Blähungen durch Trockenfrüchte? Diese Tipps helfen!

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Blähungen durch Trockenfrüchte zu bekommen scheint ein Problem zu sein. Zumindest deuten die zahlreichen Foren- und Blogbeiträge darauf hin, die man im Internet findet. Deshalb schauen wir uns in diesem Beitrag an, was dahintersteckt und welche Tipps gegen Blähungen durch Trockenobst helfen.

Blähungen durch Trockenfrüchte: Das steckt dahinter

Es gibt zwei Hauptursachen für Luft im Bauch: Verschlucken von Luft und Gasbildung durch die Darmflora. Das Verschlucken von Luft, auch Aerophagie genannt, spielt bei der Betrachtung von Blähungen durch Trockenobst keine Rolle. Schließlich entscheiden Trockenfrüchte ja nicht, ob wir mehr oder weniger Luft verschlucken – das beeinflussen eher die Wahl der Getränke, Essgewohnheiten, die Psyche und unsere Atmungsweise.

Gasbildung durch die Darmflora ist hingegen sehr wohl eine nähere Betrachtung wert. Trockenobst enthält neben wertvollen Vitaminen, Mineralstoffen und schnell verfügbarer Energie, auch große Mengen Ballaststoffe, Zucker und wenig Wasser. Für Sportler und ansonsten aktive Menschen sind sie also eine echte Wunderwaffe gegen Energietiefs.

Darum können Trockenfrüchte blähend wirken

Ballaststoffe und andere Kohlenhydrate (wie die enthaltenen Zucker in Trockenfrüchten) sind zudem ein Gaumenschmaus für unsere Darmflora. Die kleinen Bakterien in unserem Dickdarm lieben es all das zu futtern, was im Dünndarm nicht absorbiert wurde. Bei diesem Stoffwechselvorgang entstehen Gase – ich nenne sie gerne Mini-Pupse. Diese Mini-Pupse, die von vielen Millionen Darmbakterien abgegeben werden, sammeln sich dann zu Gas – wir sind aufgebläht.

Dieses Gas will selbstverständlich raus. Das soll es auch, denn wir wären ziemlich schlecht dran, wenn es in uns verbleiben würde. So ist also die logische Konsequenz der Trocknung von Früchten ein Grund dafür, warum sie Blähungen verursachen können. Durch den Entzug von Wasser steigen die Gehalte der übrigen Inhaltstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe etc.) pro 100 g an – das Ergebnis: ein Snack mit konzentrierten wertvollen Inhaltsstoffen.

Was man über Schwefel in Trockenfrüchten wissen sollte

Viele handelsübliche Trockenfrüchte enthalten Schwefel. Der zugesetzte Schwefel soll in erster Linie die Haltbarkeit verlängern, obwohl ungeschwefelte Trockenfrüchte ebenfalls lange haltbar sind. Doch der Preis für die verlängerte Haltbarkeit ist beträchtlich: Nicht jeder verträgt Schwefel. Es gibt recht viele Menschen, die auf Schwefel in Wein oder Trockenobst mit Blähungen, Bauchkrämpfen und sogar allergischen Reaktionen reagieren. Ein Grund mehr, warum KoRo auf Schwefel im Trockenobst verzichtet.

Was man gegen Blähungen durch Trockenobst tun kann

Es gibt ein paar einfache Tipps, die Blähungen durch Trockenfrüchte vorbeugen. Die wichtigsten werde ich im Folgenden vorstellen.

1. Verzichte auf geschwefeltes Trockenobst

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Wie schon gesagt, reagieren viele Menschen mit Blähungen und anderen Verdauungsbeschwerden auf geschwefelte Trockenfrüchte. Außerdem ist Schwefel eines jener Gase, die nicht besonders angenehm riechen. Der typische Geruch nach faulen Eiern ist ein Produkt von schwefelhaltigen Verbindungen.

2. Individuelle Verträglichkeit ermitteln

Es gibt einen einfachen Tipp, die individuelle Verträglichkeit von Lebensmitteln zu bestimmen: ein Ernährungstagebuch. Mithilfe des Notierens, was du wann und mit welchem Gefühl im Anschluss isst, schaffst du eine objektive Grundlage die individuelle Verträglichkeit von Lebensmittel herauszufinden. Das geht natürlich auch in Bezug auf Trockenobst. Vor allem die Menge der Trockenfrüchte, die im Tagesverlauf ohne Verdauungsprobleme gegessen werden können, kann so ganz leicht herausgefunden werden.

3. Wasser nicht vergessen

Trockenobst ist das Produkt von Wasserentzug einer Frucht. Wenn man das bedenkt, leuchtet schnell ein, dass man mehr Wasser als üblich trinken sollte, wenn man Trockenfrüchte isst. Oft ist ein Grund für Blähungen durch Trockenobst das Nicht-Beachten dieses Ausgleichs durch zusätzliches Trinken. Noch ein Tipp: Trockenfrüchte wie Mango eignen sich super zum Einweichen in Joghurts. Dadurch wird die Konsistenz noch zarter und man nimmt auch gleich mehr Wasser auf, als würde man sie pur essen.

4. Langsam und stetig

Ich weiß, Trockenobst ist verdammt lecker. Ich selbst liebe es! Aber es wäre falsch zu behaupten, dass man von jetzt auf gleich große Mengen Trockenfrüchte essen könnte, ohne Blähungen zu bekommen. So leicht lassen sich physiologische Gewissheiten nicht umgehen. Deshalb empfehle ich: Langsam die Menge an Trockenobst steigen und nicht gleich hart einsteigen. Dafür lieber konstant den Körper an größere Mengen Ballaststoffe gewöhnen und vom Gewöhnungseffekt profitieren.

5. Die Vielfalt genießen

Ein weiterer Aspekt, warum das Ernährungstagebuch so wertvoll ist: Du wirst erkennen, welche Trockenfrüchte du gut verträgst und welche nicht. Es gibt dafür eine Daumenregel: je weniger Zucker und Ballaststoffe, desto besser verträglich. Allerdings kann es auch sein, dass es bei dir von dieser Daumenregel abweicht. Deshalb: Probier’ dich durch die bunte Vielfalt und sieh’ selbst, was du gut verträgst!

Fazit: Blähungen durch Trockenfrüchte

Blähungen durch Trockenobst lassen sich physiologisch leicht erklären. Allerdings gibt es doch einige Dinge, die man beachten kann, um weitgehend davon befreit zu bleiben. Dazu zählen vor allem das Hören auf deinen Körper und langsames, aber stetiges Herantasten an Trockenfrüchte und der Verzicht auf geschwefeltes Trockenobst.

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