Moringa oleifera - der wohl wundersamste Baum der Welt

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Ein Baum, der tatsächlich Wunder vollbringen kann? Gibt es sowas denn überhaupt? Die Bezeichnung Wunderbaum rührt nicht nur von seinem geheimnisvollen Namen. Der Meerrettichbaum kann Mangelernährung in Entwicklungsländern bekämpfen und sogar verunreinigtes Wasser wieder in Trinkwasser verwandeln. Außerdem verhilft er abgerodeten Flächen wieder zur Bewaldung und Leben. Klingt das nicht nach einem echten Umwelt- und Lebensretter? Wenn du mehr über diesen mysteriösen Baum erfahren willst und auch, was das alles überhaupt mit Meerrettich zu tun hat, dann lies unbedingt weiter.

Ursprung,Herkunft und Merkmale

Der Meerrettichbaum, auch Behenbaum oder Wunderbaum genannt, gehört zu den Bennussgewächsen. Er wächst sehr schnell. In seinem ersten Lebensjahr kann er schon eine Höhe von 8 Metern erreichen. Unter den besten natürlichen Bedingungen wächst der Moringa Baum bis zu 8 Meter pro Jahr.

Seinen Ursprung trägt Moringa in der Himalaya- Region in Nordwestindien. Heute wächst er überall in tropischen und subtropischen Gebieten, vor allem in Afrika, Arabien, Südostasien und in der Karibik.

Der Moringa-Baum wird schon seit vielen Jahrzehnten in Südindien kultiviert und als „natürliches Heilmittel" verwendet. In der ayurvedischen Medizin gilt Moringa sogar schon seit über 5000 Jahren als „Lebensspender“ und „Geschenk des Himmels“. Allerdings wurden von den englischen Kolonialherren aufgrund des ähnlichen Geschmacks und Geruchs nur seine Wurzeln als Meerrettichersatz genutzt. Daher auch der irreführende Name „Meerrettichbaum“.

In besonders armen Regionen dient der Meerrettichbaum zur Bekämpfung der Mangelernährung und wirkt durch seine Schnellwüchsigkeit auch Entwaldungen entgegen. Genau in den Gebieten, wo er am dringendsten gebraucht wird, wächst er am besten: in nährstoffarmen, sandigen und trockenen Böden.

Von dem Meerrettichbaum kann man fast alles verwenden: die Früchte werden noch völlig unreif geerntet und wie grüne Bohnen als Gemüse zubereitet. Gerichte mit Moringafrüchten sind in Südostasien sehr verbreitet. Die Blätter, welche die meisten und wertvollsten Nährstoffe enthalten, sind sehr mühselig zu ernten. Doch genau diese dienen der Bekämpfung von Mangelernährung in Entwicklungsländern. Aus den Samen, welche im Mark der Frucht eingebettet sind, kann hochwertigstes Behenöl gepresst werden. Die Samen haben jedoch noch eine andere, wundersame Eigenschaft. Trocknet man sie, reibt sie zu Pulver und rührt sie eine Zeit lang in völlig ungenießbares, bakterienverseuchtes Wasser ein, so wird nach kurzer Zeit aus dem Wasser wieder völlig einwandfreies Trinkwasser. Glaubt man nicht? Ist aber so!

Ernährungsphysiologie

Doch was macht Moringa jetzt für unsere Gesundheit so bedeutsam? Zuerst einmal weist die Pflanze eine sehr seltene Eigenschaft auf: sie ist zu 100% bioverfügbar. Das bedeutet, dass wir 100% der enthaltenen Stoffe auch aufnehmen und verwerten können, was nicht immer selbstverständlich ist. Moringa enthält 90 verschiedene Nährstoffe, außerdem 18 von 20 existierenden Aminosäuren in einem idealen Aminosäureprofil. Enthalten sind alle 8 essenziellen Aminosäuren, die unser Körper nicht selber produzieren kann.

Moringa enthält große Mengen an Zeatin. Zeatin ist ein Wachstumshormon bei den Pflanzen, wodurch sich die Schnellwüchsigkeit von Moringa wohl erklären lässt. Es hat jedoch bei uns den Vorteil, dass es die Nährstoffaufnahme verbessert und bis auf ein 8-faches(!) vergrößern kann, indem es die Verfügbarkeit der Stoffe an der richtigen Stelle im Körper reguliert. Der Meerrettichbaum ist mit 46 Antioxidantien zusätzlich einer der antioxidantienreichsten Pflanzen überhaupt, enthält überdurchschnittlich viel Chlorophyll und ein verblüffend breites Vitaminspektrum (Vitamin A, B, K, E, C, Beta-Carotin, Folsäure) Zusätzlich enthält er, neben Mineralstoffen wie Kalium, Magnesium und Zink, weitaus mehr Calcium als Milch. Außerdem übertrifft er den Spinat mit seinem Eisengehalt um Längen.

Moringa soll aufgrund seiner besonderen Zusammensetzung bei vielen Beschwerden helfen. So soll es Schmerzen lindern, Entzündungen hemmen, bei Darmproblemen oder Knochenkrankheiten helfen, das Immunsystem stärken, den allgemeinen Alterungsprozess verlangsamen und so die gesamte Vitalität fördern. Man hört sogar, dass der Wunderbaum bis zu 300 Krankheiten heilen kann.

Nun können wir verstehen, warum Moringa schon vor vielen tausenden von Jahren als "Lebensspender" oder auch "Geschenk des Himmels" bezeichnet wurde. Kaum eine Pflanze kann uns in solch einer Vielfalt so viel Gutes bringen wie Moringa oleifera. Ein echter Wunderbaum eben.

Verwendung

In unseren Regionen ist das Moringapulver wohl die beste Art der Aufnahme, da durch das ausschließliche Mahlen der Blätter alle Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Man sollte hierbei allerdings unbedingt auf biologischen Anbau achten, da bei diesem besonders auf einen schonenden Verarbeitungsprozess Wert gelegt wird.

Das Pulver kann als natürliches Nahrungsergänzungsmittel täglich in ein Glas Wasser eingerührt werden oder aber auch in einen kräftigenden, grünen Smoothie gemischt werden. Allerdings sollte hier aufgepasst werden, dass der Smoothie nicht zu lange und zu stark gemixt wird, da sonst einige Stoffe verloren gehen könnten.

 

Tags: Superfoods, Wiki
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