Hülsenfrüchte richtig einweichen

Getrocknete Hülsenfrüchte – Sie landen immer öfter auf unseren Tellern und werden dabei immer beliebter. Doch wie werden Hülsenfrüchte eigentlich richtig eingeweicht?

Getrocknete Hülsenfrüchte richtig einweichen

Das Einweichen von Hülsenfrüchten ist nicht schwer und macht nicht allzu viel Arbeit. Wir haben deshalb für Dich eine kurze Anleitung mit ein paar nützlichen Tipps und Tricks erstellt.

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1) Verlesen

Zunächst solltest Du Deine Hülsenfrüchte verlesen. Du weißt nicht, was mit Verlesen gemeint ist? Kein Problem! Du siehst Dir einfach Deine Hülsenfrüchte an und entfernst eventuelle kleine Steinchen etc. Das musste Aschenputtel übrigens auch schon immer für ihre böse Stiefmutter machen.

2) Abspülen

Danach müssen die Hülsenfrüchte erst einmal gründlich unter fließenden Wässern abgespült werden. So entfernst Du eventuelle Verunreinigungen und gehst auf Nummer sicher. Benutze dazu einen Durchschlag beziehungsweise ein Sieb.

3) Quellen

Danach gibst Du Die Hülsenfrüchte einfach in einen großen Topf oder in eine große Schüssel mit der dreifachen Menge an Wasser. Dazu eigenen sich flache Töpfe und Schüsseln gut. Und da Metall nicht gleich Metall ist, verwendest Du am besten einen Terrakottatopf. Mit einem Deckel oder einem sauberen Leinentuch anschließend noch abdecken. Jetzt solltest Du die Hülsenfrüchte für mindestens 12 Stunden einweichen lassen. Besser ist es noch, wenn Du die Hülsenfrüchte über Nacht quellen lässt. Je länger die Hülsenfrüchte quellen, desto kürzer ist die Kochzeit.

Weitere Tipps:

Das Einweichwasser bitte nicht mehr zum Kochen verwenden, denn es enthält viele schwer verdauliche Kohlenhydrate und lässt die Hülsenfrüchte beim Kochen aufschäumen.

Übrigens müssen Linsen und getrocknete Erbsen nicht unbedingt eingeweicht werden. Du könntest sie auch ohne Einweichen kochen. Es dauert allerdings etwas länger.

Die Quellzeit von Bohnen, Sojabohnen, ungeschälten Erbsen und Kichererbsen beträgt rund 12 Stunden. Du kannst ungefähr mit einer Garzeit von etwa 60 Minuten für Bohnen, Sojabohnen, geschälten Erbsen und Linsen rechnen. Ungeschälte Erbsen und Kichererbsen hingegen benötigen eine Garzeit von 30 – 120 Minuten. Rote Linsen sind übrigens innerhalb von 20 – 30 Minuten ohne Einweichzeit gar. Gibst Du noch etwas Natron beim Garen in den Topf dazu, werden die Hülsenfrüchte noch schneller gar, ohne zu zerfallen. Das liegt daran, dass Natron das Wasser weicher macht.

Am besten lässt Du die Hülsenfrüchte bei Zimmertemperatur einweichen. Es darf auf gar keinen Fall zu warm sein, denn dies begünstigt wohlmöglich ungewollte Gärprozesse. Sollte es allerdings zu kalt im Zimmer sein, kann es sein, dass die Hülsenfrüchte länger eingeweicht werden müssen. Zum Quellen benutzt Du am besten lauwarmes Leitungswasser. Das Wasser musst Du auch nicht nach einigen Stunden wechseln.

Umrühren musst Du die Hülsenfrüchte beim Einweichen nicht. Du kannst die Hülsenfrüchte einfach so in der Küche oder in Deinem Zimmer stehen lassen ohne zwischendurch umzurühren.

Wenn Du die Hülsenfrüchte nach dem Quellen kochen willst, dann gib bitte kein Salz dazu. Das Salz würde die Kochzeit der Hülsenfrüchte nämlich wieder verlängern, da das Salz die Häutchen der Hülsenfrüchte verhärten lässt. Deshalb lieber ein Lorbeerblatt oder ein paar Basilikumblätter in das Kochwasser geben. Auch etwas Kümmel, Koriander, Schnittlauch, Kardamom, Rosmarin, Thymian oder Kurkuma kannst Du in das Wasser geben. In einigen Rezepten werden sogar Fenchel- oder Dillsamen zum Kochwasser gegeben. Salzen kannst Du die Hülsenfrüchte also am besten nach dem Kochen.

Hülsenfrüchte einweichen – Deine Vorteile:

Je länger Du die Hülsenfrüchte einweichen lässt, desto schneller werden sie auch gar und umso schneller kommst Du wieder aus der Küche. Versuche deshalb die Hülsenfrüchte am besten über Nacht oder länger einzuweichen. Je länger die Hülsenfrüchte eingeweicht werden, desto bekömmlicher werden sie auch für Deinen Körper und Mineralstoffe wie Eisen und Zink können besser von Deinem Körper aufgenommen werden. Beim Einweichen von Hülsenfrüchten wird auch ihre Haut weicher und verdauliche Kohlenhydrate werden so abgebaut. Auch wird Phytinsäure in den Hülsenfrüchten durch das Einweichen gelöst. Phytinsäure bindet unlösliche Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium im Magen und Darm. Werden Hülsenfrüchte allerdings vorher eingeweicht, kann ein Großteil der Phytinsäure ausgeschwemmt werden. Beim Einweichen wird auch der Antinährstoff Lektine freigesetzt. Lektine können sich an Deiner Darmwand binden und diese eventuell schädigen. Aber bloß keine Angst vor Hülsenfrüchten! Beim Kochen werden diese Stoffe weitestgehend vernichtet.

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