So gelingt's - Sprossen selber ziehen

Sprossen enthalten meist mehr Mineralien, Vitamine und Aminosäuren als die ausgewachsenen Pflanzen. Heute zeigen wir Dir, wie Du Sprossen zuhause selber machen kannst!

Die Sprossen und Keimlinge können aus unterschiedlichen Hülsenfrüchten, Getreide, Nüssen oder Samen wachsen. Es gibt sie in vielen Geschmacksrichtungen – süßlich, nussig oder scharf. Das wunderbare an den kleinen Nährstoffbomben ist, dass man sie zu Hause auf der Fensterbank einfach selber ziehen kann. Folgende Dinge werden benötigt:

- ein Gefäß aus Glas, Ton oder Plastik, in dem Sprossen wachsen können
- verschiedene Sprossen, Samen oder Keimlinge: z.B. Kichererbsen, Leinsamen oder Quinoa
- ein Stellplatz mit Sonnenlicht, Wasser und etwas Geduld

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Wir erklären Dir, wie Du in vier ganz einfachen Schritten Deine Sprossen selber ziehen kannst.

Schritt 1: Alles Nötige besorgen

Zuerst brauchst du ein Gefäß in dem die Sprossen wachsen sollen. Dabei kannst du entweder auf fertige Gefäße aus dem Bio- oder Reformladen zurückgreifen oder selbst eines selbst herstellen – Tipps dazu findest du unten.

Die Sprossen gibt es oft als Samen-Mischungen im Laden zu kaufen. Da sich allerdings viele Samen zum Keinem bringen lassen, sind der Kreativität bei der Auswahl kaum Grenzen gesetzt – auch Sesam, Amaranth oder Buchweizen können zum Keimen gebracht werden.

Schritt 2: Sprossen einweichen

Bevor es mit dem Keimen losgehen kann, müssen die Sprossen eingeweicht werden. Das geht so: Gib eine Menge der Samen, Nüsse, Getreide oder Hülsenfrüchte in ein Sieb und spüle sie unter fließendem Wasser ab. Verwende dabei am besten nicht mehr als ein bis zwei Esslöffel.

Fülle nun die abgetropften Samen in ein bereitgestelltes Keimglas und bedecke sie mit der doppelten Menge Wasser. Die Einweichdauer kann je nach Samenart variieren. Bei fertigen Samenmischungen kannst Du die Einweichzeit einfach auf der Verpackung ablesen.

Wenn Du Dir nicht sicher bist, wie lange Buchweizen, Amaranth, Linsen oder Leinsamen einweichen müssen, kannst Du Dich gegebenenfalls in etwa an der Größe der Samen orientieren – meistens dauert das Einweichen zwischen einer und acht Stunden.

Schritt 3: Sprossen züchten

Bei allen Verfahrensweisen ist es wichtig, die Sprossen regelmäßig mit Wasser zu spülen. Die Sprossen werden zwischen den Spülungen auf einem Sieb oder in einem wasserdurchlässigen Keimglas gelagert, so dass überschüssiges Wasser abtropfen kann. Die Keimlinge brauchen außerdem Luft, etwas Licht und Temperaturen zwischen 18 und 20 Grad Celsius.

Es gibt zwei verschiedene Techniken zur Lagerung zwischen den Spülungen. Bei der ersten Technik werden die Samen in einem gekippten Sprossenglas schräg gelagert, sodass das Wasser durch einen löchrigen Deckel abfließen kann. Bei der zweiten Anbaumethode liegen die Sprossen auf einer horizontalen Fläche, wie einem Sieb oder einem Küchenpapier.

Es ist besonders wichtig darauf zu achten, dass die Wasserzufuhr stimmt. Sonst kann es leicht passieren, dass die Sprossen austrocken oder „ertrinken“ und du wieder von vorne anfangen musst. Die regelmäßige Wässerung kann beispielsweise morgens und abends mit der richtigen Menge Wasser erfolgen.

Schritt 4: Sprossen ernten

Die Aufzucht der Sprossen geht meistens sehr schnell. Schon nach drei bis vier Tagen kannst du die erste Ernte einholen und mit den frischen Sprossen Salate oder Frühstücksbrote verfeinern. Auch als Snack eignen sich die Sprossen hervorragend.

Damit beim Sprossen ziehen alles funktioniert, solltest Du folgende Punkte beachten:

  • Qualität der Samen sollte stimmen
  • Nicht zu viele Samen verwenden – ein bis zwei Esslöffel reichen
  • Einweichzeit sollte abgestimmt werden
  • Gefäß ist vorhanden
  • die Sprossen mögen eine Zimmertemperatur von 18 bis 22 Grad Celsius
  • Sprossen mehrmals täglich – und vor allem regelmäßig – mit Wasser spülen (2-3 Mal)
  • Zucht prüfen: Riechen die Samen modrig? Hat sich Schimmel gebildet?
  • nach drei bis vier Tagen ernten
  • nach der Zucht Gefäß reinigen
  • Ernte kühl lagern und rasch verzehren

Tipps zur Herstellung eigener Keimgefäße

Es gibt auch verschiedene Möglichkeiten ein DIY-Keimgefäß herzustellen. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt, wenn man das Grundprinzip verstanden hat. Vor allem für Anfänger können diese Tipps hilfreich sein, wenn nicht sofort ein kostspieliges Profi-Set gekauft werden soll:

  • in einem Sieb und Schälchen: Die Samen werden in einem Küchensieb gespült und zwischen den Spülungen in einem Schälchen gelagert
  • in einem Gurkenglas: das Sprossenglas wird aus einem alten Gurkenglas hergestellt, dessen Deckel von innen mit Löchern versehen wird –das Sprossenglas wird zwischen den Spülungen schräg in einer Schale oder auf Küchenpapier gelagert, damit Wasser ablaufen kann
  • auf einer Schale: Anbau von kleineren Samen, wie Grünkraut, ist auf Küchenpapier in Schalen oder auf Tellern möglich. Hier kann überschüssiges Wasser nicht so leicht ablaufen, weswegen nicht zu viel Wasser verwendet werden sollte.
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