Kombucha - ein Wunderpilz

Ist Kombucha-Tee gesund? Welche Auswirkungen hat er auf Deinen Körper, und was ist überhaupt ein "Scoby"? Wir lüften das Geheimnis hinter diesem fermentierten kohlensäurehaltigen Getränk.

Der Kombucha-Pilz wird als Lebenselixier und Heilmittel für eine Menge Krankheiten angeboten. Bekannt ist Kombucha vor allem als Tee, der aus dem Wunderpilz hergestellt wird.

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Kombucha-Tees sind für Dich vor allem interessant, wenn einer dieser Punkte zutrifft:

  • Du bist auf der Suche nach einer zuckerarmen und erfrischenden Alternative zu zuckerhaltigen Softdrinks
  • Du suchst nach Ergänzungen zum täglichen Tee
  • Du achtest auf bewusste Ernährung und achtest auf Inhaltsstoffe von Lebensmitteln
  • Du bist Dir der Wichtigkeit des Darms für die gesamte Gesundheit bewusst
  • Du bist auf der Suche nach einem facettenreichen Geschmack
  • Du wünschst Dir ein günstiges, geschmackvolles Getränk
  • Du möchtest auf konverntionelle Erfrischungsgetränke aus dem Supermarkt verzichten

Was ist Kombucha?

Kombucha ist eigentlich gar kein eigenständiger Pilz, sondern eine Symbiose verschiedener Hefen (einzelliger Pilze) und Essigsäurebakterien, auch "Scoby" (symbiotic culture of bacteria and yeasts)  genannt. Kombucha gibt es als Pilz in ausgewählten Läden und Onlineshops zu kaufen, so dass man sich den Tee zuhause ganz einfach selbst herstellen kann.

Entstehung des Kombucha-Tees:

Der biologische Prozess, der den Tee in Kombucha verwandelt, heißt Fermentation. Dieser einfache Gärprozess bezeichnet die mikrobielle oder enzymatische Umwandlung organischer Stoffe in Säure, Gase oder Alkohol – auch beim fermentieren des Kombucha-Pilzes können geringe Mengen Alkohol entstehen.

Während des Fermentationsprozess verstoffwechselt die Hefe des Pilzes den Zucker zu Kohlensäure und Alkohol. Die Bakterien des Pilzes verstoffwechseln den Alkohol und die Inhaltsstoffe des Tees in Säuren. Daraus entstehen weiterhin Enzyme, Vitamine wie B12 und der Kombucha erhält seinen spritzigen, einmaligen most-artigen Geschmack.

Kombucha wird auch Tee-Pilz genannt und sieht aus wie eine rosa- oder beigefarbene Scheibe. Er enthält eine Menge an verschiedenen lebenden und aktiven Mikroorganismen und ist reich an verschiedenen Inhaltstoffen, man könnte auch sagen, dass es sich um die pflanzliche Alternative zum Kefir handelt.

Besonders Dein Herz, Dein Gehirn und Dein Darm können von dem regelmäßigen Verzehr des Kombucha profitieren. Die enthaltenen Probiotika unterstützen und schützen Deinen Verdauungstrakt, stärken somit Dein Immunsystem, absorbieren Nährstoffe aus der Nahrung und schützen Dich vor Infektionen und damit verbundene Krankheiten. Da sich 80 Prozent Deines Immunsystems in Deinem Darm befinden und das Verdauungssystem der zweitgrößte Teil Deines neurologischen Systems ist, ist es nicht verwunderlich, dass der Darm als "zweites Gehirn" gilt.

Industriell verarbeiteter, pasteurisierter Kombucha ist hingegen unwirksam.

Woher kommt er?

Um die Herkunft des berühmten Kombucha-Pilzes ranken sich einige Mythen und Legenden. Es ist also nicht genau klar, woher der Pilz nun wirklich kommt.

Kombucha gibt es schon mindestens seit dem Jahre 206 v. Chr. Damals galt er im ostasiatischen Raum als Volksnahrungs- und Hausmittel. Von dort aus verbreitete er sich über Russland bis ins Baltikum und schließlich nach Europa.

Die alten Chinesen waren von der besonderen Wirkung des Wunderpilzes überzeugt. In den dortigen Schriften taucht der Pilz als „Tee der Unsterblichkeit“ auf – wenngleich Unsterblichkeit in China lediglich für ein gesundes, langes Leben steht.

Eine Legende vom japanischen Kaiser unternimmt einen Erklärungsversuch, woher Kombucha den Namen erhalten hat. Die Legende besagt, dass im Jahre 420 n. Chr. ein koreanischer Arzt namens Kombu zum japanischen Kaiser Inkyo gerufen wurde. Der Wanderarzt behandelte den Kaiser mit dem besonderen Tee, der aus dem Wunderpilz hergestellt wurde. Seit dieser Zeit trägt der Tee den Namen Kombucha, also der Tee des Kombu.

Ob das wirklich glaubwürdig ist, ist die andere Frage. Eine andere mögliche Namensquelle ist der essbare Riementang, der von Japanern als Kombu bezeichnet wird. Zusammen mit dem japanischen „Cha“, was so viel wie „Tee“ bedeutet, ergibt sich das Wort Kombucha.

Woraus besteht Kombucha?

Kombucha ist eine Zusammensetzung verschiedener Bakterien und Hefepilze. Zu den Bakterien gehören die organischen Säuren (u.a. Gluconsäure, Milchsäure, Essigsäure oder Folsäure), die dem Kombucha seinen unvergleichlichen sauren Geschmack verleihen.

Weiterhin hat Kombucha eine Menge an Mineralien und Spurenelementen an Bord: Eisen, Magnesium, Natrium, Kalium, Kalzium und Zink, um nur einige zu nennen. Zudem sind die Vitamine C, D, E und K sowie einige B-Vitamine (B1, B2, B3, B6 und B12) im Tee.

Zudem beinhaltet ein fertiger Kombucha-Tee Aminosäuren, Enzyme, Gerbstoffe, Alkohol, Kohlensäure, Ferment und antibiotische Stoffe.

Wie stelle ich einen Kombucha-Tee her?

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Die Grundlage für einen Kombucha-Tee ist ein leicht gezuckerter Tee. Der Pilz wird nun einfach in den Tee gelegt. Und dann heißt es warten. Die Fermentation dauert zwischen 5 und 21 Tagen – je nach gewünschter Intensität.

Der Kombucha wird bei Zimmertemperatur und bei ausreichender Luftzufuhr fermentiert. Dabei können verschiedene Teesorten zum Einsatz kommen: Am besten bieten sich Schwarztee und Grüner Tee an. Wichtig ist der Zucker, damit die Hefe ihre Arbeit machen kann. Tatsächlich bleibt nur eine kleine Menge von dem eingesetzten Zucker im fertigen Tee erhalten. Du musst Dir also keine Sorgen machen, dass das Getränk zu zuckerlastig ist.

Bei der Fermentation durchläuft Kombucha verschiedene Stufen, die je Qualität und Eigenheiten der jeweiligen Kombuchakultur unterschiedlich lang sein können:

  • nach wenigen Tagen entstehen Milchsäuren, Gluconsäuren, Glucuronsäuren und andere Säuren, die dafür sorgen, dass der pH-Wert stark absinkt
  • nach 5 Tagen ist der maximale Alkoholgehalt erreicht, der danach stetig wieder abnimmt
  • 6 Tage nach dem Ansetzen der Kultur ist Kombucha ein Erfrischungsgetränk mit einem süßlichen, fruchtigen Geschmack
  • nach 15 Tagen ist die maximale Säurekonzentration erreicht und der Kombucha hat seinen typischen säuerlichen Geschmack mit einem leichten Kribbeln auf der Zunge
  • nach rund 20 Tagen erreicht der pH-Wert ein Minimum und der Säuregehalt des Kombucha ist gering

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