KoRo testet

KoRo testet: Naturtofu

Tofu ist nur was Vegetarier und Veganer? Falsch gedacht. Durch seine vielfältige Einsatzfähigkeit ist da wirklich für jeden was dabei. Wir zeigen Dir in unserer Vergleichsreihe was es dennoch beim Tofu-Kauf zu beachten gibt.
Stand 21.05.19

Preis
Hersteller
Packungsgröße
Zutaten
Konsistenz und Aussehen
Geschmack
Bio?
Herkunft

Um die hier dargestellten Produkte verschiedener Marken objektiv zu vergleichen, haben wir nach eigener Auffassung objektive Kriterien ausgewählt, die die Produkte am besten charakterisieren. Wir vergleichen hier unser Produkt mit anderen Angeboten am Markt, welche nach bestem Wissen und Gewissen objektiv nachprüfbar sind. Wir haben die Produkte erworben und direkt miteinander verglichen. Der Zweck des Vergleiches ist es, mit größtmöglicher Transparenz am Markt über die verschiedenen Angebote aufzuklären. Hierbei kommunizieren wir offen, wie ein Produkt verglichen mit anderen – aber insbesondere verglichen mit unserem eigenen Produkt – anhand der nach unserer Aufassung festgelegten objektiven Kriterien beurteilt wird. Es ist unser Anspruch, uns stetig zu verbessern. Dazu gehört es, positive Aspekte anderer Angebote anzuerkennen und hervorzuheben, aber gleichzeitig auch weniger positive Aspekte objektiv darzustellen, ohne die Produkte anderer Wettbewerber herabzusetzen. Dieser Hinweis ist uns sehr wichtig.

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Tofu wird aus Sojabohnen gewonnen. Hiermit assoziieren viele leider immer noch die Begriffe „Gentechnik“ und „Regenwald-Rodung“. Es stimmt zwar, dass der größte Teil der Sojabohnen aus Brasilien und den USA stammt und sogar gentechnisch verändert sind. Allerdings werden diese Sojabohnen zur Herstellung von Tierfutter verwendet. Die Sojaprodukte, die in Deutschland für den direkten Verzehr produziert werden, stammen genau nicht aus diesen Gebieten. Typische Herkunftsländer sind China, Kanada, Österreich, Frankreich und teilweise sogar Deutschland. Also weg mit den Vorurteilen. Schauen wir uns nun an, wie Tofu eigentlich hergestellt wird.

Von der Sojabohne zum Tofu

Nach der Ernte der Sojabohnen werden diese im ersten Schritt gründlich gewaschen und für zwölf Stunden eingeweicht. Durch die Aufnahme des Wassers verdoppelt sich dabei die Größe der Bohne. Nachdem die Bohnen püriert wurden, werden sie mit Wasser aufgekocht. Um einen reinen Sojabohnensaft, die Sojamilch, zu erhalten, müssen vorerst die Schalen- und Faserstoffe mittels Sieben getrennt werden.

Im nächsten Schritt wird der Sojabohnensaft mit einem Gerinnungsmittelversetzt. Dadurch kommt es zur Ausflockung der Sojamilch. Dadurch trennen sich die Molke und das Sojaeiweiß. Letzteres ist die Rohmasse für den Naturtofu, den man im Handel kaufen kann.

Damit es die für uns bekannte Blockform erhält, wird es im Anschluss in große Kästen gepresst, in Blöcke geschnitten und in einem Wasserbad abgekühlt.

Der Naturtofu stellt die Basis für alle weiteren Tofuprodukte dar. Es kann zum Beispiel weiter zu Räuchertofu oder anderen Tofuvarianten mit verschiedenen Gewürz- und Kräutermischungen verarbeitet werden.

Naturtofu ist mittlerweile ein weit verbreitetes Produkt. Die Auswahl ist somit sehr groß – für den ein oder anderen vielleicht schon zu groß? Um Dir die Entscheidung etwas zu erleichtern, haben wir sieben Produkte hinsichtlich Aussehens, Konsistenz, Geschmack und Preis für einen Vergleich herangezogen. Alle Produkte wurden ungewürzt in neutralem Öl leicht angebraten.

  1. KoRo – Bio Tofu Natur

Der Tofu von KoRo hat eine weiche Konsistenz und ist mit kleinen Löchern durchzogen, das dem geringen Sojabohnenanteil von nur 20 % geschuldet ist. Dadurch wird der Tofu saftiger und ist auch nach dem Anbraten nicht zu trocken. Geschmacklich bringt er einen dezenten Sojageschmack mit sich, der nicht zu aufdringlich ist. Bei KoRo bekommst Du den Naturtofu in einem 6er-Pack und zahlst dafür 0,92 € pro 100 g.

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  1. GutBio – Tofu

Dieser Tofu unterscheidet sich grundsätzlich vom vorherigen Produkt. Der Tofublock ist sehr dicht und fest. Die Festigkeit geht auch hier einher mit dem in dieser Vergleichsreihe höchsten Sojabohnenanteil von 55 %. Allerdings zerfällt er beim Schneiden auch sehr leicht. Angebraten bleibt der Tofu immer noch trocken und zerbröselt schnell im Mund. Für einen geschmacksneutralen Tofu wurde er allerdings als leicht würzig beschrieben, mit einer dezenten bitteren Note. Der Tofu ist als 2er-Pack erhältlich und kostet pro 100 g nur 0,45 € im Einzelhandel.

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  1. dmBio – Tofu Natur

Der Naturtofu von dmBio ist weich und luftig. Auch er hat – wie bereits der Tofu von KoRo – kleine Luftlöcher. Durch das Anbraten wird er außen etwas knuspriger, bleibt innen aber weich. Geschmacklich konnte er aber nicht überzeugen. Zwar ist Tofu generell ein geschmacksneutrales Produkt, das nach Belieben würzig verfeinert werden kann, im direkten Vergleich zeigten sich andere Tofublöcke dennoch als geschmacksintensiver. Dieser schmeckt leider nur wässrig und fad. Im Handel erhält man ihn bereits für 0,63 € pro 100 g. 

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  1. Alnatura – Tofu Natur

Bei Alnatura erwartet uns ein ebenfalls etwas weicherer und feuchter Tofu. Beim Schneiden zerbröselt er etwas. Beim Geschmackstest überzeugte er allerdings viele Tester, durch seine saftige und dennoch knusprige Konsistenz. Tatsächlich hat dieser Tofu eine interessante Geschmacksnote, die leicht an Ei erinnert. Er ist zwar mit einem Preis von 0,82 € pro 100 g eines der teureren Produkte, dafür schmeckt er aber auch.

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  1. EnerBio – Tofu Natur

Dieser Tofublock hebt sich optisch durch seinen hellgrauen Farbton von den anderen Produkten ab. Er ist relativ hart und trocken und lässt sich kaum schneiden ohne zu zerbröseln. Auch angebraten bleibt er trocken und fest. Geschmacklich hebt er sich weder positiv noch negativ von den anderen Produkten ab. Ein klassischer Tofu ohne besonderen Geschmack. Das sollte aber vorerst nicht weiter stören, da die richtige Würzung beinahe jeden Tofu in eine geschmacksvolle Zutat verwandeln kann. Preislich liegt es ziemlich weit vorne mit 0,62 € pro 100 g.

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  1. ReweBio – Natur-Tofu

Der Tofu von Rewe-Bio ähnelt hinsichtlich seiner Konsistenz dem Tofu von EnerBio: Fest, trocken und bröselig. Auch angebraten bleibt er trocken und zerfällt im Mund. Geschmacklich bringt er aber dennoch eine individuelle Note mit, die den ein oder anderen an Hühnerfleisch erinnerte; dafür vielleicht das ideale Ersatzprodukt? Es ist das zweitgünstigste Produkt mit 0,50 € pro 100 g.

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  1. Taifun – Tofu Natur

Der Naturtofu von Taifun sticht mit seiner hellen und reinen weißlichen Farbe positiv ins Auge. Er ist trotz seines hohen Sojabohnenanteils von 55 % weich und saftig. Angebraten bleibt er angenehm saftig und erhält zusätzlich eine leicht krosse Haut. Im Mund zerfällt er nicht, sondern hat guten Biss. Auch dringt ein leichter Ei-Geschmack durch, der positiv auffiel. Mit 0,80 € pro 100 g ist er zwar etwas teurer, dafür bekommt man auch was für sein Geld.

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Beim Geschmacktstest stellte sich heraus, dass es bei Naturtofu weniger um den eigentlichen Geschmack geht, denn Tofu ist von Natur aus relativ geschmacksarm, sondern um seine Konsistenz. Es kann grob zwischen zwei Sorten unterschieden werden: Weicher und fester Tofu. Der feste Tofu wie jener von GutBio, ReweBio und EnerBio eignen sich für Gerichte, die mehr Biss oder eine Fleischalternative erfordern. Der bröselige Tofu von EnerBio eignet sich zum Beispiel hervorragend für ein vegetarisches oder veganes Chili, für das man den Tofu zerkleinern muss. Die weicheren Varianten passen dagegen perfekt zu asiatischen (Eier-)Gerichten. Hier konnte vor allem der Tofu von Taifun überzeugen. Je nach dem, welche Aufgabe Tofu im Gericht erfüllen muss oder welche Konsistenz benötigt wird, fällt die Wahl auf ein anderes Produkt.

Tags: korotestet
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