KoRo testet

KoRo testet: Kürbiskernmus

Was glänzt denn da so schön grün? Na, Kürbiskernmus! Welches uns am besten gefallen hat und was es alles über Kürbiskerne zu wissen gibt, kannst du hier nachlesen.

Um die hier dargestellten Produkte verschiedener Marken objektiv zu vergleichen, haben wir nach eigener Auffassung objektive Kriterien ausgewählt, die die Produkte am besten charakterisieren. Wir vergleichen hier unser Produkt mit anderen Angeboten am Markt, welche nach bestem Wissen und Gewissen objektiv nachprüfbar sind. Wir haben die Produkte erworben und direkt miteinander verglichen. Der Zweck des Vergleiches ist es, mit größtmöglicher Transparenz am Markt über die verschiedenen Angebote aufzuklären. Hierbei kommunizieren wir offen, wie ein Produkt verglichen mit anderen – aber insbesondere verglichen mit unserem eigenen Produkt – anhand der nach unserer Aufassung festgelegten objektiven Kriterien beurteilt wird. Es ist unser Anspruch, uns stetig zu verbessern. Dazu gehört es, positive Aspekte anderer Angebote anzuerkennen und hervorzuheben, aber gleichzeitig auch weniger positive Aspekte objektiv darzustellen, ohne die Produkte anderer Wettbewerber herabzusetzen. Dieser Hinweis ist uns sehr wichtig.

Herkunft

Essbare Kürbisse sind bereits sehr lange als Nutzpflanze bekannt und stammen ursprünglich vom amerikanischen Kontinent. Bereits die Azteken schätzen die Inhaltstoffe und nutzen sowohl das Fruchtfleisch als auch die Kerne. Nach der Entdeckung Amerikas durch die Europäer wurden die uns heute bekannten Kürbisarten durch Seefahrer nach Europa gebracht.

Kürbiskerne und das daraus gewonnene Kürbiskernöl stammen von speziellen Ölkürbissen und nicht etwa vom Speisekürbis aus dem Supermarkt. Bei diesen haben sich nämlich evolutionsbedingt die verholzten, festen Häutchen um die Kerne zurückgebildet. Das macht die Gewinnung der Kerne deutlich einfacher. Der erste Ölkürbis wurde Ende des 19. Jahrhunderts in der Steiermark entdeckt. Die steirischen Kürbiskerne sind auch heute noch eine Spezialität!

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Botanik

Kürbisse, wie wir sie kennen gehören zur Klasse der Cucurbita. Diese ist Teil der Familie der Kürbisgewächse „Cucurbitaceae“ zu denen auch Gurken und Melonen gehören. Botanisch gesehen handelt es bei Kürbissen übrigens um einen Beere, denn die Kürbiskerne befinden sich im Fruchtfleisch eingebettet. Aufgrund der extrem harten Schale wird der Kürbis auch „Panzerbeere“ genannt. Es gibt eine Vielzahl von Kürbissorten in unterschiedlicher Form, Größe und Farbe. Für die Gewinnung von Kürbiskernen kommen nur einige wenige Sorten in Betracht.

Anbau und Verarbeitung

Kürbisse mögen es warm und sind empfindlich gegenüber Frost. Zu Beginn der Wachstumsphase brauchen sie außerdem viel Wasser. Auch die Sonneneinstrahlung spielt eine Rolle, denn je mehr Sonne zur Verfügung steht, desto besser die Färbung, das Aroma und der Geschmack der Kürbiskerne. Geerntet werden kann zwischen August und Oktober. Ölkürbisse werden meist überreif geerntet, da sich die Kerne dann besser aus dem Fruchtfleisch lösen lassen. Ein Kürbis, egal wie groß er ist, trägt übrigens immer rund 150 Kerne. Fruchtfleisch und Samen werden noch in der Erntemaschine getrennt und nur die Samen eingesammelt. Diese werden anschließend gereinigt und schonend getrocknet. Für eine intensivere Aromabildung findet anschließend meist eine schonende Röstung statt. Für das Mus werden die Kerne anschließend mechanisch vermahlen. Hierbei tritt das Nussfett aus und die Masse wird lecker cremig. Aufgrund der in dem Samenhäutchen enthaltenden grünen sekundären Pflanzenstoffen wird das Kürbiskernmus intensiv grün.

Österreich spielt in der weltweiten Produktion von Kürbiskernen eine entscheidende Rolle, ca. 40% der weltweiten Produktion stammt aus der Steiermark. Diese Kürbiskerne gelten als besonders qualitativ hochwertig und daraus gewonnenes Öl darf ein besonderes Siegel tragen, dass die traditionelle Herkunft benennt. Daneben trägt China heutzutage einen großen Teil zur Kürbiskernproduktion bei.

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Inhaltsstoffe

Kürbiskerne und damit auch das enthaltene Mus enthalten sehr viele Mineralstoffe. 100 g enthalten signifikanten Mengen Eisen und Vitamin E. Außerdem bieten sie viel Magnesium und Phosphor. Beide tragen zur Erhaltung normaler Knochenstrukturen bei. Kürbiskerne sind zudem noch eine tolle Quelle von pflanzlichen Eiweiß mit 35 g pro 100 g.

Verwendung

Das lecker nussige, intensive Kürbiskernmus ist vielseitig einsetzbar. Hier findest du ein Rezept für einen herbstliche Aufstrich. Im Sommer kannst du das Mus aber auch mal über eine Kugel Vanilleeis geben, ein Traum!

In unserem Test haben wir Kürbiskernmuse aus gerösteten Kürbiskernen verkostet. Die Röstung verstärkt das nussige Aroma der Kerne. Noch ist Kürbiskernmus jedoch etwas für echte Kenner. Im Markt wurden lediglich drei Vergleichsprodukte ausfindig gemacht.

       1.  KoRo

Das Mus von KoRo war intensiv hellgrün und sah damit ansprechend aus. Beim Öffnen des Glases waren keine öligen Ablagerungen zu sehen und das Mus ließ sich leicht umrühren. Der Geruch war frisch, etwas grünlich und erinnerte an ungeröstete Kürbiskerne. Das Mundgefühl gefiel den Testern weniger, da das Mus sehr klebrig und pastös war und somit lange im Mund blieb. Der Geschmack erinnerte mild an Kürbiskerne. Die Kürbiskerne stammen aus China und werden in Deutschland geröstet und vermust. Mit 2,20 € für 100 g ist es mit Abstand das günstigste Angebot.

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  1. 1001 Frucht

Das Mus von 1001 Frucht war intensiv grasgrün. Einige Tester empfanden das als unnatürlich, jedoch enthält es keine weiteren Zusätze. Beim Öffnen war eine dünne Ölschicht auf dem Mus, jedoch ließ sich durch Rühren schnell eine homogene Masse herstellen. Das Mus hatte einen frischen, grünlichen Geruch mit leichten Noten nach Nuss. Im Mund war das Kürbiskernmus weniger klebrig und angenehm zu verkosten. Es schmeckte typisch nach Kürbiskernen. Dieses Mus ist das einzige aus steirischen Kürbiskernen. Zwar wird auf der Verpackung von einem BIO Kürbiskernmus geschrieben, jedoch ist keine EU-Bio Siegel vorhanden. Auf Nachfrage teilte uns der Hersteller mit, dass er sich momentan im Zertifierzierungsprozess befindet und die Rohstoffe bereits aus kontrolliert biologischem Anbau stammen. Es handelt sich um das teuerste Produkt mit 3,80 € pro 100 g.

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  1. Monki

Monki’s Kürbiskernmus unterschied sich optisch von den anderen, weil es ein eher bräunliches Grün aufwies. Es war ebenfalls eine leichte Ölschicht, jedoch ließ es sich deutlich schwerer rühren als die Vergleichsprodukte. Hier schien die Mahlung etwas gröber gewesen zu sein. Im Geruchstest wurden klare Röstnoten und nussige Aromen wahrgenommen. Die Tester lobten das gute Mundgefühl, das weniger klebrig war. Im Geschmackstest war dieses Mus der Sieger. Es schmeckte intensiv nach gerösteten Kürbiskernen und hatte somit auch deutlich nussigere Noten. Außerdem schmeckten die Tester das zusätzlich zugegebene Salz heraus. Es intensivierte noch zusätzlich die zuvor wahrgenommen Aromen. Die Kürbiskerne für das Mus stammen aus China. Preislich liegt es im Mittelfeld und kostet 3,30 € pro 100 g.

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  1. Eisblümerl

Farblich ähnelte das Mus von Eisblümerl dem von 1001 Frucht. Es war ebenfalls intensiv grasgrün. Das Mus war sehr homogen und ließ sich leicht Umrühren. Es waren kaum Geruchsnoten wahrnehmbar, lediglich ein Spur von Nussigkeit. Auch hier bemängelten die Tester die klebrige Konsistenz. Geschmacklich war es mild nach Kürbiskernen und leicht bitter. Die Kürbiskerne für dieses Mus sind die einzigen aus kontrolliert biologischem Anbau im Vergleich und stammen aus China. 2,52 € zahlst du für 100 g, der zweitgünstigste Preis.

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Im Vergleich fiel auf, dass der Röstgrad der Produkte sehr unterschiedlich ausfällt. Nur so lassen sich die unterschiedlichen Geschmacksvariationen erklären. Eindeutiger Sieger im Geschmackstest war das Mus von Monki. Es ist deutlich stärker geröstet und enthält noch zusätzliches Salz. Kürbiskernmus enthält von Natur aus etwa 0,05 g Salz pro 100 g. Das Mus von Monki enthält 0,33 g, was bedeutet, dass ungefähr 0,28 g pro 100 g Salz hinzugefügt wurden. Eine geringe Menge, die im Geschmackstest jedoch den Unterschied macht. Zweiter Platz gehört dem Mus von 1001 Frucht. Hier macht sich wohl die steirische Herkunft der Kürbiskerne bemerkbar. KoRo und Eisblümerl schnitten ungefähr gleich ab. Hier wurde vor allem die Konsistenz kritisiert. Preissieger im Vergleich ist das Kürbiskernmus von KoRo.

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