Mangostan - Die Königin der Früchte

Wiki_Titel_Mangostan-1-e1519122091596

Wer den Begriff Mangostan noch nicht gehört hat, braucht sich nicht ärgern, er ist hierzulande noch nicht wirklich geläufig und die Frucht, die dahinter steckt, ist auf dem europäischen Markt noch nicht vollständig etabliert. Dabei ist das Püree, welches aus Mangostan gewonnen werden kann, extrem gesundheitsfördernd und sollte mehr Beachtung finden.

Allgemeine Informationen

Herkunft, Anbau und Merkmale

Der Baum der Mangostanfrucht hat viele mögliche Namen: ob Mangostane, Mangostin oder Mangostan, alle Bezeichnungen sind korrekt. Der immergrüne Baum gehört zur Gattung der Garcinia innerhalb der Familie der Clusioceae und wird zwischen 7 und 25 Metern hoch. Da die Pflanze sehr langsam wächst ist, kann sie über 100 Jahre alt werden, und trägt ab dem 8. Lebensjahr sogar bis zum Ende der Lebensperiode Früchte.

Von der Größe her ähneln Mangostane den Tomaten oder auch Mandarinen. Sie sind in etwa handgroß, mit einem Durchmesser von 2,5 bis 7,5 cm. Das weiße Fruchtfleisch befindet sich hinter einer lederartigen, purpurfarbenen Schale und ist in 5-6 Segmente unterteilt. Die meist 1 cm dicke Schale wird seit langer Zeit als natürlicher Farbstoff verwendet, da das violette Pigment wirklich sehr auffallend ist.

Mangostan wuchs ursprünglich nur auf der Malaiischen Halbinsel, also in Südostasien, aber seit circa 150 Jahren konnte sie auch auf anderen Kontinenten kultiviert werden. Voraussetzung ist ein tropisches Klima. Zu den größten Anbauländern gehören Indonesien, Malaysia, Thailand, Vietnam und Brasilien. Die Frucht ist bezüglich des Klimas relativ empfindlich, sie gedeiht nur zwischen 4°C und 38°C, also unterhalb des 20. Breitengrades. Wenn diese Kriterien erfüllt sind, trägt ein Mangostanbaum zwischen 500 und 5000 Früchte, die rund um das Jahr per Hand geerntet werden.

Geschmack

Geschmacklich erinnert Mangostan an eine Kombination aus diversen anderen Obstsorten: Pfirsich, Grapefruit, Ananas und Litschi treffen es ganz gut. Die Frucht hat einen angenehm säuerlichen Geschmack, der recht mild ist und eine exotische Note. Da für den Saft die ganzen Früchte püriert werden, schmeckt das Püree leicht herb.

Ernährungsphysiologie

 Wiki_Mangostan-1

Besonders bekannt ist Mangostan aufgrund der außerordentlich hohen Konzentration an Antioxidantien. Dazu gehören beispielsweise Xanthone, Tannine und Stilbene. Die enthaltenen Xanthone haben einen besonders guten Ruf: Sie sollen nicht nur antibakteriell, sondern auch entzündungshemmend, antimikrobiell, antifungal, antiviral, tumorhemmend und geschwürhemmend wirken. Verschiedene in-vitro-Tests konnten diese Wirkungen nachweisen. (In Vitro bedeutet allerdings, dass diese Tests im Labor durchgeführt wurden und nicht im menschlichen Organismus. Das heißt der tatsächliche Effekt kann unter Umständen etwas unterschiedlich ausfallen.) 

Durchschnittliche Nährwerte (pro 100 ml Saft):

  • Brennwert (kcal): 76
  • Fett: 0,3 g
  • Kohlenhydrate: 17,5 g
  • Eiweiß: 0,6 g

Verwendung

Roh macht sich die Frucht super in Obstsalaten oder im Joghurt zusammen mit Müsli, als Kuchenbelag oder zusammen mit Eis. Mangostan Püree eignet sich super zum Verfeinern von Fruchtdesserts oder auch diversen Smoothies oder Säften. Man kann sogar leckere Cocktails zusammenmischen: Hier sorgt das Püree für den nötigen Frischekick und eine tolle exotische Note.

Nicht nur das Fruchtfleisch kann verwendet werden, sondern eigentlich die ganze Frucht. Aus der Schale kann Tee gekocht werden und die Kerne können geröstet verzehrt werden. Besonders in den Ländern in denen Mangostan heimisch ist, sind solche Verwendungsmöglichkeiten extrem beliebt.

Tags: Früchte, Wiki

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Super-News!

Keine Weitergabe von Daten an Dritte, jederzeit Abbestellung möglich. Datenschutz.