Leinsamen - Klein, aber fein

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Lein ist vor allem durch die Verwendung für Textilien bekannt geworden. Lange Zeit waren die Fasern der Leinpflanzen der wichtigste Stoff. Heute gelten Leinsamen als heimisches Superfood. Sie weisen eine ähnliche Zusammensetzung wie die beliebten Chia Samen auf, und sind deswegen eine beliebte Alternative.

Allgemeine Informationen

Herkunft, Anbau und Merkmale

Die Leinpflanze ist auch unter dem Namen Flachs bekannt. Dieses Wort stammt vom Verb flechten ab. Schon 5.000 v. Chr. wurde Flachs angebaut. Der Ursprung wird im Mittelmeerraum oder vorderen Orient vermutet. Er gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt. Bis ins 18. Jahrhundert galt Leinenstoff, aus den Flachsfasern als wichtigstes Textil. Später wurde er durch Baumwolle und synthetische Fasern abgelöst.

Es wird zwischen Faser- und Öllein unterschieden. Für die Ernährung spielt der Öllein keine unwichtige Rolle. Der botanische Name der Leinpflanze ist Linum usitatissimum. Sie wird etwa einen Meter hoch und gehört zu den Leingewächsen. Die Frucht ist eine rundliche Kapsel, die mehrere glänzende Samen (4-6 mm) enthält. Diese können in ihrer unveränderten Form verzehrt werden, oder zur Ölgewinnung von Leinöl dienen. Je nach Sorte sind Leinsamen braun, gelb (gold) oder weiß.

Lein kann weltweit angebaut werden. In Deutschland ist der Anbau von Lein erheblich zurückgegangen, vor allem weil viele aufwendige Arbeitsschritte notwendig sind. Der meiste Anteil an Leinsamen wird heute aus dem Ausland importiert.

Zwischen Juni und August kann man sich an der wunderschön, blau-violetten Blüte erfreuen. Bei voller Reife sind die Kapseln der Leinpflanze braun gefärbt und die Stängel grün. Wenn die Samen reif sind, rasseln diese in den Kapseln. Eine weitere Besonderheit ist, dass die reife Pflanze nicht gemäht wird, sondern aus dem Boden gerupft wird. Danach werden die Samen aus den Kapseln gedroschen.

Die geschroteten Samen sind nicht sehr lang haltbar, weil die enthaltenen Fettsäuren schneller frei werden, und ranzig werden können. Sie sollten deshalb im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Geschmack

Leinsamen sind sehr angenehm im Geschmack. Sie schmecken leicht nussig und können durch ihre leichte Note viele Speisen veredeln. Das Leinöl, welches aus den Samen gepresst wird, schmeckt frisch am besten. Sonst hat es einen leicht ranzigen Beigeschmack.

Ernährungsphysiologie

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Bereits in der Antike waren Leinsamen als Heilmittel bekannt. Besonders die Samenschale steckt voller wichtiger Inhaltsstoffe. Leinsamen sind reich an Ballaststoffen (38,6 g/100 g), die für eine gute Verdauung essentiell sind. Die Schleimstoffe, die in der Samenschale enthalten sind, haben die Eigenschaft im Darm aufzuquellen und so die Verdauung positiv zu stimulieren. Leinsamen eignen sich deshalb auch als natürliches Mittel gegen Verstopfungen.

Leinsamen sind eine hervorragende, pflanzliche Quelle für Omega-3-Fettsäuren. Diese sind wichtig für den menschlichen Körper, weil sie, unter anderem, Bestandteil der Zellmembranen sind. Außerdem verfügt diese Fettsäure über eine gute Zusammensetzung.

Um von den Vorteilen der Leinsamen maximal profitieren zu können, sollten geschrotete Samen verzehrt werden, weil diese besser vom Körper aufgenommen werden können, als unangebrochene Samen. Außerdem sollte beachtet werden, genügend Flüssigkeit zu trinken, wenn Leinsamen gegessen werden.

Trotz der zahlreichen Vorzüge sollten Leinsamen in Maßen konsumiert werden, wegen ihres hohen Energiegehaltes und der abführenden Wirkung.

Durchschnittliche Nährwerte (pro 100 g):

  • Brennwert (kcal): 461
  • Fett: 31 g
  • Kohlenhydrate: 2 g
  • Eiweiß: 24,4 g
  • Ballaststoffe: 38,6 g

Verwendung von Leinsamen

Leinsamen sind vielseitige kleine Körnchen. Sie eignen sich hervorragend als Zutat in Salaten oder in Müslis. Außerdem finden sie Verwendung in Brot. Bei einer veganen Ernährung lässt sich aus Leinsamen und Wasser ein guter Ei-Ersatz herstellen. Dieser kann in jeglichen Back- und Kochrezepten benutzt werden.

Tolle Snacks für Zwischendurch sind Leinsamencracker oder Energieriegel aus Leinsamen. Auch zu Quark oder Joghurt und frischem Obst sind die Samen eine leckere Ergänzung. Sie werden auch zu Mehl gemahlen, welches in Verbindung mit anderen Mehlsorten ein tolles Backmehl sein kann.

Leinöl schmeckt sehr gut in Dressings oder zu Quark.

Tags: Körner, Wiki
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