei körperliche Beschwerden hat, der benötigt eigentlich keine Nahrungsergänzungsmittel. Manchmal kann es jedoch passieren, dass es dem Körper durch Krankheit oder veränderte Lebensumstände an bestimmten und wichtigen Stoffen mangelt. Hier kann es sinnvoll sein, ihm diese auch mal via Präparat zukommen zu lassen. Auch wenn Du bestimmte Lebensmittel nicht verträgst oder essen möchtest, kann es sein, dass die in ihnen enthaltenen Nährstoffe Deinem Körper fehlen. Bevor Du sie also nicht über die Nahrung erhältst, ist es besser, wenn Du sie Dir in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zuführst. Gerade vegane oder vegetarische Ernährung birgt Potenzial, dass Mängel wie etwa Vitamin B12, Kalzium oder Omega-3 entstehen. Viele Nährstoffe sind ausschließlich in tierischen Produkten enthalten und fehlen bei dieser Ernährungsweise, sofern sie nicht anderweitig zugeführt werden.  Außerdem sind manche Mängel auch jahreszeitenbedingt. So kann zum Beispiel Vitamin D-Mangel vor allem im Winter durch das fehlende Sonnenlicht entstehen.

Brauchst-du-NahrungsergaenzungsmittelWer braucht Nahrungsergänzungsmittel?

Abgesehen von ernährungsbedingten Mängeln gibt es auch Menschen, bei denen eine dauerhafte Supplementierung durchaus sinnvoll sein kann. Gerade Menschen, die viel Sport treiben, vielleicht sogar professionell und dadurch ihren Körper stark beanspruchen, laufen Gefahr einen Mangel zu erleiden. Auch das viele Schwitzen kann zu Elektrolytverschiebungen führen. Daher empfiehlt es sich bei übermäßigem Sport gegebenenfalls Kalium, Vitamin C oder Natrium zu supplementieren. Darüber hinaus sollten insbesondere Schwangere auf einen gesunden Nährstoffspiegel achten. Häufig mangelt es Schwangeren an Jod, Omega 3 und Folsäure. Bei chronischen Erkrankungen, wie etwa Autoimmunerkrankungen oder Unverträglichkeiten, sind Nahrungsergänzungsmittel ebenfalls indiziert.

Welche Nahrungsergänzungsmittel gibt es?

Nahrungsergänzungsmittel sind entgegen des Images nicht nur bunte kleine Kapseln aus der Apotheke oder dem Drogeriemarkt. Auch Öle, Tinkturen und Pasten, die gezielt darauf hinwirken, bestimmte Vitamine und Nährstoffe zu liefern, fallen unter diese Kategorie. Grundsätzlich kann fast jeder Stoff, den Dein Körper benötigt, auch „pur“ in Form von Ergänzungsmitteln konsumiert werden. Unsere Nahrung ist allerdings in den meisten Fällen ausreichend, sodass nur bei einzelnen Stoffen häufiger ein Mangel vorliegt. Es handelt sich hier meist um Jod, Vitamin B, Vitamin D, Magnesium, Eisen oder Omega-3. Gerade wenn Du keinen Fisch oder kein Fleisch isst, ist das Risiko höher, dass Du einen Mangel an den oben genannten Stoffen hast. Mit ein bis zwei Löffeln Omega-3-Öl im Smoothie oder in Deinem Essen, kannst Du einem Mangel entgegenwirken. Auch Vitamin-D3-Öl lässt sich einfach und dezent in Müslis, Smoothies, Cremes oder anderen Mahlzeiten einarbeiten und hilft Dir dabei, Deinen Vitamin D-Haushalt ausgewogen zu halten. Ein bisschen C-8 MCT-Öl im Kaffee sorgt nicht nur für einen gesunden Fettstoffwechsel, sondern auch für Wachheit.

Worauf solltest Du bei der Auswahl achten?

Wichtig ist, dass in den Mitteln wirklich nur die Stoffe enthalten sind, die Du Dir zuführen möchtest. Häufig gibt es Brausetabletten oder Pulver, z. B. gegen Zink- oder Magnesiummangel, die eine Fülle an anderen, nicht relevanten Zutaten und Stoffen, enthalten. Auch in welcher Form der Stoff vorliegt, den Du ersetzen möchtest, ist relevant. Achte darauf, dass er so auch von Deinem Körper aufgenommen werden kann oder ob er beispielsweise mit Flüssigkeit angemischt werden muss. Manche Stoffe sind außerdem fettlöslich. Konsumierst Du sie einfach nur so, ohne eine weitere Fettquelle, so ist der Effekt gleich Null. Dein Körper kann sie dann nämlich nicht verstoffwechseln. Gerade bei Vitamin-Präparaten jeglicher Art empfiehlt es sich, diese zusammen mit Fett zu konsumieren. Nicht zuletzt sollte unbedingt die Dosis stimmen. Denn auch bei Nahrungsergänzungsmitteln gilt: Weniger ist mehr! Eine einmalige Überdosierung von handelsüblichen Präparaten sollte zwar in der Regel nicht gesundheitsschädlich sein, jedoch solltest Du es auf Dauer vermeiden zu viele Ergänzungspräparate zu Dir zu nehmen. Zu viel des Guten kann außerdem die Aufnahme von anderen Stoffen, wie etwa Eisen, behindern.

Fazit

Nahrungsergänzungsmittel sind meist optional, können aber bei bestimmten Ernährungsweisen oder Lebensumständen sinnvoll sein!

Tags: korowissen
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