Honig - Die natürliche Süße

Honig ist ein allseits bekanntes und beliebtes Süßungsmittel. Vielseitig einsetzbar wird es in Bereichen der Medizin eingesetzt oder auch einfach auf dem Frühstücksbrot genossen.

Schon bei den Steinzeitmenschen beliebt

Betrachtet man tausende Jahre alte Höhlenmalereien, sieht man, dass schon die Steinzeitmenschen begeisterte Sammler des beliebten Honigs waren. Imker gab es zu der Zeit wohl noch kaum, doch Bienen existieren schon seit etwa 40 bis 50 Millionen Jahren. Belegt wird das anhand eines Bernsteinfundes, in dem Bienen eingeschlossen waren. In vielen verschiedenen Kulturen wurde der Honig tatsächlich verehrt und von Göttern und Pharaonen geschätzt. Er galt nicht nur als das einzige Süßungsmittel, sondern wurden dem „göttlichen Nektar“ auch heilende Wirkungen zugeschrieben. In vielen Ländern ist Honig – oft auch in Verbindung mit Milch – fester Bestandteil des Hochzeitsrituals. Der Begriff „Honeymoon“, welcher in den USA die Flitterwochen beschreibt, ist ebenfalls auf den Honig zurückzuführen. Die ersten vier Wochen nach der Hochzeit soll das frisch getraute Ehepaar jeden Tag Honigwein trinken. Bienen sind auch heute noch wilde Tiere und auch ohne den Beruf des Imkers würden die beliebten Produkte Honig und Wachs von den fleißigen Tierchen produziert werden. Dazu nutzen sie meist hohle Baumstämme. Der Beruf des Zeidlers entwickelte sich, indem Honigjäger die Baumstücke mit den Waben herausschnitten und in die Nähe ihrer Häuser hängten. Zeidler beschäftigten sich im Mittelalter mit dem Sammeln von Honig wilder Bienenvölker. Der heutige Imkerberuf entwickelte sich hingegen erst im 19. Jahrhundert. Dort wurde das Rähmchen mit der herausnehmbaren Wabe entwickelt, welche auch nach der Honigverwendung wiederverwendet werden konnten.

Infografik5bd044acc6821

So entsteht Honig

Alles beginnt bei der Pflanze: Diese lockt mit ihrem Nektar Insekten an, da sie auf die Bestäubung der Insekten angewiesen ist. Doch auch für die Biene ist der Nektar essenziell, da sie daraus den Honig produziert, den sie anschließend als Futtervorrat für den Winter lagert. Über den Rüssel nimmt die Biene den Nektar auf und sammelt ihn im Honigmagen. Zurück im Bienenstock wird der Nektar an die anderen Bienen weitergegeben. Bei der Weitergabe von Biene zu Biene wird der Nektar jedes Mal mit Enzymen und Co. angereichert. Außerdem reduziert sich der Wasseranteil, wodurch der Honig andickt, damit er nicht anfängt zu gären. Der fast fertige Honig wird anschließend in leere Wabenzellen abgeliefert. Dort verdunstet ein weiterer Wasseranteil, sodass schließlich noch etwa 20 Prozent Wasser in dem fertigen Honig enthalten sind.

Ist Honig wirklich die gesunde Süßungsalternative?

20 Prozent Wasser sind in dem fertigen Honig enthalten, in Deutschland sogar oft weniger, da die Imker erst bei einem Wasseranteil von 18 Prozent den Honig ernten. Der Rest ist Traubenzucker und Fruchtzucker, welcher sogar noch als appetitanregend gilt. Im strikten Abnehmprogramm hat Honig also wohl eher weniger zu suchen. Dennoch handelt es sich um ein komplett natürliches Lebensmittel ohne jegliche Zusatzstoffe – zumindest in Deutschland. Denn hier darf der Honig nicht weiterverarbeitet werden. In anderen Ländern sind die Richtlinien dahingegen oftmals weniger streng.

Honig gehört also auch zu den Zuckern und der Verzehr von Zuckern wird von der Weltgesundheitsorganisation auf eine empfohlene Menge von unter zehn Prozent der der Gesamtenergiezufuhr beschränkt.

Dennoch soll Honig auch positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Besonders in frischem, naturbelassenem Honig sind zahlreiche Antioxidantien enthalten, die eine entzündungshemmende Wirkung auf den Körper ausüben können.

Auch auf der Haut kann Honig bei vielen Problemen dienen. Bei Verbrennungen oder entzündeten Wunden solltest Du es vielleicht erstmal mit Honig probieren, bevor Du auf das nächste Antibiotika zurückgreifst.

Du kennst Honig bestimmt auch noch von damals, als er Dir als Kind bei Husten oder Erkältungen verabreicht wurde. Heilende Enzyme sollen die Symptome der Krankheit verbessern. Achte jedoch darauf, dass Du den Honig nicht ins kochend heiße Teewasser gibst. Denn bei Temperaturen über 40 Grad können die wirksamen Enzyme zerstört werden.

Bienensterben betrifft nicht die Honigbienen

Überall wird von dem Aussterben zahlreicher Insekten berichtet – unter anderem ist auch das Bienensterben ein Begriff. Doch wir können alle Honigliebhaber beruhigen: Die Honigbienen sind nicht davon betroffen. Mit dem Kauf von Honig wird der Bienenbestand sogar aufrechterhalten. Denn Honigbienen gelten im weitesten Sinne als Nutztiere. Bleibt das Honiggeschäft also lukrativ, so werden die Bienenstämme weiter gehalten und die Zahl der Bienen bleibt erhalten. Generell hat sich die Anzahl der Bienenstöcke weltweit im Vergleich zu den Sechzigerjahren sogar fast verdoppelt.

Tags: korowissen
Bitte Zahlenfolge in nachfolgendes Textfeld eingeben.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

KEINE FAKE NEWS, SONDERN WISSEN PUR

Keine Weitergabe von Daten an Dritte, jederzeit Abbestellung möglich. Datenschutz.