KoRo testet

KoRo testet: rohe Kakaobohnen

Vielleicht hast du schon unsere Kakao Nibs getestet und bist ganz begeistert vom herben, aromatischen Geschmack. Dann wirst du bestimmt auch ein Fan von ganzen Kakaobohnen. Der heutige Test zeigt dir, welche die Richtigen für dich sind.
Stand 04.06.19

Preis
Hersteller
Packungsgröße
Sorte
Aussehen
Geruch
Konsistenz
Geschmack
Bio?
Fair?

Um die hier dargestellten Produkte verschiedener Marken objektiv zu vergleichen, haben wir nach eigener Auffassung objektive Kriterien ausgewählt, die die Produkte am besten charakterisieren. Wir vergleichen hier unser Produkt mit anderen Angeboten am Markt, welche nach bestem Wissen und Gewissen objektiv nachprüfbar sind. Wir haben die Produkte erworben und direkt miteinander verglichen. Der Zweck des Vergleiches ist es, mit größtmöglicher Transparenz am Markt über die verschiedenen Angebote aufzuklären. Hierbei kommunizieren wir offen, wie ein Produkt verglichen mit anderen – aber insbesondere verglichen mit unserem eigenen Produkt – anhand der nach unserer Aufassung festgelegten objektiven Kriterien beurteilt wird. Es ist unser Anspruch, uns stetig zu verbessern. Dazu gehört es, positive Aspekte anderer Angebote anzuerkennen und hervorzuheben, aber gleichzeitig auch weniger positive Aspekte objektiv darzustellen, ohne die Produkte anderer Wettbewerber herabzusetzen. Dieser Hinweis ist uns sehr wichtig.

Bildstrecke

Herkunft

Die botanische Bezeichnung der Kakaopflanze ist theobroma cacao. Das bedeutet so viel wie „Speiße der Götter“. Kakao war bereits den Mayas und Azteken bekannt. Damals galt er als etwas sehr Besonderes und war höheren Gesellschaftsschichten vorbehalten. Die Kakaobohnen wurden zu wichtigen Anlässen als Getränk verarbeitet oder als Gewürz eingesetzt. Geschmacklich hatte das alles wenig mit unserer süßen Schokolade von Heute zu tun.

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Anbau

Die Hauptanbaugebiete für Kakao in heutiger Zeit sind die tropischen Regionen Mittelafrikas, Südamerikas und Südostasiens. Besonders die Elfenbeinküste spielt eine große Rolle in der Kakaoproduktion und liefert beinahe ein Drittel der weltweit nachgefragten Menge. Die Pflanzen benötigen ein warmes Klima und viel Niederschlag. Als Schattengewächse sollten sie dabei nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden. Das ist der Grund, warum der Kakaoanbau häufig in Mischkulturen mit Bananenstauden oder Kokospalmen stattfindet. In dieser Anbauform werden die Bäume bis zu 6 Meter hoch. Aufgrund der klimatischen Bedingungen gibt es zwar kaum jahreszeitliche Einflüsse auf den Anbau, jedoch spielt die Regenzeit eine Rolle bei der Ernte. Die Ernte beginnt gegen Ende der Regenzeit und reicht bis hin zu Beginn der Trockenzeit. Die Bohnen reifen nicht alle gleichzeitig heran und es bedarf viel Erfahrung den Reifegrad der Bohnen zu bestimmten. Daher bedeutet die Ernte meist Handarbeit. Die ca. 20 cm großen, am Stamm wachsenden Schoten werden behutsam von den Bäumen geschnitten. In ihnen befinden sich, umgeben von weißem Fruchtfleisch, die reifen Kakaobohnen. Diese werden mit dem Fruchtfleisch zusammen, unter Ausschluss von Luft etwa 5-6 Tage fermentiert. Dazu werden sie in Bananenblättern eingeschlagen oder in Holzkisten verpackt. Bei der Fermentation bildet sich der typische Geschmack der Kakaobohnen aus und die starke Bitterkeit wird vermindert. Durch die anschließende Trocknung in der Sonne löst sich übrig gebliebenes Fruchtfleisch und es bleibt nur noch eine dünnen Haut um die Bohnen zurück. Nach diesem Schritte können die Bohnen in die schokoladenproduzierenden Länder exportiert werden. Hauptverarbeitungsland ist zurzeit die Niederlande. Dort werden sie geröstet und zu Schokolade weiterverarbeitet. Bei den Kakaobohnen im Test handelt es sich um Rohkakaobohnen, diese werden nicht geröstet.

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Es gibt im Kakaomarkt drei wichtige Sorten mit unterschiedlichen Qualitäten. Als Edelkakao gilt die Sorte Criollo mit einem sehr feinem, ausgebildetem Geschmack. Diese Sorte ist am schwierigsten im Anbau und wächst überwiegend in Ecuador. Forastero ist die Sorte für den Massenmarkt. Sie macht etwa 80% des weltweit gehandelten Kakaos aus und besitzt ein flacheres Aromaprofil als Edelkakao. Dafür ist sie sehr robust und ertragreich im Anbau. Übersetzt bedeutete Forastero übrigens „der Fremde“, in Abgrenzung zu Criollo „der Einheimische“, wobei die Ursprünge der Kakaobohne noch nicht abschließend geklärt sind. Als dritte relevante Sorte wird Trintario gehandelt. Dabei handelt es sich um eine Kreuzung zwischen Criollo und Forastero. Sie gilt ebenfalls als Edelkakaosorte.

Inhaltsstoffe:

Rohkakao hat eine Vielzahl von wertvollen Inhaltsstoffen. Dazu zählen ein hoher Gehalt von Magnesium und Eisen. Außerdem enthält es das sogenannte Theobromin, wie der botanische Name von Kakao bereits verrät.

Nun zu unserem Vergleich:

  1. KoRo

Die Bohnen von KoRo hatten, wie die meisten der anderen Produkte einen leichten weißlichen Belag, der als Rückstand von der Trocknung übrigbleibt. Der Geruch war süßlich und schokoladig. Beim Geschmackstest wurden die Bohnen als bitter und säuerlich beschrieben, mit Noten von dunkler Schokolade. Ein sehr typisches Urteil für rohe Kakaobohnen. Die Konsistenz war eher trockener und die Bohnen zerbrachen beim Beißen in Kakaonibs. Für unsere Kakaobohnen wird die Edelkakaosorte Criollo verwendet. Trotzdem sind die das zweitgünstigte Produkt im Test, mit 1,60 € pro 100 g.

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  1. Classic Coffee

Die Kakaobohnen von Classic Coffee waren die günstigsten im Test. Bei der ersten bestellten Packung konnte man das leider auch erkennen. Optisch fielen einige Bruchstücke und ungleich große Bohnen auf. Beim Geruchstest rümpften die Tester die Nase, es war ein deutlich modriger, pilziger Geruch wahrnehmbar. Das bestätigte sich auch beim Geschmackstest. Die Bohnen schmeckten ranzig und verschimmelt. Leider war diese Charge nicht genießbar. Deshalb kontaktierten wir den Hersteller und dieser bestätigte, dass diese nicht deren angestrebte Qualität war.

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Wir bestellten also erneut bei dem Anbieter und erhielten deutlich sichtbar eine andere Charge. Die neuen Bohnen waren hell braun und es waren keine Bruchstücke oder Schalenteile enthalten. Der Geruch war leider immer noch etwas unangenehm und erinnerte an Erde, jedoch deutlich weniger stark als bei der vorherigen Packung. Der Biss war eher weich und im Mund waren die Bohnen wenig brökelig und kaum trocken. Geschmacklich waren die Bohnen recht mild, mit wenigen sauren oder bitteren Noten. Auch war kaum Schokoladenaroma erkennbar. Diese Packung war zum Verzehr geeignet. Beide Chargen hatten den gleichen Preis mit 1,54 € pro 100 g.

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  1. Biojoy

Das Produkt von Biojoy unterschied sich optisch etwas von den anderen Kakaobohnen. Sie hatten zwar ebenfalls einen weißlichen Belag, es waren aber mehr flache und unförmige Stücke dabei. Die Geruchsnote reichte von schokoladig bis hin zu säuerlich und fermentiert. Geschmacklich wiederum konnten die Bohnen überzeugen. Sie waren eher mild, weniger bitter und sauer als andere Produkte im Vergleich. Das war vor allem für diejenigen was, die noch nicht an den Kakaobohnengeschmack gewohnt waren. 100 g kosten hier 2,40 €.

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  1. Edelmond

Optisch waren die Bohnen relativ ähnlich wie die KoRo Kakaobohnen. Der Geruch war intensiv schokoladig und süßlich. Auch im Geschmackstest konnten sie überzeugen: ein repräsentatives Profil von säuerlich, schokoladig und bitteren Noten. Sogar eine süßliche, buttrige Note wurde wahrgenommen. Die Kakaobohnen wirkten recht hart, zerfielen im Mund jedoch schnell. Neben KoRo ist Edelmond der einzige Hersteller, der die Sorte seiner Kakaobohnen angibt. Es handelt sich um Hispaniola, einer Kreuzung zwischen Criollo und Trinitario, zwei Edelkakaosorten. Die Kakaobohnen von Edelmond sind fair gehandelt und kosten 2,98 € pro 100 g.

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  1. Sevenhills Wholefood

Die Kakaobohnen von Sevenhills Wholefood unterschieden sich auf den ersten Blick von den bisherigen Produkten. Die Schale ist deutlich heller und wie sich später herausstellte auch deutlich dicker und härter. Die Tester fanden die Bohnen dadurch auf jeden Fall optisch ansprechender. Im Geruchstest bekamen sie ebenfalls eine gute Nute. Ein leckere, milde Schokoladennote, mit leichten Vanillearoma. Geschmacklich waren die Bohnen vergleichsweise sauer. Eine starke Bitterkeit wurde vor allem im Abgang deutlich. Mit 2,20 € pro 100 g liegt das Produkt im Preismittelfeld.

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  1. Terra Sana

Das Produkt von Terra Sana fiel ebenfalls auf den ersten Blick auf. Die Bohnen waren noch heller als diejenigen von Sevenhills und sahen damit frischer aus. Der Geruch war eher mild, aber angenehm schokoladig. Im Mund zerbröselten die Bohnen leicht. Im Geschmackstest waren sie ebenfalls bitter und säuerlich, vergleichsweise mild und mit wenig Schokoladenaroma. Das Produkt von Terra Sana ist das Teuerste im Vergleich und kostet 3,20 € pro 100 g.

Raw-side

Insgesamt war das Tasting eher schwierig für die Versuchspersonen, da der herbe, saure Geschmack der Bohnen nicht allen schmeckte. Die Säure entsteht bei der Fermentation und ist ein Zeichen für die Rohkostqualität des Produkts. Außerdem stellte sich heraus, dass der Belag und die Farbe der Bohnen wenig mit dem Geschmack zu tun hatte. Das machte die Bewertung nicht gerade leichter. Daher wählen wir diesmal keinen Favoriten. Dieser Test hat aber gut gezeigt, dass es sich bei Kakaobohnen um einen empfindlichen Rohstoff handelt. Durch den besonderen Schritt der Fermentation durchlaufen Kakaobohnen einen heiklen Entwicklungsstatus, der entscheidend für die spätere Qualität der Bohnen ist. Auch eine vollständige Trocknung ist essentiell, um die Bohnen vor dem Verderb zu schützen. Sollte Ihnen einmal eine schlechte Kakaobohne unterkommen, melden sie sich beim Hersteller.

Tags: korotestet
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