Feigen - die Scheinfrüchte des Orients

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Wir alle kennen sie, ob getrocknet oder frisch - die Feige. Dabei galt sie vor etwa 15 Jahren noch als sehr exotisch. In der Zwischenzeit kann man sie nahezu immer frisch ergattern. Doch was macht die Feige so besonders? Das, und warum es mindestens zwei Bäume bedarf, damit Feigen wachsen erfahrt ihr im Folgenden.

Allgemeine Informationen

Herkunft & Merkmale von Feigen

Die Feige kommt ursprünglich aus dem Orient, wird mittlerweile aber auch in anderen warmen Ländern im Nahen Osten, rund um das Mittelmeer und auch in Kalifornien und Australien kultiviert. Es gibt über 750 Feigenarten, wobei die uns bekannte Feigenart die 'echte Feige' ist. Andere Arten dienen uns als Zimmerpflanzen z.B. der Gummibaum oder auch der Bonsai.

Im Unterschied zu anderen Obstbäumen trägt die 'echte Feige' bis zu dreimal im Jahr - dabei ist sie genau genommen eigentlich nur eine Scheinfrucht. Die eigentliche Frucht sind die kleinen gelben Kerne, die wir in der Feige sehen und mit verspeisen. Was die meisten nicht wissen: nur weibliche Feigenbäume können Früchte tragen, allerdings ist dazu auch ein männlicher Feigenbaum nötig, sonst trägt der Baum nicht. Für die Bestäubung sorgen die sogenannten Feigengallwespen.

In den Mittelmeerländern hat die Feige zwischen Juli und November Saison, danach werden frische Feigen aus Kalifornien, Brasilien oder aus Australien eingeflogen. Es gibt mehrere Sorten von Feigen, wobei die türkische Feige und die Zwergfeige wohl die Bekanntesten sind. Die Zwergfeigen sind etwas trockener und weniger mächtig als ihre mediterranen Geschwister.

Geschmack

Egal welche Sorte der Feige man probiert - der Geschmack ist stets süßlich und aromatisch. Frische Feigen schmecken dabei weniger intensiv und haben eine eher dezente Süße. Im Vergleich dazu haben Trockenfeigen einen sehr süßen Geschmack, weswegen sie auch unter anderem so beliebt sind. Die großen, getrockneten Feigen sind sehr weich und saftig, ihre Konsistenz erinnert an Karamell. Getrocknete Zwergfeigen sind von außen deutlich härter und trockener, dadurch kommt der honigsüße Geschmack in der weichen Mitte aber besonders gut zur Geltung.

Ernährungsphysiologie

Dank ihres hohen Ballaststoffgehaltes (13% bei getrockneten Feigen) ist die Feige ideal um die Verdauung anzukurbeln. Des Weiteren enthält sie viele wichtige Mineralstoffe (Angaben für frische Feigen, getrocknete Feigen haben noch mehr Mineralstoffe auf 100g)  z.B. hat sie einen sehr hohen Kalium Gehalt (248mg/100g), ist reich an Kalzium (54mg/100g) und auch Magnesium kommt nicht zu kurz (20mg/100g).

Außerdem gehören Feigen zu den basenbildenden Lebensmitteln und haben im Vergleich zu anderen Früchten einen stark basischen Wert von -18,1. Um das Ganze in Relation zu setzen: Äpfel haben einen Wert von -2,2. Wer mit dieser Aussage jetzt nichts anfangen kann, dem wird diese kleine Info vielleicht weiterhelfen: Viele Experten sagen, dass eine gesunde Ernährung idealerweise aus 70-80% basischen und 20-30% säurebildenden Lebensmitteln bestehen sollte. Damit sind Feigen ideal zur Neutralisation von säurebildenden Lebensmitteln.

Durchschnittliche Nährwerte (pro 100 g, frisch)

  • Brennwert (kcal): 61
  • Eiweiß: 1,3 g
  • Kohlenhydrate: 12,9 g
  • Fett: 0,5 g

Durchschnittliche Nährwerte (pro 100 g, getrocknet)

  • Brennwert (kcal) 248
  • Eiweiß: 4,0 g
  • Kohlenhydrate: 54 g
  • Fett: 1,2 g

Verwendung & Rezepte

Wie bereits erwähnt ist die Feige sowohl frisch als auch getrocknet erhältlich. Dabei wird sie gerne als Snack verwendet, die getrocknete Version ist aufgrund ihres hohen Energiegehalts besonders bei Sportlern beliebt. Hierfür sehr gut geeignet sind zum Beispiel die Zwergfeigen, die mit ihren honigsüßen Geschmack perfekt für Zwischendurch sind.

Verwendung von frischen Feigen

Die frische Feige lässt sich auch mit Haut essen. Wer das nicht mag, kann sie aber auch einfach halbieren und auslöffeln. Vor allem in Salaten oder als Extra-Kick für eine würzige Suppe wird sie gerne eingesetzt.

Verwendung der getrockneten Frucht

Die Möglichkeiten sind grenzenlos. Zum Frühstück lassen sich getrocknete Feigen super ins Müsli schneiden. Auch Früchteriegel, Früchtebrot oder sogar Marmeladen kann man damit zubereiten. Im Iran werden die Zwergfeigen gerne über Nacht in Rosenwasser eingelegt und am nächsten Tag verzehrt - das gibt ihnen eine blumige Note und soll sie außerdem bekömmlicher machen.

Wer eher auf der Suche nach etwas Herzhaftem ist, der kann sich an einem leckeren Feigen-Senf oder Feigen-Chutney probieren. Aus der orientalischen Küche inspiriert kann man sie auch sehr gut in ein ordentlich gewürztes Couscous-Gericht geben.

 

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