Graviola - Wohltat für Haut und Haar

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Die Graviola ist eine ganz besondere Frucht. In Südamerika wird alles von der Pflanze und Frucht verwendet - Wurzeln, Blätter, Fruchtfleisch und Saft. Doch warum? Und wie kann es sein, dass die Frucht bei uns nahezu nie frisch zu finden ist? Dem und mehr werden wir im Folgenden Artikel auf den Grund gehen.

Allgemeine Informationen

Herkunft und Eigenschaften der Graviola

Graviola, auch Sauersack oder Stachelanone genannt, ähnelt äußerlich fast einer Kastanie, die noch in ihrem Mantel steckt. Nur, dass sie wesentlich größer und schwerer ist. Sie kann bis zu 20 cm groß und 4 kg schwer werden. Überraschenderweise gehört sie zu den Beeren und ist damit wohl die Größte ihrer Art. Ihr Fruchtfleisch ist weiß-gelblich mit schwarzen Kernen.

Die Pflanze bzw. der Baum ist der Familie der Anonengewächse zuzuordnen und kann bis zu 10 Meter hoch werden. Die Blätter erinnern an große Lorbeerblätter und sind rund um das Jahr grün. Die Bestäubung der Blüten findet zur Abwechslung mal nicht durch Bienen, sondern durch ihre wenig ansehnlichen Kollegen, die Fliegen, statt.

Ursprung und Anbau

Ihren Ursprung hat die Stachelanone in Südamerika bzw. der Karibik. Heute wird der Baum in fast allen tropischen Gebieten als Obstbaum angepflanzt, unter Anderem auch in Hawaii. Die Graviola wurde bereits früh von anderen Kulturen eingesetzt, so hat man beispielsweise Samen der Beere als Grabbeigabe bei alten peruanischen Hochkulturen gefunden.

Geerntet wird zwischen Januar und März - und das ist gar nicht so einfach. Die Ernte muss sehr schnell gehen, denn reife Früchte sind sehr schwer. Macht man einen Fehler bei der Ernte oder wartet zu lange damit, so fallen sie auf den Boden, zerplatzen und sind nicht mehr für den Verkauf verwendbar. Außerdem sind die reifen Früchte sehr druckempfindlich und verderben schnell, weshalb ein Export nach Europa äußerst schwierig ist und man sie nahezu nie frisch im Supermarkt findet. Wenn man Glück hat, entdeckt man die exotische Graviola eingeschweißt und eingefroren im Tiefkühlfach.

Ernährungsphysiologie

In der traditionellen Naturheilkunde Südamerikas wird die Graviola schon lange zur Heilung und Linderung von Beschwerden eingesetzt. Man verwendet sie z.B. für die Bekämpfung von Pilzinfektionen und Wurmbefall. Auf der Haut zerriebene Samen der Frucht sollen außerdem ein wirksames Insektenschutzmittel darstellen.

International wird seit vielen Jahren an möglichen Pilz-,Tumor- und entzündungshemmenden Eigenschaften geforscht. Dabei entdeckte man, dass die Stachelanone möglicherweise eine krebshemmende Wirkung hat. Es wurden bereits einige Laborstudien mit Leber- und Brustkrebszellen durchgeführt. Allerdings gibt es noch keine Forschung an Menschen, weshalb das Ganze nur begrenzt aussagekräftig ist und es keinen Beweis für diese Wirkung gibt.

Fest steht jedoch, dass uns die Riesenbeere mit einigen Mineralstoffen und Spurenelementen versorgt. Phosphor ist ausreichen vorhanden (27 mg/100 g) und auch der Magnesiumgehalt (21 mg/100g) ist nicht zu unterschätzen. Des Weiteren bietet die Graviola Zink (0,1 mg/100 g) und Eisen (0,6 mg/100 g).

Durchschnittliche Nährwerte (pro 100 g, frisch):

  • Brennwert (kcal): 66
  • Eiweiß: 1 g
  • Kohlenhydrate: 16,84 g
  • Fett: 0,3 g

Durchschnittliche Nährwerte (pro 100 g, getrocknet):

  • Brennwert (kcal) 351
  • Eiweiß: 2,0 g
  • Kohlenhydrate: 82,47 g
  • Fett: 1,42 g

Verwendung

Neben der Möglichkeit, das frische Fruchtfleisch als Snack zu verzehren oder es getrocknet zu genießen, gibt es noch viele weitere Arten, wie man die Graviola einsetzen kann. Die Blätter des Baumes können außerdem als Tee getrunken werden - dieser ist geschmacklich zwischen schwarzem Tee und Kaffee einzuordnen. Von dem Verzehr der Kerne sollte man jedoch unbedingt absehen, da diese einen giftigen Stoff enthalten.

Verwendung der reifen Frucht

Häufig wird der Saft der reifen Frucht verwendet. Er bildet die ideale Grundlage für Erfrischungsgetränke, Eiscreme, leckere Desserts oder auch Marmelade. In Indonesien wird aus dem pürierten Fruchtfleisch eine Art Pudding gekocht und Süßigkeiten hergestellt. Das Fruchtfleisch lässt sich außerdem super in Smoothies verwenden.

Verwendung der unreifen Frucht

Auf den Philippinen verwendet man die unreife Graviola häufig als eine Art Gemüse. Geschmacklich soll es dem Mais sehr ähneln.

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