Trennkost - Tipps, Tricks und Rezepte

Trennkost beruht auf zwei grundlegenden Regeln: eiweiß- und kohlenhydrathaltige Lebensmittel nicht zusammen zu verzehren und basenbildende Lebensmittel vorzuziehen.

Wenn Du Dir gerade an den Kopf packst und überlegst, was uns da schon wieder eingefallen sein könnte, dann solltest Du Dir doch ein paar Minuten nehmen und Dir dieses Ernährungskonzept trotzdem einmal ansehen. William Howard Hay hat zum Anfang des 20. Jahrhunderts damit begonnen eine Ernährungsweise zu entwickeln, die im Wesentlichen darauf beruht, dass eiweißhaltige und kohlenhydrathaltige Lebensmittel nicht gemeinsam in einer Mahlzeit gegessen werden. Die Trennkost war erfunden.

Hat Trennkost Vorteile im Vergleich zu einer Diät?

Generell solltest Du dieses Schimpfwort „Diät“ aus Deinem Wortschatz verbannen, denn aus einer Diät entsteht niemals ein gesundes Essverhalten und das Resultat lässt zu wünschen übrig. Der Vorteil der Trennkost ist, dass Du auf nichts verzichten musst. Hört sich himmlisch an? Ist es auch! Denn andere Ernährungskonzepte reduzieren beispielsweise Kohlenhydrate massiv, damit Du ein Kaloriendefizit erreichst, beziehungsweise damit Du Deinen Bedarf nicht übersteigst. Die Trennkost erlaubt allerdings eiweißhaltige Lebensmittel ebenso wie Kohlenhydrate. Lediglich mit der Regel, dass Du beides nicht kombinieren darfst und die Lebensmittel trennst. Das macht es Dir aber einfacher, da Du Nudeln, Brot und Reis nicht von Deinem Speiseplan streichen, sondern nur Deine Mahlzeiten anders planen musst. Das macht Deine Ernährungsumstellung einfacher und sanfter. So hast Du es einfacher, Dich umzustellen und die Veränderung ist nicht so hart.

Eine weitere Regel der Trennkost besagt, dass säure- und basebildende Lebensmittel nicht zusammen gegessen werden sollten. Zudem gilt die 80:20-Regel, bei der Lebensmittel bevorzugt werden sollten, die bei der Verstoffwechselung vor allem Basen bilden (Gemüse, Obst, Kartoffeln). Nur etwa 20 Prozent sollten die säurebildenden Lebensmittel (Fleisch, Fisch, Eier, Käse, Weißmehl) ausmachen.

Regeln

Ordnung schaffen – Diese Lebensmittel gehören in die Kategorien

Auch wenn die Klassengesellschaft verpönt ist, so ist ein solches System bei Deiner Trennkost der Weg zum Erfolg. Denn indem Du auf klare Kategorien zurückgreifen kannst, wird es wesentlich einfacher, Dein Essen zu gestalten. Deshalb solltest Du Dich auch auf die drei Kategorien verlassen, die für die Trennkost vorgesehen sind. Ein wirklich wunderbarer Aspekt der Trennkost ist, dass es wirklich nur drei Gruppen gibt, in die Du Deine Lebensmittel einsortieren musst. Das erspart Dir eine aufwändige und kräftezehrende Planung.

Die erste Gruppe, ist die, in die Du neutrale Lebensmittel einordnest. Das sind alle Zutaten, die Du beliebig kombinieren kannst und die für Deine Sättigung sorgen. Dadurch, dass diese Lebensmittel Deine Allrounder in der Trennkost-Ernährung sind, hast Du eine ganze Menge zur Verfügung und somit wird Dein Essen weder langweilig noch geschmacklos. Zu den neutralen Lebensmitteln gehören:

  • Gemüse
  • Salate
  • Avocados
  • Obst, wie Beeren, Melone und Andere
  • Gesunde Fette, wie kaltgepresste Öle
  • Ausgewählte Milchprodukte, die einen Fettanteil von mindestens 60 % haben
  • Jegliche Pilze

Die zweite Gruppe bilden die eiweißhaltigen Lebensmittel. Diese versorgen Dich mit Proteinen und liefern eben über diese die Energie für Deinen Alltag. Dadurch, dass die eiweißhaltigen Produkte als Energielieferanten angesehen werden und einen hohen Anteil an der Mahlzeit haben, solltest Du trotzdem ausreichend Energie haben – auch wenn Du auf klassische Kohlenhydrate verzichtest.

  • Fleisch
  • Fisch und Meeresfrüchte
  • Eier
  • Sojaprodukte
  • Hülsenfrüchte
  • Milchprodukte, mit einem Fettanteil unter 50%, wie beispielweise Weichkäse, Jogurt, Milch, Sauermilchprodukte und Käse.
  • Nüsse, bis auf Erdnüsse
  • Die meisten Früchte, wie Pflaumen, Birnen usw.

Die dritte Gruppe bilden die Lebensmittel, die als klassische Kohlehydratlieferanten gelten. Wenn Du diese Gruppe auswählst, dann erhältst Du die Energie und die Kalorien über diese Lebensmittel, weswegen Du auf Kombination mit eiweißhaltigen Produkten verzichten kannst. In diese Kategorie fallen:

  • Brot
  • Kuchen
  • Nudeln
  • Reis
  • Kartoffeln
  • Süßungsmittel (Eine Ausnahme bilden kalorienfreie Varianten wie Xucker)
  • Getreideprodukte
  • Bananen

Wieso ist Trennkost also hilfreich?

Wenn Du Dir die Kategorien unter Berücksichtigung der Regeln vor Augen führst, dann wirst Du merken, dass viele Deiner Lieblingsgerichte damit nicht in Einklang zu bringen sind. So lecker der Double Cheese Burger oder die Pizza mit Käserand auch sind – sie sorgen nicht dafür, dass Du wieder in Deine Lieblingsjeans passt.

Die Kategorien sorgen dafür, dass klassische Dickmacher keine Chance mehr haben, auf Deinen Ernährungsplan zu kommen. Die eher aufwändige Ernährungsform sorgt dafür, dass Du bewusster isst und Dir mehr Gedanken über die Zutaten in Deinen Speisen machst. Zudem soll durch die Trennung von säure- und basebildenden Lebensmitteln verhindert werden, dass es zu Gärung im Darm kommt und somit Abfallprodukte im Körper entstehen, welche Dich wiederrum krank und dick machen können.

Wie könnte Dein Trennkosttag aussehen?

Du könntest Deinen Tag mit ein oder zwei Scheiben leckerem Bananenbrot starten und musst dafür die Sojamilch aus unserem Rezept nur mit einer anderen Pflanzenmilch oder tierischer Milch ersetzen. Dadurch hättest Du dann die dritte Kategorie bedient. Zum Mittagessen könntest Du Dir unser leckeres Mango-Linsen-Dal kochen, das nicht nur verführerisch gut schmeckt, sondern auch viel Eiweiß enthält. Deinen Abend kannst Du mit einem klassischen Salat mit Toppings, wie Hähnchenbrust, Fisch oder auch Käse abschließen. Auch unser aromatisch mediterraner Kartoffelsalat eignet sich hervorragend als Abendessen.

Fazit

Wissenschaftler haben jedoch einige Theorien der Trennkost-Ernährung widerlegt. Eine Übersäuerung des Körpers durch die Ernährung ist kaum möglich, da verschiedene körpereigene Puffersysteme den Säure-Basen-Haushalt regulieren. Überschüssige Säuren und Basen werden dabei über Niere und Lunge ausgeschieden. Auch Kohlenhydrate und Eiweiße können laut Wissenschaftlern problemlos zusammen gegessen werden. Dennoch berichten viele Trennköstler von positiven Auswirkungen auf das Wohlbefinden und das Gewicht. Dies hängt aber wohl eher damit zusammen, dass bewusster gegessen wird und vor allem viele Ballaststoffe und Vitamine mit der Ernährungsform aufgenommen werden. Wir sagen also: Als zeitweise Ernährungsform durchaus geeignet, auf Dauer allerdings viel zu anstrengend und schwer umsetzbar.

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