So gelingt's - Hefeteig richtig machen!

Egal ob süß oder deftig, der Hefeteig ist vielseitig einsetzbar, jedoch in seiner Zubereitung für manche recht kniffelig. Keine Sorge, mit diesen Tipps und Tricks wird er Dir garantiert gelingen!

yeast-doughDer Hefeteig ist ungemein vielseitig und daher auch nicht ohne Grund der beliebteste Teig der Deutschen. Während Du ihn also in diversen Formen, egal ob als Brot, Brötchen, Plunder oder Pizza, an jeder Ecke leicht auffinden kannst, gestaltet sich seine Herstellung für Dich vielleicht deutlich schwieriger. Warum geht er nicht auf? Mag mein Teig es eher warm oder kalt? Und wie lange muss ich ihn überhaupt ruhen lassen? Damit Licht ins Dunkeln gebracht werden kann, und Du nicht in die Versuchung kommst, fertigen Pizzateig oder Brot zu kaufen, haben wir für Dich die wichtigsten Grundlagen und Kniffe zusammengefasst!

Die richtigen Zutaten führen zum Erfolg

Streng genommen besteht der Grundteig nur aus 3 Zutaten: Mehl, Hefe, Wasser. Je nach Art des Hefeteigs, können noch weitere Zutaten, wie Zucker, Salz, Milch und Butter, hinzukommen. So banal es zunächst klingt, so wichtig ist es, dass Du das richtige Mehl für Deinen perfekten Hefeteig verwendest. Bei Hefeteig ist es wichtig, dass Du ein Mehl auswählst, dass sich zwar einfach mit den Zutaten verbindet, sich aber dennoch ausdehnt. Damit Du also immer das richtige Mehl verwendest, folgt hier eine Übersicht:

  • Weizenmehl Type 550 kannst Du für helles Brot und Brötchen sowie für Pizza, Hefeteig und Stollen benutzen.
  • Weizenvollkornmehl kannst Du für alle Vollkornteige verwenden, aber solltest Du etwas länger kneten.
  • Dinkelmehl Type 630 kannst Du für alle Teigsorten verwenden, die auch mit dem Weizenmehl Typ 550 hergestellt werden können, aber der Geschmack ist herzhafter.
  • Roggenmehl Type 997 kannst Du sehr gut für Grau- sowie Mischbrote, Krustenbrot, Röggelchen und klassische Hefeteige verwenden. Allerdings wird der Geschmack deutlich intensiver und eignet sich eher für herzhafte Gerichte.

Hinweis:

Wenn Du Dich für anderes Mehl, als für das Weizenmehl Type 550 entscheidest, dann solltest Du immer etwas mehr Flüssigkeit hinzugeben. Denn die anderen Mehlsorten brauchen tendenziell weniger Flüssigkeit, damit der Teig geschmeidig und saftig wird. Am besten gibst Du die Flüssigkeit nach und nach zum Teig und wartest, bis er keine mehr aufnehmen kann.

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Trockenhefe oder frische Hefe?

Grundsätzlich sind ja frische Zutaten meistens besser als Konservierte. Allerdings kannst Du bei Hefeteig immer sowohl mit Trockenhefe als auch mit frischer Hefe arbeiten. Die Verarbeitung der frischen Hefe ist etwas zeitintensiver, da Du die frische Hefe vorbereiten und einen Vorteig herstellen musst. Für die kurzentschlossenen Backfeen unter euch ist es daher vollkommen In Ordnung, auf Trockenhefe zurückzugreifen. Hier gilt aber folgende Faustregel:

1 Würfel frische Hefe = 2 Tütchen Trockenhefe

Darüberhinaus solltest Du Dir ebenfalls merken, dass Du für 1kg Mehl jeweils 1 Würfel frische Hefe oder eben 2 Tütchen Trockenhefe benötigst. Und egal ob frische Hefe oder Trockenhefe, beide müssen in warmem Wasser oder Milch aufgelöst werden. So verteilt sich die Hefe optimal im ganzen Teig. Zudem braucht die Hefe Ruhe und Wärme, damit sie richtig für Dich arbeitet. Deshalb solltest Du sie an einem warmen Ort gehen lassen und mit einem angefeuchteten Handtuch bedecken.

Tipps & Tricks für Deinen Hefeteig

  1. Für schnellen Teig einfach einfrieren. Wenn Du schnell Pizzateig benötigst, dann frier einfach eine Portion ein, bevor Du ihn gehen lässt. Brauchst Du den Teig, dann nimm ihn aus dem Gefrierfach und während er auftaut geht die Hefe direkt auf.
  2. Viel Zeit für super lockeren Teig. Wenn Du richtig lockern Teig haben willst, dann lässt Du den Teig in Etappen gehen. Dafür teilst Du die trockenen Zutaten in 3 Teile und gibst diese immer nach 1 Stunde Gehzeit hinzu.
  3. Hefe und Holz mögen sich. Wenn Du Deinen Hefeteig ausrollen oder erneut kneten willst, dann mach es auf einem Holzbrett. Denn andere Oberflächen sind zu kalt.
  4. Nur wenig Salz. Auch wenn Du ein würziges Wunder backen willst, dann solltest Du nur sehr wenig Salz verwenden, denn das dehydriert Deine Hefe. Würze stattdessen zum Schluss oder den Belag kräftig.
  5. Gut Ding will Weile haben. Wenn Du einen Hefezopf machst, dann erlaube der Köstlichkeit, auch in bereits geformtem Zustand nochmal eine halbe Stunde an einem warmen Ort zu gehen. So öffnen sich die Poren wieder und der Teig wird super fluffig. Ein Hoch auf pupsende Hefe!

SOS – Wie Du Deinen Hefeteig noch retten kannst

Dein Hefeteig will nicht so recht und ist zu klebrig, zu hart oder gar nicht aufgegangen? Kein Grund ihn direkt in die Tonne zu kloppen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Du die Hefe dennoch besänftigen kannst und zu einem lockeren Hefeteig kommst. Wir haben drei für Dich zusammengefasst:

  1. Zu klebrig? Das ist gar kein Problem. Ganz im Gegenteil, nur selten hat ein Hefeteig direkt zu Beginn die richtige Konsistenz. Gib einfach etwas Mehl dazu – so lange, bis er nicht mehr klebt und die Konsistenz stimmt.
  2. Zu hart? No need to panic! Wenn Dein Teig zu fest oder zu trocken ist, dann knetest Du am besten etwas Wasser darunter. Dabei solltest Du das recht vorsichtig tun, da der Teig wirklich schnell sonst zu klebrig wird.
  3. Hilfe - mein Teig will einfach nicht aufgehen! In diesem Fall kann das von mehreren Faktoren abhängig sein: entweder wurde der Teig nicht lange genug geknetet oder der Ort, an dem Du ihn hast gehen lassen, war ihm zu kalt. Unabhängig davon kann Dir ein wenig Zucker Abhilfe schaffen, denn dieser kurbelt die Vermehrung von Hefe enorm an! Du knetest also eine kleine Menge Zucker unter den Teig und lässt ihn zugedeckt an einem warmen Ort gehen.
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