KoRo testet

KoRo testet: Schwarzkümmelöl

Hierzulande ist Schwarzkümmel meist nur als dunkler Punkt auf dem Fladenbrot bekannt. In der fernöstlichen Küche ist aber auch das daraus gewonnene Öl sehr beliebt. Welche Vorteile dieses bietet und welcher Anbieter das beste Öl im Sortiment hat, kannst du hier nachlesen.

Um die hier dargestellten Produkte verschiedener Marken objektiv zu vergleichen, haben wir nach eigener Auffassung objektive Kriterien ausgewählt, die die Produkte am besten charakterisieren. Wir vergleichen hier unser Produkt mit anderen Angeboten am Markt, welche nach bestem Wissen und Gewissen objektiv nachprüfbar sind. Wir haben die Produkte erworben und direkt miteinander verglichen. Der Zweck des Vergleiches ist es, mit größtmöglicher Transparenz am Markt über die verschiedenen Angebote aufzuklären. Hierbei kommunizieren wir offen, wie ein Produkt verglichen mit anderen – aber insbesondere verglichen mit unserem eigenen Produkt – anhand der nach unserer Aufassung festgelegten objektiven Kriterien beurteilt wird. Es ist unser Anspruch, uns stetig zu verbessern. Dazu gehört es, positive Aspekte anderer Angebote anzuerkennen und hervorzuheben, aber gleichzeitig auch weniger positive Aspekte objektiv darzustellen, ohne die Produkte anderer Wettbewerber herabzusetzen. Dieser Hinweis ist uns sehr wichtig.

Bildstrecke

Herkunft/ Botanik

Schwarzkümmel ist der Menschheit bereits seit der Antike bekannt und stammt ursprünglich aus Ägypten und Kleinasien. Es gibt Überlieferungen aus dem alten Ägypten nach denen das Öl als Heil- und Pflegemittel verwendet wurde. Auch bei dem Phararo Tutanchamun ungefähr 1350 vor Chr. soll eine Flasche Schwarzkümmelöl im Sarkophag gefunden worden sein. Das spricht dafür, dass das Öl damals als sehr wertvoll angesehen wurde.

Auch „echter Schwarzkümmel“ genannt, gehört die Pflanze zu den Hahnenfußgewächsen und ist damit nicht mit Kreuzkümmel oder Kümmel verwandt. Botanisch wird die Pflanze als Nigella Sativa bezeichnet. In Europa wächst ein ähnlicher Verwandte, die Nigella Damascena, „Jungfer im Grünen“ genannt. Beide haben sehr eindrucksvolle weißlich, violette Blüten.

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Anbau

Schwarzkümmel wächst vor allem an warmen, sonnigen Standorten und benötigt über längere Zeit eine gleichbleibende Temperatur. Nach der Blüte entstehen aus den Blütenständen ovale Kapseln, ähnlich denen des Mohns. Verfärben sich diese zunächst grünen Kapseln braun, sind sie reif zur Ernte. Nach der Blüte stirbt die Pflanze nämlich von unten herab ab und die Kapseln trocknet aus. In ihnen befinden sich die Schwarzkümmelsamen. Es handelt sich dabei um kleine, mattschwarz schimmernde Samen, mit gemusterter Oberfläche. In diesem Stadium erinnert der Geruch an Anis. Um die Samen vor Feuchtigkeit und damit Verderb zu schützen, werden die Pflanzen morgens vor dem Sonnenaufgang geschnitten. So kann sich noch kein Morgentau bilden. Die Pflanzen werden in großen Bündeln gesammelt und anschließend zum Trocknen ausgelegt. Anschließend werden sie gedroschen und damit die Samen aus den Fruchtkapseln entfernt. Die geerntete Samen werden sortiert und abgefüllt.

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Verarbeitung

Um aus den Samen Öl zu gewinnen, werden sie zunächst von Fremdkörpern gereinigt. Schwarzkümmelöl wird in der Regel nur mithilfe der Kaltpressung, einem rein mechanischen Vorgang gewonnen. Hierbei werden weder hohe Temperaturen noch Lösungsmittel eingesetzt, um den Ertrag zu steigern. Die Samen werden über eine Schneckenpresse geleitet, wo mithilfe von Druck das Öl gepresst wird. Schneckenpressen haben den Vorteil, dass relativ wenig Reibung entsteht und damit auch die Temperatur niedrig bleibt. Nur so können die Inhaltsstoffe weitestgehend erhalten bleiben. Als nächster Schritt kann das Öl noch gefiltert werden. Gefiltertes Schwarzkümmelöl enthält weniger Schweb- und Trübstoffe und ist damit länger haltbar. Ungefiltertes Schwarzkümmelöl enthält dagegen mehr sekundäre Pflanzenstoffe und ist deswegen dunkler und etwas herber und schärfer im Geschmack.

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Ein weiterer üblicher Schritt in der Ölproduktion ist die Raffination. Hierbei wird das Öl gereinigt, entparfümiert und durch Erhitzung weiterbehandelt. Dieser Prozess wird vor allem bei Ölen vorgenommen, die hoch erhitzbar sein sollen und einen neutralen Geschmack aufweisen sollen. Dem Charakter des Schwarzkümmelöl würde die Raffination eher schädigen, daher sind diese Öle in jedem Fall unraffiniert.

Inhaltsstoffe

Nun zu den Inhaltstoffen; auf den Propheten Mohammed geht die Aussage zurück, dass Schwarzkümmel alle Krankheiten heilt, bis auf den Tod. Demnach handelt es sich also um ein echtes Wundermittel. Tatsächlich enthält Schwarzkümmelöl überwiegend mehrfach ungesättigte Fettsäuren (60%), darunter die Gamma-Linolensäure. Außerdem sind bis zu 1 % ätherische Öle vorhanden, die eine antioxidative und antibakterielle Wirkung haben. Daneben sind in geringen Mengen Vitamine des B-Komplexes, Folsäure und Niacin enthalten. Auch Eisen, Calcium, Magnesium, Zink und Selen kommen vor. Es gibt verschiedene Studien demnach Schwarzkümmel bei Allergien helfen soll und gegen Hautkrankheiten wirkt. Allerdings sind diese Wirkungen noch nicht vollständig belegt.

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Verwendung

Aufgrund des hohen Anteils an ungesättigten Fettsäuren, eignet sich das Öl nicht zum Braten oder Frittieren. Es sollte besser kalt verwendet werden, zum Beispiel zu Salat oder Brot. Da der Geschmack des Öls sehr intensiv und leicht bitter ist, sollte bei der Dosierung sparsam vorgegangen werden. Einige Anbieter empfehlen auch die Anwendung als Kur, mit jeweils einem Löffel Schwarzkümmelöl am Morgen und am Abend.

In unserem Vergleich haben wir das Öl mithilfe von milden Brot probiert. Das pure Öl ist aufgrund des hohen Anteils von ätherischen Ölen sehr intensiv und scharf. Das Brot diente zur Neutralisierung.

1. KoRo

Das Schwarzkümmelöl von KoRo ist vergleichsweise hell und zitronen- bis honiggelb. Der Geruch ist produkttypisch, mit leichten scharfen und ätherischen Noten. Das Schwarzkümmelaroma ist klar auszumachen. Im Geschmackstest ist das Öl mittelscharf. Die Schärfe macht sich direkt zu Anfang bemerkbar. Anschließend verbreiten sich intensive aromatische und ätherische Aromen. Das Öl ist vergleichsweise flüssig und weniger viskos als andere Vergleichsprodukte. Das KoRo Öl ist kaltgepresst und stammt aus Ägypten. Mit 2,70 € pro 100 ml ist es das zweitgünstigste Produkt im Vergleich.

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2. Seitenbacher

Seitenbacher hat ein intensiv sonnengelbes Schwarzkümmelöl im Sortiment. Im Geruchstest fällt es durch intensive Schwarzkümmelaromen auf. Der Geschmack konnte die Tester nicht überzeugen. Neben scharfen Noten machten die Tester Aromen aus, die sie nach Medizin erinnerte. Das Öl schmeckte insgesamt „grüner“. Diese Geschmackskomponenten lassen auf einen hohen Anteil ätherische Öle schließen und eine niedrige Temperatur bei der Verarbeitung. Das Öl von Seitenbacher ist kaltgepresst und wird als Erstpressung beworben. Die Samen stammen aus Ägypten. Für 100 ml zahlt man online 6,29 €.

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3. Mea Vita

Mea Vita bietet ein Schwarzkümmelöl mit einer dunkelgelben, leicht grünlichen Farbe. Der Geruch ist etwas untypisch und weniger nach Schwarzkümmeöl. Es riecht eher ölig und erinnert an Leinöl. Dieser Eindruck bestätigt sich auch im Geschmackstest. Der typisch scharfe, ätherische Geschmack fehlte und es ist nur ein mildes Schwarzkümmelölaroma wahrnehmbar. Der Geschmack gleicht neutralerem Öl wie Raps- oder Leinöl. Insgesamt ein eher mildes Geschmackserlebnis. Das Öl ist ebenfalls kaltgepresst und kostet 2,65 € pro 100 g.

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4. Schalk Mühle

Das Schwarzkümmelöl von der Schalk Mühle ist eher orange-gelblich. Laut Verpackung soll es ungefiltert sein, jedoch lässt die Farbe darauf schließen, dass ein Filtervorgang vorgenommen wurde. Ungefiltert müsste es aufgrund der schwarzen Farbe der Samen dunkler sein. Im Geruch ist es direkt stechend, intensiv nach Schwarzkümmel. Auch der Geschmack ist sehr stark. Das Öl schmeckt sehr ätherisch nach Lavendel und Teebaumöl. Neben den ätherischen Aromen sind sehr scharfe und bitter Noten vorhanden. Es schmeckt wie ein kosmetisches Öl und weniger zum Verzehr geeignet. Der Anteil an ätherischen Ölen ist in diesem Öl anscheinend besonders hoch. Das Öl ist das einzige, bei dem die Samen aus Österreich stammen. Dementsprechend hochpreisig ist das Produkt. 100 ml Öl kosten 11,90 €.

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5. Nutri Life

Das Öl von Nutrilife fällt direkt auf, da es beinahe schwarz ist. Laut Verpackung ist es ungefiltert und daher befinden sich noch Samenbestandteile im Öl. Der Geruch ist sehr typisch nach Schwarzkümmel und intensiv. Im Geschmack konnten die Tester Unterschiede zu den anderen Ölen feststellen. Neben den typischen scharfen und ätherischen Ölen ist das Öl im Nachgang etwas bitter und schmeckt zudem leicht metallisch. Insgesamt ist der Geschmack intensiv. Für 100 ml Öl von diesem Anbieter zahlt man 2,77 €. Die Samen für dieses Produkt stammen ebenfalls aus Ägypten.

Nutrilife

6. Hübner

Im Vergleichstest war der Öl von der Firma Hübner leicht gelb mit grünlichem Ton. Außerdem waren minimale Schalenbestandteile im Öl enthalten, was dem Produkt eine leichte Trübfärbung verlieh. Im Geruchstest konnten keine Auffälligkeiten festgestellt werden, das Bild war typisch nach Schwarzkümmelöl. Geschmacklich gefiel es einigen Testern besonders gut, weil es weniger scharf war. Es hatte dennoch ätherische und bittere Aromen. Insgesamt war dieses Öl etwas milder. Es handelt sich um das teuerste Produkt mit 15,97 € pro 100 ml. Die Samen für das Öl haben ihren Ursprung ebenfalls in Ägypten.

H-bner

Der Vergleichstest hat gezeigt, dass es sich bei Schwarzkümmelöl um ein recht spezielles Produkt handelt und der Geschmack schwer zu beurteilen ist. Außerdem zeigte sich, dass Öle, die am besten schmeckten, meistens die milderen waren. Milder Geschmack bedeutet aber auch einen geringeren Anteil an charakteristischen Inhaltsstoffen. Hier muss jeder für sich entscheiden, warum und wofür er das Öl anwenden möchte. Herausgestochen ist das Öl der Schalk Mühle, weil es einen sehr hohen Anteil an ätherischen Ölen enthält. Weiterhin wurde das Öl von Hübner geschmacklich am besten bewertet. Das einzige ungefilterte Öl im Vergleichstest war das von Nutrilife. Preis-Leistungs-mäßig gewinnt KoRo, da es geschmacklich gut bewertet wurde und einen günstigen Preis hat.

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