Wie gesund sind Säfte wirklich?

Orangensaft zum Frühstück oder gerade jetzt im Frühjahr eine erfrischende Rhabarberschorle? Wir verraten Dir wie gesund Säfte wirklich sind.

Vitamin C und viele gesunde Inhaltsstoffe – das verbinden wir mit Fruchtsäften. Und die natürliche Süße, die der Fruchtzucker ihnen verleiht, ist ja schließlich auch kein Problem, oder? Falsch! Säfte können zwar durchaus gesund und ernährungstechnisch wertvoll sein, allerdings musst Du hier etwas genauer hinsehen. Denn Saft ist nicht gleich Saft!

Direktsaft mit 100 % Fruchtanteil und Fruchtmuttersaft

Direktsaft dürfen nur Säfte genannt werden, zu deren Herstellung ausschließlich Früchte zum Einsatz kommen. Dabei werden diese entweder ausgepresst oder komplett zum Saft vermahlen. Dieser ist dann direkt genießbar – daher der Name Direktsaft. Ein Beispiel für einen Direktsaft aus 100 % Frucht ist der KoRo Granatapfelsaft. Manche Früchte sind ziemlich sauer und der in ihnen enthaltene Fruchtzucker reicht nicht aus, um deren Säfte direkt trinken zu können. So darf manchmal noch künstlich Zucker zugeführt werden. Diese Variante wird dann als Fruchtmuttersaft bezeichnet. Dazu gehören häufig Johannisbeersaft oder Sauerkirschsaft. Wenn Du einen zuckerfreien Saft aus sauren Früchten möchtest, also einen Saft, der ohne die Zugabe von weiterem Zucker neben dem natürlich vorkommenden Fruchtzucker auskommt, dann solltest Du genau auf die Zutatenliste achten. Oft hilft ebenfalls der Werbehinweis „ohne Zusatz von Zucker“ weiter. Bei sauersüßlichen Früchten darf kein Zucker hinzugefügt werden. Klassischerweise gilt das für Apfel-, Orangen- oder Birnensaft.

Fruchtsaft und Fruchtnektar

Fruchtsaft bzw. Fruchtnektar klingen ebenfalls gesund, allerdings handelt es sich bei diesen Saftvarianten um Getränke, die nur anteilig aus Früchten bestehen und oft noch weitere Inhaltsstoffe enthalten. Diese Varianten dürfen sich nicht Direktsaft nennen. Beigefügt sind häufig viel Wasser, Zucker, Geschmacksverstärker und künstliche Aromen. Bei Fruchtsaftvarianten solltest Du daher unbedingt auf die Zutatenliste achten. Fruchtsaft darf 25 bis 50 Prozent Zucker enthalten.

Fruchtsaftgetränke

Fruchtsaftgetränke sind die ungesündeste Alternative. Lediglich zwischen 5 und 25 Prozent liegt hier der Fruchtanteil. Manchmal ist in diesen Säften sogar mehr Zucker als in Limonade oder Cola enthalten.

Wie-gesund-sind-Saefte

Säfte wirklich gesund?

Wie gesund Säfte nun wirklich sind, lässt sich anhand der oben genannten Varianten unterscheiden. Grundsätzlich gilt, dass Gesundheitsbewusste stets zu Direktsaft greifen sollten. Ganz generell gibt es aber noch ein paar andere Dinge, die Du über Säfte wissen solltest:

Fruchtzucker im Saft

Fruchtzucker kommt zwar natürlicherweise in Obst vor, es handelt sich dabei aber nichtsdestotrotz um Zucker. Dieser hat die gleichen Vor- und Nachteile wie raffinierter Zucker. Ein Zuviel davon kann die gleichen negativen Auswirkungen wie etwa ein erhöhtes Diabetesrisiko, Fettleibigkeit, Heißhunger und schlechte Haut haben.

Säfte und Zahnschmelz

Neben dem Zucker, ist ebenso die in den Säften enthaltene Fruchtsäure keine Wohltat für Deinen Körper. Zumindest dann, wenn Du zu viel davon trinkst und nicht auf Zahnhygiene achtest. Denn die Säure ist besonders aggressiv gegen Deinen Zahnschmelz. Doch Achtung! Niemals sofort nach dem Safttrinken die Zähne putzen – die scharfe Zahnpasta und die Säure in Kombination sind sogar noch schlechter für den Zahnschmelz.

Vitaminverlust durch Erhitzen

Damit die Früchte Saftform annehmen, werden sie meist unter Hitze und Druck zerkleinert und gepresst. Häufig werden sie im Anschluss auch noch pasteurisiert, also durch Erhitzung haltbar gemacht. Das macht die Säfte einerseits für eine längere Zeit genießbar, andererseits können durch den Hitzeprozess viele Vitamine verloren gehen. Daher kannst Du davon ausgehen, dass in einem Glas Saft aus drei Orangen weniger Vitamine als in drei frischen Orange stecken.

Die Menge macht den Unterschied!

Letztendlich ist es okay, ab und an Saft zu trinken, denn wie immer macht die Dosis „das Gift“ – oder in diesem Fall, das Ungesunde. Für Saftfans gibt es außerdem eine tolle Alternative: Saftschorle! Granatapfelschorle,  Cranberryschorle oder Aroniabeerenschorle sind zum Beispiel herrlich erfrischende Durstlöscher und haben weniger Saft als ein Glas pur. Positiver Nebeneffekt: Du bekommst mehr Portionen aus einer Flasche!

Tags: korowissen
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