Fair Trade - Was ist das eigentlich?

Ob im Supermarkt, online oder in Bekleidungsgeschäften – überall ist der Aufkleber mit der Aussage „Fair Trade“ inzwischen zu sehen. Doch was wird eigentlich darunter verstanden und welchen Mehrwert bieten uns Produkte, die Fair Trade sind?

Ob im Supermarkt, online oder in Bekleidungsgeschäften – überall ist der Aufkleber mit der Aussage „Fair Trade“ inzwischen zu sehen. Doch was wird eigentlich darunter verstanden und welchen Mehrwert bieten uns Produkte, die Fair Trade sind?

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Mit der Globalisierung fing es an…

Durch die Globalisierung ist es uns Menschen möglich, jegliche Produkte so gut wie überall zu erwerben. Dies geschieht zumeist mit extrem niedrigen Preisen, die uns als Verbraucher natürlich sehr freuen. Was jedoch hinter diesen niedrigen Preisen steckt und wie die Herstellung der Produkte letztendlich aussieht, bleibt für uns meist verborgen. Oftmals steht hinter den günstigen Produkten, die von den Entwicklungsländern für die reicheren Industrieländer hergestellt oder mit diesen gehandelt werden, viel Leid und unmenschliche Zustände. Fair Trade macht sich deshalb gegen die Hungerlöhne stark, die den Händlern der Entwicklungsländer für ihre Produkte gezahlt werden. Häufig handelt es sich dabei um Centbeträge, die ein Überleben in der eigenen Heimat fast als unmöglich gestalten. Hinzu kommen fragwürdige Arbeitsbedingungen, die letztlich in einer Ausbeutung enden.

Doch es geht bei Fair Trade nicht allein um Geld und Arbeitsbedingungen, sondern ebenfalls um Faktoren, die in den westlichen Ländern längst als Standard gelten. Dazu gehört beispielsweise die Gleichberechtigung der Frauen, die in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern bislang als unvorstellbar gilt. Auch der Umweltschutz wird von diesen Organisationen gefördert, indem auf umweltschädigende Pestizide in der Landschaft verzichtet wird.

All diese Probleme packt Fair Trade an, indem die einzelnen Fair Trade Organisationen den Erzeugern der Produkte einen Mindestlohn zahlen. Dieser Mindestlohn dient dazu, den Menschen ein verlässliches Einkommen gewährleisten zu können. Doch Geld ist bekanntlich nicht alles. Fair Trade steht übersetzt für „Fairen Handel“ und dazu gehören eben auch gewisse Sozialstandards, aber auch Bedingungen bezüglich der Umweltbelastung, die erfüllt werden müssen.

Warum ist das Fair Trade Siegel so wichtig?

Die Antwort auf diese Frage ist ganz einfach: Es geht um Menschen. In jenen Entwicklungsländern, in denen die Menschen ohnehin täglich um ihr Überleben kämpfen und teilweise unter fürchterlichen Bedingungen leben, sollte ihnen die Chance auf richtige Arbeit zu fairen Löhnen doch nicht noch zusätzlich verwehrt werden, oder?

Fair Trade ist ein Zertifizierungssystem, das sich auf ethische und soziale Aspekte fokussiert und die Erzeuger der Produkte an die Hand nimmt. Den Schwächeren helfen heißt hier die Devise. Siehst du das Fair Trade Logo auf gewissen Verpackungen oder an bestimmten Artikeln, so sind diese eventuell ein paar Cent teurer, jedoch kannst Du sie auch guten Gewissens kaufen. Das Siegel kennzeichnet nämlich jene Ware, bei dessen Herstellung soziale, ökonomische und ökologische Kriterien beachtet wurden. Diese Kriterien schwanken jedoch je nach der unterstützenden Organisation. Du kannst Dir sicher sein, dass hinter diesen Produkten eine Organisation steht, die nicht darauf aus ist, Produkte zu Dumpingpreisen zu verschleudern, sondern auf Menschlichkeit zu setzen.

Welche Produkte werden von Fair Trade unterstützt?

Es ist indiskutabel, dass mit Fair Trade Produkten die Welt nicht plötzlich gerettet werden kann, doch sie kann damit besser gemacht werden und darauf kommt es an. Eine breite Produktpalette wird von Fair Trade Organisationen unterstützt. Darunter fallen nicht nur Arbeiter/innen auf Blumenfarmen, Kleinbauern und Reisbauern, sondern auch die Textilindustrie wird mehr und mehr durch Fair Trade unterstützt. Eines sollte Dir dabei immer bewusst sein: Wenn ein T-Shirt im Verkauf 7,95 € kostet, was denkst Du, wie viel für die Näherinnen in dem jeweiligen Entwicklungs- oder Schwellenland übrig bleibt? Auch bei exotischem Obst, wie Mangos oder Sternenfrüchte sollte auf ein Fair Trade Siegel geachtet werden, denn dieses hat oftmals einen langen Weg hinter sich.

Das Ziel der Fair Trade Organisationen ist es, den Arbeitern und Arbeiterinnen sowie den Kleinbauern und Kleinbauerinnen eine stabile Lebensgrundlage zu gewähren. Dies geht jedoch nur, wenn alle mit anpacken und sich über die ungleiche und ungerechte Verteilung auf der gesamten Welt bewusst werden.

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