Die Kakaobohne - mehr als nur Schokolade

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Er wird schon seit tausenden von Jahren von den Menschen verwendet und hat sich bis heute im fast täglichen Speiseplan der Menschen gehalten: Kakao. Egal ob als Getränk, in der Schokotorte zum Geburtstag oder als heißbegehrte Tafel Schokolade: Wenn es um Süßigkeiten geht, ist Kakao nicht weit. Aber nur lecker schmecken ist nicht das einzige, was die Bohne drauf hat. Schon vor mehr als 700 Jahren wurde sie als Opfergabe oder auch Zahlungsmittel benutzt. Neugierig geworden? In diesem Artikel erfahrt ihr die spannendsten Infos über die Kakaobohne.

Allgemeine Informationen

Ursprung, Anbau und Ernte

Schon im Jahre 1000 v. Chr. wurde die Frucht des Kakaobaums für den menschlichen Verzehr genutzt. Ihr Ursprung liegt wahrscheinlich in Mittelamerika. Damals wurde allerdings nicht, wie heute, die Kakaobohne verarbeitet, sondern vielmehr das Fruchtfleisch.

Seit dem 14. Jahrhundert kennen die Azteken den Kakao. Er galt bei ihnen als heilig und als Geschenk des Gottes Quetzalcoatl. So nutzten sie den Kakao als Opfergabe und Zahlungsmittel. Die Azteken verarbeiteten ihn auch zu einem Gewürztrank, welchen sie nach dem Gott Xocoatl benannten. Der Trank bestand aus Wasser, Kakao, Mais, Vanille und Cayennepfeffer. Der größte Kakaoproduzent ist heute die westafrikanische Elfenbeinküste. Daneben wird er noch in Indonesien, Ghana, Nigeria, Kamerun und Brasilien angebaut.

Der Kakaobaum ist ein hoher, dünner Baum mit schwertartigen, glatten Blättern, welcher bis zu 15 Meter hoch werden kann. Allerdings wird er zur Erleichterung der Ernte auf eine Höhe von 6 Meter begrenzt. Wider Erwarten wird der Kakaobaum nicht durch die uns bekannten Tiere bestäubt (Bienen, Hummeln etc.), sondern von kleinen Mücken. Er trägt im besten Fall das ganze Jahr über Früchte. Die Früchte wiegen im Schnitt 500 g und enthalten ca. 25-50 Samen, welche in helles Fruchtfleisch eingebettet und bei uns auch als Kakaobohnen bekannt sind.

Für die Ernte werden die Früchte des Kakaobaums mit einer Machete abgehauen und aufgeschlagen, dann werden die Samen der Frucht entnommen. Nun müssen sie etwa 5-10 Tage lang gären (Fermentation). Während der Gärung entwickeln die Kakaobohnen ihr typisches Aroma und ihre uns allen bekannte braune Farbe. Anschließend werden die Bohnen schonend in der Sonne getrocknet, wobei sie auf die Hälfte ihrer ursprünglichen Größe schrumpfen. Nach der Trocknung werden die Bohnen in die jeweiligen Kakao verarbeitenden Länder verschifft, welche meistens in Europa oder Nordamerika liegen.

In den Fabriken angekommen, werden die Kakaobohnen meistens zuerst geröstet. Anschließend werden sie gebrochen, wodurch sie sich in ihre Schale und ihren Kern aufteilen. Die zerbrochenen Kernstücke bilden am Ende die Kakaonibs. Werden diese Kakaonibs weiter vermahlen, entsteht die Kakaomasse. Presst man diese Kakaomasse anschließend, wird das Fett des Kakaos- die Kakaobutter- von der Masse abgetrennt. Die entölte Kakaomasse wird nun weiter zu Kakaopulver verarbeitet.

Ernährungsphysiologie

Die gesundheitlich positiven Eigenschaften der Kakaobohne sind vor allem auf die enthaltenen Antioxidantien und die Kakaoflavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe) zurückzuführen. Durch diese Flavonoide soll der Cholesterinspiegel gesenkt und die Durchblutung des Gehirns gefördert werden. Ebenso soll es nachweislich den Blutdruck senken und die kognitive Leistungsfähigkeit stärken. Schweizer Kardiologen bezeichnen Schokolade mit einem Kakaoanteil über 70% sogar als „süßes Aspirin“. Wer ist jetzt noch der Meinung, dass Kakao nichts weiter als nur ein leckerer Bestandteil von Schokolade ist?

Schokolade macht glücklich! Ist an dieser Aussage tatsächlich etwas dran? Durchaus, denn Kakao enthält eine beachtliche Menge an Dopamin, Serotonin und Theobromin. Diese Stoffe können auf den Menschen stimmungsaufhellend wirken. Außerdem ist Kakao ein richtiger Mineralstofflieferant. So enthält er mehr Calcium (128 mg/100 g) als Milch, außerdem noch Magnesium (499 mg/100 g), Phosphor (729 mg/100 g), Eisen (14 mg/100 g) und Kupfer (4,2 mg/100 g).

Wissenschaftler der Universität Münster haben noch einen weiteren wertvollen Inhaltsstoff in Kakao nachgewiesen, welchen sie Cocoheal nannten. Dieses Cocoheal soll das Wachstum der Hautzellen unterstützen und somit Falten vorbeugen, Wundheilung fördern und das Risiko von Magengeschwüren vermindern.

Konsum und Verwendung

Neben Schokolade und Kakaopulver gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, Kakao zu konsumieren.

Die wohl ursprünglichste Form bieten hier Kakaonibs. Diese sind nichts anderes als der gebrochene Kern der rohen Kakaobohne. Sie sind, abgesehen vom Zerbrechen der umhüllenden Schale, in keiner Form verarbeitet. Genau weil die Kakaonibs so ursprünglich sind, schmecken sie nicht so, wie man es vielleicht erwartet: Der Geschmack ist herb, leicht süßlich (vergleichbar mit guter, hochprozentiger Schokolade). Sie eignen sich besonders gut zum Backen, allerdings auch als Topping auf dem Müsli oder der Smoothie-Bowl. Da Kakaonibs nicht so süß sind, eignen sie sich auch super in herzhaften Gerichten, zum Beispiel Chili con/sin carne!

Kakaobutter ist ein weiterer, sehr ursprünglicher Bestandteil der Kakaobohne. Obwohl sie einen extrem hohen Fettgehalt hat (über 99%), darf dabei nicht vergessen werden, dass diese Butter das reine Öl des Kakaos ist und somit sehr hochwertiges Fett darstellt. Jeder Köper braucht eine gewisse Zufuhr an gesunden Fetten und Kakaobutter ist nun mal nicht dazu da pur verzehrt zu werden. Mit ihrer hell gelblichen Farbe sieht Kakaobutter etwas unspektakulär aus, kommt aber mit einem absolut genialen Kakaogeschmack daher. Daher eignet sie sich nicht nur dafür, Schokolade herzustellen, sondern auch als aromatischer (und gesünderer) Butterersatz in einem Kuchen. Sie kann außerdem zur Verfeinerung der Schokoladenkuvertüre eines Kuchens oder von Pralinen genutzt werden.

Rezepte

KoRo's Amaranth Superfood Riegel

 

Tags: Wiki, Schokolade
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