Kokosblütenzucker – Wie gut ist er wirklich?

Zucker ist ungesund. Zucker bringt Heißhunger. Zucker macht dick. Auf der Suche nach einem Buhmann in der Ernährung, zeigen alle mit dem Finger auf Zucker. Was wäre, wenn es einen Zucker gäbe, der mit wesentlich positiveren Eigenschaften daher kommt und aus einem 100 % natürlichen Rohstoff besteht?

Wo kommt der Kokosblütenzucker her?

Vor ein paar Jahren kannte ihn noch keiner, heute liegt er absolut im Trend: Kokosblütenzucker (englisch: coconut blossom sugar). Bestimmt hast Du davon gehört, aber wie kannst Du ihn Dir vorstellen? Hat der Zucker etwas mit der Kokosnuss zu tun? Schmeckt er nach Kokos? Wieso sind plötzlich alle so verrückt danach und wieso ist er teurer als normaler Zucker?

Fangen wir vorne bei der Herstellung an. Kokosblütenzucker wird aus dem Saft der Blütenstände der Kokospalme gewonnen. Der Pflanzensaft wird eingekocht und anschließend kristallisiert. Dies geschieht hauptsächlich in Südostasien, aber auch in Indien, Sri Lanka, Pakistan, Afrika, Südamerika und in der Karibik.

Der Zucker schmeckt übrigens kein bisschen nach Kokos, wie man es vielleicht meinen würde. Er schmeckt leicht malzig und hat einen feinen karamell-artigen Geschmack.

Welche Vorteile hat Kokosblütenzucker?

Kokosbl-tenzucker

Was unterscheidet Kokosblütenzucker von normalem Haushaltszucker? Einer der großen Nachteile bei herkömmlichem Zucker ist der hohe glykämische Index. Je höher der glykämische Index, umso schneller steigt der Blutzuckerspiegel an (was zu einer starken Ausschüttung von Insulin führt) und umso schneller fällt er wieder ab. Es wird davon ausgegangen, dass dieser schnelle Abfall des Blutzuckerspiegels mit dem allseits bekannten Heißhunger in Verbindung steht.

Der Verzehr von Zucker würde also demnach nach kurzer Zeit zu einem erneuten Hungergefühl führen. Weißer, raffinierter Haushaltszucker (Saccharose) hat einen glykämischen Index von circa 70. Die allgemeine Orientierung ist wie folgt definiert:

  • Hoch : 70 oder größer
  • Mittel : Werte zwischen 56 und 69
  • Niedrig: 55 oder weniger

Der Kokosblütenzucker hingegen hat laut einer philippinischen Studie des Philippine Food and Nutrition Research Institute einen glykämischen Index von 35! Kaum zu glauben, aber jetzt versteht man auch, warum die Zuckeralternative so beliebt ist. Zusätzlich hat Kokosblütenzucker mehr Mineralstoffe als herkömmlicher Zucker. Er ist reich an Eisen, Calcium, Kalium und Magnesium.

Nährstoffe pro 100 g :

  • Energie: 382 kcal
  • Protein: 1,2 g
  • Kohlenhydrate: 93 g
  • Fett: 0,6 g
  • Kalium: 930 mg
  • Kalzium: 420 mg

Wie verwende ich Kokosblütenzucker?

Ja, Kokosblütenzucker ist um einiges teurer als herkömmlicher Zucker. Wieso das so ist? Anders als bei vielen anderen Zuckerarten, wird Kokosblütenzucker noch traditionell von Hand hergestellt. Es wird davon abgeraten auf billigen Kokosblütenzucker zurückzugreifen, da dieser oft mit Palm- oder Rohrzucker gestreckt ist. Der besondere Blick auf das Bio-Siegel lohnt sich noch aus einem anderen Grund. Gerade weil Kokosblütenzucker noch von Hand gewonnen und hergestellt wird, solltest du darauf achten, dass die Arbeiter fair entlohnt werden. Generell gilt die Herstellung von Kokosblütenzucker als besonders nachhaltig im Gegensatz zu anderen Zuckerarten.

Verwenden kannst du Kokosblütenzucker super zum Süßen von Tee, Kaffee oder kalten erfrischenden Getränken. Aufgrund der süßen Karamell-Note eignet er sich zum Backen optimal. Hier kann die Zuckeralternative im Verhältnis 1:1 zu herkömmlichen Zucker ersetzt werden. Für den morgendlichen Frühstücksbrei oder als Topping für Desserts ist der Kokosblütenzucker ein einzigartiges Geschmackserlebnis. Kaufen kannst du ihn online und stationär in vielen Drogerien und Supermärkten. Hier findest Du unseren Vergleichstest.

Rezepte mit Kokosblütenzucker

Zimt-Hirsebrei 

Zitrone-Mohn-Muffins

Selfmade Sencha Icetea

Tags: KOROWISSEN

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  • Faelschlicherweise bezeichnen sie den Grundstoff fuer die Zuckerherstellung als Nektar, es ist aber der Saft der Kokospalme, der durch das Abschneiden des Bluetenstandes gewonnen wird.

    Das Produkt ist sehr gut, die Beschreibung (Nektar) taeuscht den Verbraucher.

  • Die nächste Sau

    Nun wird die nächste Sau durchs Biodorf getrieben. Zucker ist Zucker. Ob ich nun 100g Haushaltszucker oder 100g Superkokosblütenzucker nehme ist wurscht. Mineralstoffe habe ich eh genug, denn ich esse sowieso zu viel. Das Problem ist gar nicht der Heißhunger (Ich komme den ganzen Tag problemlos mit 10 Tassen Tee mit Zucker aus), sondern die Menge, die wir zu uns nehmen.
    Also: Einfach weniger Zucker futtern. Egal, woher der kommt. Und wenn man wenig Zucker zu sich nimmt, kann man auch stinknormalen Zucker nehmen.

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