Klein aber Oho – Alles Rund um den Sesam Samen

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Was Sesam doch so alles kann –  die kleinen Körnchen haben im Laufe der letzten Jahrzehnte auch hier in Europa zunehmend an Bedeutung gewonnen. Man findet sie nicht nur in diversen Reisgerichten und Backwaren wieder, sondern auch in Desserts und Snacks. Auch wenn man Sesam Samen nicht pur verzehrt, lohnt es sich doch zu erfahren, was so alles Tolles in dem Korn steckt und vorallem was sich aus Sesam zaubern lässt!

Allgemeine Informationen

Ganz jung ist Sesam ja nicht mehr. Schon seit 4000 v. Chr. gibt es diese Ölpflanze schon - damit gehört sie zu den ältesten der Welt! Sesampflanzen werden zwischen 10 und 120 cm groß und sind so gut wie ausschließlich bekannt für die rundlichen Samen, da diese den einzig essbaren Teil der Pflanze darstellen. Die Samen haben einen Durchmesser von ca 1-2 mm und sitzen in einer länglichen Frucht am Stiel der Pflanze.

Herkunft und Anbau

Ursprünglich stammt Sesam von Wildpflanzen aus Südasien und Ägypten ab. In Asien hat sich die Pflanze relativ schnell ausgebreitet, vorallem in Indien und Ländern mit ähnlich subtropischen Klimabedingungen. Auch in Afrika hat sich die Pflanze zunehmend etabliert, jedoch längst nicht so schnell wie in Asien. Auch heute wird Sesam noch in tropischen und subtropischen Gebieten angebaut, wobei Indien immernoch einen großen Anteil der weltweiten Ernte übernimmt. Lediglich China ist in den letzten Jahrzehnten zunehmend an Indien herangekommen und verzeichnet mittlerweile größere Erntemengen.

Geschmack

Über den Geschmack von Sesam lässt sich streiten. Je nach Sorte (weiß, schwarz oder eine Mischform aus beidem) und Verarbeitung haben die Körnchen einen eher dezenten bis würzigen Geschmack. Wohl am neutralsten schmecken ungeröstete weiße Sesam Körner. Den markantesten Eigengeschmack haben geröstete, schwarze Samen. Das aus ihnen gewonnene Öl wird deswegen besonders gerne zum Zubereiten von würzigen Hauptspeisen verwendet, da schwarzer Sesam eine leicht nussige Note hat.

Ernährungsphysiologie

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Sesam verfügt, wie einige andere Samen auch, über eine fast ideale Aminosäuren Zusammensetzung. Aminosäuren sind für jeden einzelnen Stoffwechselvorgang extrem wichtig. Somit schützt uns eine gute Zusammensetzung vor den meisten Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Übergewicht oder Schlafstörungen, die alle auf Stoffwechselstörungen zurückzuführen sind. Was aber die Samen besonders auszeichnet und bekannt macht, ist der auffällig hohe Anteil an Selen (800 µg/100 g); dieses essenzielle Spurenelement ist unter anderem für die Entgiftung von Bedeutung, zudem wirkt es antioxidativ und schützt so die Zellen und Blutkörperchen vor Schädigungen. Des weiteren ist Selen auch noch wichtig für eine gesunde Stoffwechselfunktion. Darüber hinaus kann Sesam aber auch durch das großzügig enthaltene Kalzium (700 mg/100 g) punkten, weswegen es sich auf jeden Fall lohnt die kleinen Körnchen regelmäßig in beliebiger Form zu verzehren.

Durchschnittliche Nährwerte (pro 100g, frisch)

  • Brennwert (kcal): 565
  • Fett: 50,40 g
  • davon gesättigte Fettsäuren: 7,81 g
  • Eiweiß: 17,8 g
  • Kohlenhydrate: 10,2 g
  • davon Zucker: 0,2 g
  • Salz: 0,06 g

Verwendung

Was die Verwendung von Sesam angeht, sind der Phantasie wirklich keine Grenzen gesetzt. Die Körner werden sowohl geröstet als auch ungeröstet gerne eingesetzt um diverse Gerichte zu verfeinern. Der schwarze Sesam wird überwiegend für Reisgerichte und die Produktion von Öl verwendet. Der weiße Sesam wird zusätzlich noch für diverse andere Sachen verwendet: das Anwendungsfeld erstreckt sich von Sesambroten und -brötchen über Sushi, Riegeln, Müsli und Süßspeisen bis hin zu verschiedenen Pasten. So erfreut sich beispielsweise die Sesampaste Tahina, auch Tahini oder einfach nur Tahin genannt, auch hierzulande immer größerer Begeisterung. Es wird nicht mehr nur als Grundzutat für leckere Dips wie Hummus verwendet, sondern auch einfach als Brotaufstrich oder Beilage zu arabischen Gerichten.

Als Öl wird Sesam nicht nur zum Kochen und Braten von Speisen benutzt, sondern wird zusätzlich für pharmazeutische Zwecke verwendet: Beispielsweise als Bestandteil von Heilsalben gegen Insektenstiche.

Aber das ist noch nicht alles: Man kann das Wunderkorn auch super zu Mehl weiterverarbeiten und es als Substitut zu herkömmlichen, glutenhaltigen Mehlen verwenden! Dies ist nicht nur für Allergiker eine Überlegung wert, sondern auch für alle, die sich einfach gerne abwechslungsreich ernähren möchten oder eine kohlenhydratarme Ernährungsweise praktizieren.

 

Tags: Körner, Wiki
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