KoRo testet

KoRo testet: Sanddorn Saft

Vielen als „Zitrone des Nordens“ liefert die Sanddornbeere tatsächlich sehr viel Vitamin C. Wie der daraus hergestellte Saft schmeckt und welcher Hersteller uns überzeugen konnte - darum soll es in diesem Vergleich gehen.

Um die hier dargestellten Produkte verschiedener Marken objektiv zu vergleichen, haben wir nach eigener Auffassung objektive Kriterien ausgewählt, die die Produkte am besten charakterisieren. Wir vergleichen hier unser Produkt mit anderen Angeboten am Markt, welche nach bestem Wissen und Gewissen objektiv nachprüfbar sind. Wir haben die Produkte erworben und direkt miteinander verglichen. Der Zweck des Vergleiches ist es, mit größtmöglicher Transparenz am Markt über die verschiedenen Angebote aufzuklären. Hierbei kommunizieren wir offen, wie ein Produkt verglichen mit anderen – aber insbesondere verglichen mit unserem eigenen Produkt – anhand der nach unserer Aufassung festgelegten objektiven Kriterien beurteilt wird. Es ist unser Anspruch, uns stetig zu verbessern. Dazu gehört es, positive Aspekte anderer Angebote anzuerkennen und hervorzuheben, aber gleichzeitig auch weniger positive Aspekte objektiv darzustellen, ohne die Produkte anderer Wettbewerber herabzusetzen. Dieser Hinweis ist uns sehr wichtig.

Herkunft

Ursprünglich stammt die Sanddornpflanze aus Nepal, konnte sich aber aufgrund von eiszeitlichen Verschiebungen weiterverbreiten. Neben Ost- und Westasien findet man Sanddorn daher auch in Mitteleuropa. In Deutschland liegen die Hauptanbaugebiete in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Der Anbau von Sanddorn wurde nämlich in der DDR gefördert, um die Vitamin C Versorgung der Bevölkerung zu sichern und dabei unabhängig von Importen von Südfrüchten zu sein.

Sanddorn gehört zu den Ölweidengewächsen und wird botanisch als Hippophae rhamnoides L.bezeichnet. Der Name bedeutet „leuchtender Pferdedorn“ und stammt aus der Zeit, als das Öl des Sanddorns von reitenden Völkern zur Pflege ihrer Pferde verwendet wurde.

Es gibt mehrere Untersorten, die unterschiedliche Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit und an das Klima stellen. Dazu gehören der Gebirgs-, Karpaten- und Küstensanddorn. Der Name verrät auch gleich, wo diese Sorten zu finden sind. Nicht umsonst assoziiert man in Deutschland den Sanddorn mit Strand und Dünen.

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Ernte

Von Ende August bis Anfang Oktober sollten die Beeren geerntet werden. Danach erhalten die Beeren einen bitteren Beigeschmack. Die Ernte scheint zunächst ungewöhnlich. Es werden ganze Äste, ca. 70 cm über dem Boden von Hand abgeschnitten. Die Äste werden anschließend eingefroren. Diese Vorgehensweise wird angewendet, weil die Beeren sehr fest an den Stilen verankert sind. Das Einfrieren hilft, sie vom Ast zu lösen, ohne die Beeren zu beschädigen. Im gefrorenen Zustand können die Früchte einfach mithilfe von Rüttelautomaten gelöst werden. Anschließend wird die Ernte noch über Sortieranlagen von übrige gebliebenen Blättern und Stängeln befreit. Für die Saftbereitung werden die Früchte gepresst, gekeltert und filtriert direkt abgefüllt. Meist findet noch eine schonende Pasteurisation der Säfte statt, um die Haltbarkeit zu garantieren. Hierzu werden die Säfte kurzzeitig auf 60-90 °C erhitzt. Muttersäfte sind aufgrund ihrer natürlichen Säure nicht zum puren Verzehr vorgesehen. Der Geschmack des Sanddornmuttersafts ist säuerlich kräftig. In unserem Vergleich waren Säfte vorhanden, die neben dem Saft noch Fruchtmark enthielten. Dies unterstütze noch die ohnehin bereits sämige Konsistenz.

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Inhaltsstoffe

Der Vitamin C-Gehalt von Sanddorn ist enorm hoch. Sieben Stück der frischen, kleinen Beeren decken bereits den Tagesbedarf eines Erwachsenen von 95 bis 110 mg. Auch der Muttersaft, also der reine, 100 %-ige Saft aus der Beere enthält noch viel des wertvollen Vitamins. Im Durchschnitt sind 90 mg pro 100 ml enthalten. Neben Vitamin C sind aber auch noch Provitamin A und Vitamin E in relevanten Mengen enthalten.

Verwendung

Der Sanddornsaft wird üblicherweise verdünnt getrunken. Der pure Saft wäre zu intensiv. Man kann ihn beispielsweise als Sanddornschorle trinken oder vermischt mit anderen, süßeren Fruchtsäften. In kälteren Jahreszeiten ist auch die Zubereitung als warmer Sanddorntee, gesüßt mit Honig, beliebt.

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Für unseren Vergleich haben wir drei weitere Produkte mit unserem Sanddornsaft verglichen, denn der Markt für Sanddorndirektsaft ist (noch) begrenzt. Alle Produkte im Vergleich waren aus Beeren aus kontrolliert biologischen Anbau hergestellt. Hier muss nochmals erwähnt werden, dass sich Sanddornsaft generell durch einen sehr sauren und bitteren Geschmack auszeichnet, weswegen die Produkte sensorisch schwer zu beurteilen waren.

1. KoRo – Bio Sanddorn Direktsaft

Der Sanddornsaft von KoRo zeichnet sich optisch durch ein intensives Kurkuma-Gelb aus. Er ist wie zu erwarten produkttypisch sauer und bitter. Der Saft kommt in einer 3 Liter Bag in Box Verpackung daher, was das Eingießen in Gläser sehr einfach machte. Die Beeren für den Saft stammen aus Deutschland. Der Preis liegt bei 8,67 € pro Liter. Damit ist das Produkt Preissieger. Für Sanddorn-Fans ideal!

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2. dmBio – Sanddorn Saft

Dieser Sanddornsaft ist etwas heller und lässt sich farblich als Curry-Gelb beschreiben. Er ist sogar noch saurer und bitterer als der Saft von KoRo. Er enthält neben Sanddornsaft auch Sanddornmark. Jedoch wird nicht angegeben, wie viel Fruchtmark genau enthalten ist. Dm gibt an, dass die Beeren für das Produkt aus Europa kommen. Preislich liegt der Saft auf Platz zwei mit 11,97 € pro Liter.

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3. Rabenhorst – Sanddorn

Die Farbe des Sanddornsaftes von Rabenhorst lässt sich als dunkles, intensives Kurkuma-Gelb beschreiben. Optisch sieht er dem Saft von KoRo zwar zum Verwechseln ähnlich, allerdings ist er etwas zähflüssiger. Geschmacklich ist er sehr bitter, dennoch lässt sich eine ganz leichte fruchtige Note im Abgang erkennen. Die Beeren stammen laut Anbieter ebenfalls aus Europa. Es ist das teuerste Produkt mit 13,91 € pro Liter.

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4. Alnavit – Bio Sanddorn Direktsaft

Geschmacklich unterscheidet sich dieser Saft kaum von dem Produkt von dmBio. Er ist ebenfalls sehr sauer und bitter. Der einzige Unterschied liegt in der Konsistenz. Dieser Saft scheint etwas cremiger zu sein, obwohl kein Fruchtmark zugesetzt ist. Als mögliche Herkunftsländer für die Sanddornbeeren gibt der Hersteller die Länder Deutschland, Polen, Litauen, Rumänien und Ungarn an. Preislich gestaltet sich dieser Saft ähnlich wie der von dmBio mit 12,09 € pro Liter.

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Im Falle des Sanddorns fiel es uns tatsächlich schwer klare Unterschiede festzustellen. Geschmacklich war kein Produkt eindeutig besser oder schlechter als ein anderes. Daher werden wir Dir hier das Produkt mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis ans Herz legen. Und das ist der Sanddornsaft von KoRo.

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