Blaumohn

Berauschend, dämpfend, einschläfernd – Blaumohn wird im Volksmund gerne als Küchendroge bezeichnet. Aber keine Sorge, Blaumohn ist völlig legal. Der feine Geschmack kann trotzdem süchtig machen!

Blaumohn ist ein unauffälliger Klassiker, der jedoch im Alltag kaum wegzudenken ist! Vor allem beim Bäcker an der Theke gibt es eine Menge Gebäcke mit Mohnsamen: Mohnbrötchen, -schnecken, -kuchen und Co.! Der Klassiker verwandelt sich derzeit wieder in ein Trendfood, welches in vielen Rezepten eine gute Figur macht. In diesem Artikel erfährst Du mehr über dieses Lebensmittel. Wir haben für Dich Wissenswertes, Fun Facts, Rezeptideen und weitere Tipps zusammengetragen.

 

2019_01_17_Blaumohn

Zu lecker fürs Gefängnis

Vielleicht hast Du auch schon einmal eine dieser urban Legends über Rauschzustände durch Blaumohn gehört. Tatsächlich enthält Blaumohn Morphin. Das ist der Stoff, der in der Medizin gegen starke Schmerzen eingesetzt wird. Allerdings müsstest Du ganz schön viel Blaumohn essen, um tatsächlich berauscht zu werden. Der hier im Handel erhältliche Blaumohn wird zudem regelmäßig auf seinen Morphin-Gehalt untersucht, sodass keine Risiken zu befürchten sind. Suchtgefahr besteht also höchstens nach dem nussig-süßen Geschmack der Pflanze. 
Fun Fact: Da das im Mohn enthaltene Morphin aber dennoch als Abbauprodukt im Körper auftaucht, sind in deutschen Gefängnissen sämtliche Mohnprodukte verboten.

Älter als die Pyramiden von Gizeh

Weltweit gibt es in etwa 120 verschiedene Mohnsorten. Der bekannte Blaumohn ist ebenfalls unter dem Namen Schlafmohn bekannt. Er soll bereits 6000 v. Chr., also in der Jungsteinzeit, als Nutzpflanze verwendet worden sein. Erstmals dokumentiert wurde die pharmazeutische Verwendung von Blaumohn bereits etwa 4000 v. Chr.! Ursprünglich stammt er aus dem Mittelmeerraum und Vorderasie. Heute wird er fast überall auf der Welt angebaut und kultiviert. Hauptanbaugebiete sind die Niederlande, die Türkei, Australien und die Tschechische Republik. Wer in Deutschland Blaumohn anbauen möchte, der benötigt hierfür eine Genehmigung.

Ölhaltige Samen mit nussigem Geschmack

Mohn eignet sich zum Konsum und zur Ölgewinnung. Die typische rote Blüte die man hier sehr häufig großflächig als Zierpflanze auf Feldern sieht und sofort mit Mohn assoziiert wird, ist in der Regel Klatschmohn. Die Blüte des Blaumohns hingegen ist fast immer weiß oder violett. Zum Konsum eignen sich die Blaumohnsamen – diese kann man sowohl gemahlen als auch ganz verwenden. Typisch und charakteristisch für den Blaumohn ist sein nussig-süßlicher Geschmack, weswegen vor allem Süßspeisen vornehmlich mit Mohn verfeinert werden. Gerade in der österreichischen Küche erfreut sich Mohn äußerster Beliebtheit. Ob Germknödel, Striezel oder den klassischen Mohnnudeln – Mohn sorgt für das gewisse Etwas. Auch die beliebten Mohnbrötchen sind kaum mehr aus der Bäckertheke wegzudenken. Kuchen mit Mohnmasse sind absolut bürotauglich und für die Kollegen sicherlich eine willkommene Abwechslung zum Rührkuchen.

Aber ebenso unkonventionellere Verwendungsvarianten von Blaumohn wollen wir Dir nicht vorenthalten. Denn was bisher noch nicht so bekannt ist: Blaumohn wird in Indien als Verdickungsmittel für Curries verwendet. Daneben kann ein kleiner Löffel Mohnsamen im Müsli als gesunde Fettquelle mit feinem Geschmack überzeugen. Wenn Du die Samen etwas anröstest, wie es ebenfalls gerne in der indischen Küche gemacht wird, entfaltet der Mohn ein noch intensiveres Aroma.

Mehr Calcium als in der Milch

Es klingt überraschend, aber Blaumohn gehört tatsächlich zu den Lebensmitteln mit dem höchsten Gehalt an Calcium überhaupt. 100 ml Milch enthalten etwa 120 mg Calcium, Blaumohn hingegen 1460 mg auf die gleiche Menge. Damit besteht Blaumohn zu gut 2,5 % aus Calcium.  Das Mineral Calcium kann für starke und stabile Knochen und Zähne sorgen, sowie für ein gutes Wachstum.
Außerdem bestehen die Mohnsamen aus etwa 45 % Öl. Das kaltgepresste Öl gilt als sehr hochwertig und wird aufgrund des Nussaromas gerne für herbstliche Salate verwendet. Daneben ist Blaumohn ein idealer Eiweißlieferant und damit förderlich für den Muskelaufbau und die Muskelgeneration. Die in ihm enthaltenen Aminosäuren dienen der Verstoffwechselung der Proteine.

Unkomplizierte Aufbewahrung

In der Lagerung ist der Blaumohn eigentlich recht unkompliziert. Lediglich eine luftdichte Lagerung ist wichtig. Denn bei Kontakt mit Sauerstoff verlieren die Samen mit der Zeit ihren Geschmack – und das wäre doch schade! Wir empfehlen Dir zusätzlich Deine Mohnsamen kühl und trocken zu lagern und vor Wärme zu schützen, um die Haltbarkeit maximal zu verlängern.

 

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Tags: Wissen

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