KoRo testet: Getrocknete Apfelringe

“An apple a day keeps the doctor away”: so sagt man zumindest immer. Alternativ zum Apfel haben wir aber auch leckere getrocknete Apfelringe für Dich im Angebot.

Um die hier dargestellten Produkte verschiedener Marken objektiv zu vergleichen, haben wir nach eigener Auffassung objektive Kriterien ausgewählt, die die Produkte am besten charakterisieren. Wir vergleichen hier unser Produkt mit anderen Angeboten am Markt, welche nach bestem Wissen und Gewissen objektiv nachprüfbar sind. Wir haben die Produkte erworben und direkt miteinander verglichen. Der Zweck des Vergleiches ist es, mit größtmöglicher Transparenz am Markt über die verschiedenen Angebote aufzuklären. Hierbei kommunizieren wir offen, wie ein Produkt verglichen mit anderen – aber insbesondere verglichen mit unserem eigenen Produkt – anhand der nach unserer Aufassung festgelegten objektiven Kriterien beurteilt wird. Es ist unser Anspruch, uns stetig zu verbessern. Dazu gehört es, positive Aspekte anderer Angebote anzuerkennen und hervorzuheben, aber gleichzeitig auch weniger positive Aspekte objektiv darzustellen, ohne die Produkte anderer Wettbewerber herabzusetzen. Dieser Hinweis ist uns sehr wichtig.

Soo viele Äpfel

Was haben Rosen und Äpfel gemeinsam? Genau, sie gehören beide der gleichen Pflanzenfamilie an, den Rosengewächsen. Würde man auf den ersten Blick wahrscheinlich gar nicht denken. Die Gattung der Äpfel besteht aus weiteren 42 bis 55 Arten, von denen der Kulturapfel (Malus domestica) die weltweit bekannteste und wirtschaftlich bedeutendste Art darstellt. Mittlerweile findet man rund 30 000 verschiedene Apfelsorten auf der Welt und alle sind essbar. Nur weil es aber immer mehr Sorten gibt, heißt das noch lange nicht, dass wir auch immer mehr essen. Im Gegenteil: Während der deutsche Durchschnittsbürger vor 10 Jahren noch ca. 28 kg Äpfel im Jahr verdrückte, sind es heutzutage nur noch 18 kg. Stattdessen essen wir immer mehr exotische Früchte.

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Wo sich die Vitamine verstecken

Ein Apfel besteht zwar zu 85 % aus Wasser, die restlichen 15 % haben es aber wirklich in sich. Sie enthalten zahlreiche Mineralstoffe, Spurenelemente, Ballaststoffe und Vitamine wie zum Beispiel Vitamin B1, B2, B6, C und E. Da sich die meisten Vitamine und Spurenelemente in der Schale und im Kerngehäuse befinden, sollten wir diese eigentlich immer mitessen. Den Rest hat die Natur tatsächlich nur erfunden, damit wir die verspeisten Kerne später wieder in der Landschaft verteilen. In Wirklichkeit sind nämlich die Kerne die eigentlichen Früchte und der Apfel an sich ist nur eine Scheinfrucht.

Übrigens: Wer sich mal wieder zu grüne Bananen gekauft hat und von Natur aus viel zu ungeduldig ist, kann sich einfach einen Apfel neben die Bananen legen. Warum? Äpfel reifen auch nach der Ernte weiter und strömen dabei das Reifungsgas Ethylen aus, wodurch auch anderes Obst in der Nähe schneller reifer wird.

Vom Apfel zum Apfelring

Zur Herstellung von Apfelringen werden reife Äpfel verwendet. Nachdem die Äpfel gewaschen und das Kerngehäuse entfernt wurde, werden sie optional geschält und in Ringe geschnitten.

Anschließend werden sie an heißer Luft bei Temperaturen zwischen 40 und 70 °C getrocknet. Dieser Vorgang wird auch als auch Dörren bezeichnet und ist eine der ältesten Konservierungsarten. Die Dicke der Ringe entscheidet über die Länge der Dörrzeit. In der Industrie wird bei der Herstellung von Trockenobst gelegentlich noch Schwefeldioxid eingesetzt, um die Haltbarkeit zu verlängern und um dem Obst ein schönes Aussehen zu verleihen. Da die Apfelringe beim Trocknen viel Feuchtigkeit verlieren, braucht man für ein Kilo Apfelringe ganze zehn Kilo Äpfel.

Nun wollen wir aber mal sehen welche Apfelringe sich in unserem Vergleich am besten geschlagen haben.

1. KoRo – Getrocknete Apfelringe

Bei den Apfelringen von KoRo fällt sofort auf, dass sie sehr groß, dick und alle als komplette Ringe vorhanden sind. Ihre orange-hellbraune Farbe verleiht ihnen zusätzliches ein natürliches Aussehen. Ihre Konsistenz kann als weich beschrieben werden. Geschmacklich zeichnen sie sich durch eine milde Apfelnote aus, kombiniert mit einer leichten Süße. Der unschlagbare Preis von 0,99 € pro 100 g rührt wahrscheinlich daher, dass dieses Produkt in einer riesigen 1 kg-Packung erhältlich ist. Ein Apfelringe-Fan, der auf einen unaufdringlichen Apfelgeschmack und große, dicke Ringe steht, sollte hier auf jeden Fall zuschlagen.

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2. Seeberger – Apfelringe

Optisch fallen die kleinen, dünnen Apfelringe sofort auf. Ihre grellgelbe Farbe wirkt beinahe unnatürlich. Das könnte in direktem Zusammenhang mit dem hier enthaltenen Antioxidationsmittel „Schwefeldioxid“ stehen. Die Schwefelung ist eine altbekannte Konservierungsmethode. Zum einen wird durch das zugesetzte Schwefel die Wirkungsweise von Enzymen gehemmt, sodass die Früchte ihre Farbe länger behalten. Somit sind geschwefelte Früchte meistens sehr leuchtend. Zum anderen wirkt Schwefel auch als Konservierungsstoff, der das Wachstum von Bakterien, Pilzen und Hefe hemmt. Damit wird einer Fäulnis vorgebeugt und das Obst bleibt länger haltbar. Zu unserer Enttäuschung wirkt sich das Antioxidationsmittel aber auch auf den Geschmack aus. Sie schmecken leicht säuerlich, gleichzeitig aber auch chemisch. Hinzu kommt die für uns negativ zu bewertende pappige Konsistenz der Apfelringe. Aufgrund dessen kann von uns für dieses Produkt keine Kaufempfehlung ausgesprochen werden. Übrigens: Es ist auch das einzige Produkt in dieser Vergleichsreihe, das nicht als Bio-Produkt deklariert wurde. Der Preis von 2,31 € pro 100 g liegt in der teureren Hälfte der Preisspanne.

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3. Alnatura – Bio Apfelringe

Farblich erinnern sie stark an die Apfelringe von KoRo – orange-hellbraun – sind aber etwas kleiner und dünner. Hinzu kommt, dass fast nur noch Teilstücke der ursprünglichen Ringe in der Tüte zu finden sind. Beim Abbeißen bemerkt man schnell wie trocken und gleichzeitig zäh die Apfelringe sind. Geschmacklich fallen sie ebenfalls zurück. Eine anfangs dezent säuerliche Note wird schnell von einem leicht muffigen Nachgeschmack eingeholt. Da man für 100 g auch noch 2,79 € hinlegen muss, bleiben die Apfelringe von Alnatura beim Preis-Leistungs-Verhältnis auf der Strecke.

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4. DmBio – Trockenobst Apfel-Ringe

Auch in dieser Tüte findet man mehr kleine Bruchstücke als ganze Apfelringe. Sie haben eine sehr hellgelbe Farbe mit teilweise braunen Stellen in der Mitte. Optisch also weniger ansprechend. Beim Reinbeißen fällt allerdings die Konsistenz positiv auf. Sie sind fest, aber trotzdem nicht zäh. Auch geschmacklich machen sie ihr Aussehen wieder wett. Eine angenehme Süße und eine säuerliche Note treffen hier zusammen und gleichen sich wunderbar aus. Mit einem Preis von 1,96 € pro 100 g kann das Produkt ebenfalls punkten, da es damit das zweitgünstigste Produkt dieser Reihe ist.

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5. Rapunzel – Apfelringe

Auch hier kommen einem beim Öffnen der Tüte hauptsächlich sehr viele kleine und ungleichmäßige Bruchstücke entgegen, bei denen teilweise noch Apfelhautstückchen zu erkennen sind. Der Farbton lässt sich als ein natürliches Orange-braun beschreiben. Beim Kauen fühlen sie sich aber nicht nur zäh, sondern auch pappig an. Auch geschmacklich kann dieses Produkt nicht überzeugen. Es hinterlässt, laut unseren Testern, nur einen faden Geschmack im Mund zurück. Eine süßliche Note ist kaum zu erschmecken. Die Apfelringe von Rapunzel fallen allerdings nicht nur optisch und geschmacklich zurück, sondern auch preislich. Der Preis von 3,79 € pro 100 g macht es zu den teuersten Apfelringen.

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6. enerBio – Apfelringe

Die Apfelringe von enerBio sind eindeutig die dunkelsten Ringe von allen. Sie sind mittelgroß und relativ dick, was positiv auffällt. Ihre Konsistenz ist angenehm weich. Geschmacklich fallen sie bei den meisten Tester sehr positiv auf. Durch ihre aromatisch, herzhafte und leicht karamellige Note heben sie sich von den Konkurrenzprodukten ab. Das „Geheimnis“ liegt hier an einer Extra-Zutat, die in den anderen Produkten fehlt: Sonnenblumenöl. Da Fett als Geschmacksträger bekannt ist, erklärt es auch den etwas intensiveren Geschmack. Der solide Preis von 1,99 € pro 100 g ist für uns ebenfalls akzeptabel.

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Unsere Testreihe hat wieder mal gezeigt, wie unterschiedlich manche Produkte doch sein können. Die Apfelringe haben sich nicht nur in ihrem Geschmack, sondern auch in ihrer Form, Größe, Farbe und Konsistenz unterschieden. Es zeigte sich abermals, dass sich Qualität nicht immer proportional mit dem Preis verbessert. Im Gegenteil: Die drei günstigsten Produkte – KoRo, dmBio und enerBio – überzeugten uns geschmacklich sogar am meisten. Wer es nur leicht süßlich mag, ist bei den großen Apfelringen von KoRo am besten aufgehoben. Wem allerdings eine leicht säuerliche Note mehr zusagt, sollte sich für die Apfelringe von dmBio entscheiden. Die Apfelringe von enerBio fielen geschmacklich zwar am meisten auf, sind aber nur für Leute geeignet, die es gerne in Kauf nehmen, dass das Produkt zusätzlich noch mit Öl versetzt wurde. Das könnte echte Naturprodukt-Fans eventuell abschrecken.

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