KoRo testet: Paranusskerne

Dieses Mal haben wir für Dich in unserer Vergleichsreihe die Paranüsse getestet und bewertet. Was dabei herauskam und was es alles Interessantes zur Paranuss zu wissen gibt, erfährst Du hier.

Um die hier dargestellten Produkte verschiedener Marken objektiv zu vergleichen, haben wir nach eigener Auffassung objektive Kriterien ausgewählt, die die Produkte am besten charakterisieren. Wir vergleichen hier unser Produkt mit anderen Angeboten am Markt, welche nach bestem Wissen und Gewissen objektiv nachprüfbar sind. Wir haben die Produkte erworben und direkt miteinander verglichen. Der Zweck des Vergleiches ist es, mit größtmöglicher Transparenz am Markt über die verschiedenen Angebote aufzuklären. Hierbei kommunizieren wir offen, wie ein Produkt verglichen mit anderen – aber insbesondere verglichen mit unserem eigenen Produkt – anhand der nach unserer Aufassung festgelegten objektiven Kriterien beurteilt wird. Es ist unser Anspruch, uns stetig zu verbessern. Dazu gehört es, positive Aspekte anderer Angebote anzuerkennen und hervorzuheben, aber gleichzeitig auch weniger positive Aspekte objektiv darzustellen, ohne die Produkte anderer Wettbewerber herabzusetzen. Dieser Hinweis ist uns sehr wichtig.

Die Nuss, die keine Nuss ist

Damit wir das hier einmal geklärt haben: Die Paranuss ist gar keine Nuss im eigentlichen Sinne, sondern ein Samen der Nussfrucht des Paranussbaums. Dieser wächst ausschließlich im Urwald und kann schon mal eine Größe von bis zu 60 Metern erreichen. Seine Frucht ist eine große Kapsel mit aufspringendem Deckel. Passend zum Aussehen der Frucht gehört der Baum zur Familie der Topffruchtbaumgewächse.

Die natürliche Verbreitung der Nussfrucht wird durch kleine Nagetiere vorangetrieben. Sie nagen die Samen auf, fressen sie und verteilen und vergraben anschließend die Reste im Boden. Am besten wächst er an schattigen Plätzchen. Nachdem der Samen gekeimt ist, muss man aber schon mal bis zu zehn Jahre warten, bis der Baum seine ersten Früchte trägt. Dann darf aber wild gesammelt werden.

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Die Ernte findet während der Regenzeit zwischen Dezember und März statt. Hierfür machen sich mehrere tausend Paranuss-Sammler jedes Jahr im Regenwald auf die Suche und legen dafür schon mal 15 Kilometer am Tag zu Fuß zurück. Aber auch das Sammeln an sich ist Knochenarbeit. Pro Baum werden da schon mal 800 bis 1000 Kapseln in einem Radius von 50 Metern gesammelt, die anschließend noch alle zerteilt werden müssen. Meist schafft ein Paranuss-Sammler „nur“ einen Baum pro Tag. Ein gelegentlicher Blick nach oben schadet dabei nie. Eine reife Frucht kann schon mal bis zu drei Kilo auf die Waage bringen. Bei einer Fallhöhe von bis zu 60 Metern kann sich daraus ein beachtliches Geschoss entwickeln. Also Obacht! Das Ergebnis sind ca. 70 kg schwere Säcke, die abermals 4 km durch den Regenwald geschleppt werden müssen, um anschließend weiterverarbeitet zu werden.

Was sich im ersten Moment etwas abschreckend anhört, trägt aber im Wesentlichen zum Schutz des Regenwaldes bei. Paranüsse wachsen bisher nämlich nur wild im Regenwald und konnten bisher noch nicht kultiviert werden. Warum? Für eine optimale Entwicklung sind sie extrem auf das natürliche Ökosystem angewiesen. Zum Beispiel sind nur wenige Bienenarten mit ihrem langen Rüssel zur Bestäubung fähig. Aktuell wird der Regenwald somit noch von seiner Bevölkerung geschützt. Sobald aber weniger Paranüsse gegessen werden, müssen die Bewohner neue Wege zum Überleben finden. Bolivien ist nebenbei der größte Paranuss-Produzent mit einem weltweiten Anteil von 75 % (2017/2018), gefolgt von Peru und Brasilien. In keinem anderen Land findet man sonst Paranussbäume.

Übrigens findet man heutzutage kaum noch ungeschälte Paranüsse im Handel. Der Grund: Durch die hohe Feuchtigkeit während der Ernte, kann es zur Bildung eines krebserregenden Schimmelpilzes kommen, der bis zur Schälung unentdeckt bleibt. Um eine Kontamination zu verhindern und den Verbraucher vor einer bösen Überraschung zu bewahren, werden die Nüsse bereits im Ursprungsland geknackt und dann erst nach Europa transportiert.

Aber was kann die Paranuss eigentlich alles? Neben ihrem hohen Fettgehalt von bis zu 70%, besteht sie auch aus einer Menge Eiweiß. Im Vergleich zu anderen Nusssorten besitzen sie auch einen hohen Anteil an Mineralstoffen wie Calcium, Eisen, Kalium, Magnesium, Phosphor, Zink und Selen. Letzteres macht die Paranuss weiter besonders: Sie ist der größte natürliche Lieferant von Selen. Selen ist ein essenzielles Spurenelement (z.B. unterstützt es die Funktion des Immunsystems), das für uns lebensnotwendig ist. Da unser Körper es nicht selbst bilden kann, kommt uns da die Paranuss gerade recht.

Um für Dich das beste Produkt herauszufinden, findest Du im Folgenden das Ergebnis unseres Vergleichs mit unserem Eigenen und sechs weiteren Produkten.

1. KoRo – Bio Paranusskerne

Die aus Bolivien stammenden Paranusskerne von KoRo gehören auf den ersten Blick zu den größeren ihrer Art. Sie konnten allerdings nicht nur mit äußeren, sondern auch mit inneren Werten punkten. Geschmacklich konnten sie jeden überzeugen und zeichneten sich durch eine intensive, leicht süßliche Note mit einem knackigen Biss aus. Preislich ist es mit 1,99 € pro 100 g eines der günstigsten Produkte. Im Vergleich zu allen anderen Produkten, die sich bei der Verpackungsgröße nur zwischen 100 g und 200 g bewegen, ist unser Produkt sogar in einer 1 kg-Packung erwerblich. 

Para_Koro12. Kluth – Paranusskerne

Die mittelgroßen Paranüsse von Kluth zeichnen sich äußerlich durch ihren relativ geringen Hautanteil aus. Ihre Konsistenz wurde von unseren Testern als leicht mehlig beschrieben. Auch geschmacklich waren sie leider nicht ganz zufriedenstellend. Der Geschmack wurde als wenig intensiv bis ihn zu leicht ranzig beschrieben. Mit einem Preis von 4,08 € pro 100 g ist es auch noch das teuerste Produkt.

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3. Alesto – Paranusskerne

Obwohl die Paranüsse von Alesto zwar die Kleinsten – allerdings mit dem größten Hautanteil – im Vergleich waren, konnten sie mit ihrem Geschmack dennoch jeden Tester beeindrucken. Ihr Geschmack wurde als sehr intensiv und aromatisch beschrieben. Leider entsprach ihre Konsistenz nicht der einer knackigen Nuss, sondern fiel mehr durch ein weiches und gummiartiges Gefühl im Mund auf. Der Preis von 1,50 € pro 100 g katapultiert das Produkt aber definitiv auf den ersten Platz in der Preisspanne.

Para_Alesto14. Alnatura Bio – Paranusskerne

Die Paranüsse von Alnatura Bio fallen genauso wie unser eigenes Produkt aufgrund ihrer Größe positiv auf. Die Meinung unserer Tester geht bei diesem Produkt jedoch etwas auseinander. Einerseits wird der Geschmack als intensiv und leicht süßlich, andererseits aber auch als erdig wahrgenommen. Das Gefühl im Mund wurde als eher trocken beschrieben. Der Preis von 2 € pro 100 g befördert das Produkt preislich in ein solides Mittelfeld.

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5. Edeka Bio – Paranusskerne

Bei der Bio-Marke von Edeka finden wir die Paranusskerne, die geschmacklich als eine der schlechtesten bewertet wurden. Alle Tester beschrieben sie als geschmacklos bis bitter. Zwar zeichnen sie sich auch durch einen knackigen Biss aus, hinterlassen aber dennoch ein trockenes Gefühl im Mund. Preislich liegen sie ebenso wie die Paranüsse von Alesto im mittleren Bereich der Preisspanne mit 2 € pro 100 g.

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6. Seeberger – Paranusskerne

Bezüglich ihrer Größe gleichen sie den Paranüssen von Alnatura Bio und KoRo. Beim Probieren wurden sie als sehr aromatisch und süßlich beschrieben. Die angenehm knackige Konsistenz rundet das Produkt weiter ab. Zwar sind die Nüsse von Seeberger in diesem Fall am teuersten (2,50 € pro 100 g), dafür liefern sie unserer Meinung nach aber auch qualitativ ab. Wen also der Preis nicht abschreckt, sollte hier definitiv zugreifen.

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7. real Quality – Paranusskerne Natur

Geschmacklich konnten diese Nüsse in unserem Test leider nicht überzeugen. Laut unseren Testern schneiden sie in dieser Kategorie am schlechtesten ab. Der Geschmack wird als bitter, geschmacklos und ranzig beschrieben. Leider bleibt auch hier ein unangenehm trockenes Gefühl auf der Zunge zurück. Da hilft es auch nicht, dass sie sich in der Größen-Kategorie im oberen Bereich befinden. Positiv ist hier aber der Preis, der sich mit 1,99 € pro 100g im günstigeren Preisbereich befindet.

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Für unsere Verkostung haben wir darauf geachtet Produktmarken mit einem hohen Wiedererkennungswert auszuwählen. Alle Marken erfreuen sich großer Bekanntheit und sollten in den meisten Lebensmittelgeschäften zu finden sein. Alle Nüsse, deren Herkunft ausfindig gemacht werden konnte, stammen aus Bolivien, der bereits erwähnte Produktionsweltmeister. Bezüglich des Preises gehen die Produkte weit auseinander und reichen von 1,50 € bis hin zu 4,08 € pro 100 g. Für die Tester konnten überraschenderweise doch kleine geschmackliche Unterschiede festgestellt werden, mit denen anfangs nicht gerechnet wurde. Am besten haben uns die Paranüsse von KoRo und Seeberger geschmeckt, da beide eine leichte Süße mitbringen.

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