Hagebutte – das unscheinbare Superfood

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Wir alle kennen sie noch aus der Kindheit. Heimlich wurde die zerdrückte Frucht dem Freund in die Jacke gesteckt, da das Innere der roten Beere als Juckpulver bekannt war. Doch wer hätte damals ahnen können, wie viel Wertvolles eigentlich in der Hagebutte steckt? Im Folgenden werden wir uns diese Frucht mal etwas genauer ansehen.

Allgemeine Informationen

Herkunft und Merkmale

Die Hagebutte ist eine ungiftige Sammelnussfrucht verschiedener Rosenarten. Sie enthält viele kleine Nüsse, welche durch ihre Widerhaken einen Juckreiz auslösen können. Das Fruchtfleisch der Hagebutte schmeckt sehr süßlich bis leicht sauer.

Kleiner Zwischenfakt: Der Teil „Hag“ (von Hecke umgebenes Gelände) im Namen der Hagebutte deutet auf ein hauptsächliches Vorkommen an Hecken hin. Die hintere Silbe „Butte“ stammt lediglich vom alten Lautstand des süddeutschen „Butz“ (Verdickung).

Schon im Mittelalter galt die Hagebutte als anerkanntes Heilmittel. So wurde die Schale bei Erkältungen, rheumatischen Beschwerden, Gicht, Magen-Darm Problemen, Verdauungsproblemen, Gallen-oder Nierenleiden eingesetzt. Die Samen hingegen galten eher als lindernd gegen Blasenleiden.

Ernährungsphysiologie

Hagebutte zählt zu den Vitamin C-reichsten Lebensmitteln überhaupt. Schauen wir uns mal den Vitamin C Gehalt von der Orange an, dem Vorzeigemodell, wenn es um Vitamin C geht: 50 mg/pro 100 g. Die Hagebutte hat dagegen sage und schreibe 1250 mg/100 g.

Wer hätte das gedacht? Nun fragt man sich, wieso Hagebutte nicht zum Vitamin C Star geworden ist. Mit diesen Werten kann man die unscheinbar wirkende Frucht doch eigentlich als Superfood bezeichnen, oder nicht?

Neben Vitamin C enthält die Hagebutte natürlich noch andere Vitamine und Mineralstoffe. Vor allem glänzt sie mit einem hohen Gehalt an Calcium (150 mg/100 g), Kalium (350 mg/100 g) und Kupfer (1800 µg/100 g), enthält aber auch große Mengen an Beta Carotin (2400 µg/100 g), Vitamin K (10 µg/100 g), B-Vitamine und Vitamin E (500 µg/100 g).

Durchschnittliche Nährwerte (pro 100 g Hagebuttenpulver):

  • Brennwert (kcal): 235
  • Fett: 2,1 g
  • Kohlenhydrate: 16,3 g
  • Eiweiß: 4,7 g

Verwendung

Die Hagebutte kann roh verzehrt werden, nachdem man sie von ihren juckenden Nüsschen befreit hat. Die Früchte bleiben den ganzen Winter über, oft auch bis in den Frühling, an ihrem Strauch. Selbst nach mehrmaligem Winterfrost sind die Hagebutten noch mehr als genießbar, sie schmecken dann sogar besonders süß.

Die Hagebutte lässt sich aber auch gut zu Mus oder Konfitüre verarbeiten. Man kann die getrocknete Schale der Frucht ebenfalls als wohltuenden Tee genießen. Dabei sollte aber bedacht werden, dass sowohl bei Konfitüre als auch bei dem Tee ein großer Teil des Vitamin C´s und die Galaktolipide teilweise oder vollständig verloren gehen.

Daher ist entweder die Zufuhr der rohen, unverarbeiteten Frucht oder die Einnahme des Hagenbuttenpulvers zu empfehlen, da hier alle guten Inhaltsstoffe- sowohl die Vitamine, als auch die Galaktolipide- vollständig erhalten bleiben. Es kann entweder einfach mit etwas Wasser verrührt oder aber auch als leckere Geschmacksnote in den Smoothie gemischt werden.

Aufgrund des hohen Vitamin C Gehalts der Frucht, wird das Hagebuttenpulver auch als reines Nahrungsergänzungsmittel verwendet. Die Hagebutte ist das beste Beispiel dafür, dass Superfoods nicht immer aus den Tropen stammen müssen, sondern uns auch schon beim nächsten Spaziergang begegnen können.

 

Tags: Superfoods, Wiki
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