KoRo testet

KoRo testet: Feigen

Die Feige gehört zu einer der ältesten Kulturpflanzen überhaupt und wird als leckerer Energielieferant geschätzt. Dieser Vergleich zeigt dir, welche Unterschiede es im Geschmack und Aussehen gibt.

Um die hier dargestellten Produkte verschiedener Marken objektiv zu vergleichen, haben wir nach eigener Auffassung objektive Kriterien ausgewählt, die die Produkte am besten charakterisieren. Wir vergleichen hier unser Produkt mit anderen Angeboten am Markt, welche nach bestem Wissen und Gewissen objektiv nachprüfbar sind. Wir haben die Produkte erworben und direkt miteinander verglichen. Der Zweck des Vergleiches ist es, mit größtmöglicher Transparenz am Markt über die verschiedenen Angebote aufzuklären. Hierbei kommunizieren wir offen, wie ein Produkt verglichen mit anderen – aber insbesondere verglichen mit unserem eigenen Produkt – anhand der nach unserer Aufassung festgelegten objektiven Kriterien beurteilt wird. Es ist unser Anspruch, uns stetig zu verbessern. Dazu gehört es, positive Aspekte anderer Angebote anzuerkennen und hervorzuheben, aber gleichzeitig auch weniger positive Aspekte objektiv darzustellen, ohne die Produkte anderer Wettbewerber herabzusetzen. Dieser Hinweis ist uns sehr wichtig.

Herkunft

Der Feigenbaum stammt ursprünglich aus dem vorderasiatischen Raum. Dem Menschen sind seine Früchte als Nahrungspflanze schon lange bekannt und finden sowohl in der griechischen Mythologie als auch in der Bibel Erwähnung. Hier steht sie häufig als Symbol für Fruchtbarkeit.

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Anbau

Spricht man von der Feige, sind die Früchte des Ficus Carica gemeint, der Echten Feige. Sie gehört zu den Maulbeergewächsen und wächst an Sträuchern oder kleinen Bäumen. Es gibt viele verschiedene Sorten, die sich in Schalendicke, Größe und Geschmack unterscheiden. Häufig stammen die in Deutschland erhältlichen Feigen aus der Türkei, wobei es sich dann wahrscheinlich um die Sorte Smyrna handelt. Diese gilt als besonders qualitativ hochwertig. Feigen wachsen aber auch in anderen Ländern rund um den Mittelmeerraum, wie Griechenland, Spanien und Algerien. Mittlerweile sind sie sogar in Teilen Süd- und Mittelamerikas eingebürgert. Auch hierzulande in den milderen Klimazonen gedeiht der ein oder andere Feigenbaum. Besonders in der Weinanbauregion hat man gute Chancen einen Feigenbaum zu kultivieren. Die Pflanze benötigt wenig Wasser, aber reagiert empfindlich auf niedrige Temperaturen. Es gibt auch frostharte Sorten, jedoch bilden diese eher kleine und weniger süße Früchte.

Bei Feigenbäumen, die Früchte tragen, handelt es sich immer um weibliche Bäume. Sie benötigen männliche Bäume und die Hilfe einer speziellen Gallwespe, um Früchte auszubilden. Diese transportiert nämlich die Pollen der männlichen Blüte auf die weiblichen Blütenstände. Die Blüten sind nicht als solche zu erkennen, sondern befinden sich im Inneren der Feige, die daher auch als Scheinfrucht bezeichnet wird. Nach der Befruchtung werden aus den Blütenständen winzig kleine Steinfrüchte ausgebildet. Diese kannst du beim Essen als Samen innerhalb einer Feige wahrnehmen. Feigen werden mehrmalig im Jahr reif und sind damit unter den optimalen klimatischen Bedingungen sehr ertragreich.

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Verarbeitung

Für die getrocknete Version der Feigen, werden die Früchte geerntet, wenn sie schon ein wenig eingetrocknet sind und der Wassergehalt um 30% bis 50% gesunken ist. Dann sind sie bereit von Hand gepflückt zu werden und zur vollständigen Trocknung in der Sonne oder speziellen Wärmeöfen ausgelegt zu werden.

Vor der Abpackung werden die Feigen mithilfe von speziellen Lichtanlagen auf Aflatoxine untersucht. Es handelt sich dabei um Ausscheidungsprodukte von Schimmelpilzen, die für den Menschen giftig sein können. Frische Feigen sind aufgrund ihres hohen Feuchtigkeitsgehalt anfällig für Schimmelpilze. Mit der beschriebenen Methode kann jedoch sichergestellt werden, dass verkaufte Feigen keine Aflatoxine enthalten. Für den konventionellen Handel werden Feigen in der Regel noch mit speziellen Chemikalien weiterbehandelt, um sie vor Verderb und Schädlingsbefall zu schützen. Bei Feigen aus kontrolliert biologischem Anbau ist dieser Schritt nicht erlaubt. Stattdessen wird ein spezielles Kälteverfahren angewandt, um die Haltbarkeit der Früchte zu verbessern. Bei Bio-Feigen tritt daher auch häufiger ein weißer Belag auf. Es handelt sich dabei nicht um Schimmel, sondern um ausgetretenen Fruchtzucker, der auf der Oberfläche eintrocknet. Konventionelle Haltbarkeitsmethoden verhindern diesen Vorgang meist. Gut zu wissen also, dass der weißliche Belag eher für die Natürlichkeit des Produkts steht und nicht für eine schlechtere Qualität!

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Nach dem Trocknen werden die Feigen in spezielle Formen gebracht. In unserem Vergleich haben wir Natural und Protoben Feigen untersucht. Natural Feigen werden ohne Verformung lose in Kisten geschüttelt und abgepackt. Protoben Feigen werden zunächst flach gedrückt, anschließend in die ursprüngliche Birnenform gebracht und dann schuppenförmig in Kartons gelegt und lose verkauft. Es gibt noch Pulled, Lerida, Baglama, Loccum und Layers als Aufbereitungsformen. Diese werden zumeist für kleine Schachteln in verschiede Formen hergerichtet, zum Beispiel würfel- oder halbmondförmig.

Feigen werden nach Gewicht klassifiziert, dabei gilt Größe No. 1 wenn bei einem Kilogramm 35-40 frische Feigen gezählt werden. Am leichtesten sind Feigen der Klasse No. 9, hier kommen 81-100 frische Feigen auf ein Kilo. Die Klassifizierung sagt nicht unbedingt etwas über die Qualität der Früchte aus. Kleiner Früchte besitzen häufig ein intensiveres, süßeres Aromen, wohingegen größere Exemplare häufig eine dickere Schale besitzen.

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Inhaltsstoffe

In den getrockneten Feigen konzentrieren sich die wertvollen Inhaltstoffe der frischen Feigen. Sie enthalten viele Ballaststoffe. Dazu kommen Kalium, Calcium und Magnesium. Außerdem sind einige Vitamine des B-Komplexes vorhanden.

Verwendung

Der hohe Zuckergehalt wird vor allem von Ausdauersportlern geschätzt, da die Feige als schneller Energielieferant dienen kann. Feigen sind aber auch für jeden lecker als Snack, kleingeschnitten ins Müsli oder zur Herstellung eigener Fruchtriegel

      1. KoRo

Die Feigen von KoRo sind hell, weisen keine Auffälligkeit auf und sind vergleichsweise groß. Sie haben einen leichten weißlichen Belag. Das spricht für die Natürlichkeit und Frische der Früchte. Sie besitzen einen fruchtigen, leicht säuerlichen Geschmack. Feigen von KoRo stammen aus der Türkei und sind ungeschwefelt. 100 g kosten 1,50 € und sind damit im preislichen Mittelfeld.

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  1. dmBio

Die Feigen von dmBio sind optisch ansprechend und weisen keinen weißen Belag auf. Im Vergleich sind die Feigen etwas kleiner. Sie haben eine sehr weiche, saftige Konsistenz. Im Geschmack sind sie süßlich. Die Früchte stammen aus der Türkei und sind ungeschwefelt. Für die Tester eins der besten Produkte. 1,18 € zahlst du für 100 g, der günstigste Preis für Bio-Qualität.

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  1. Seeberger

Seeberger hat optisch ansprechende Feigen im Angebot. Sie besitzen einen leicht weißen Belag und sind vergleichsweise groß. Laut Packung handelt es sich um Bergfeigen. Im Mund sind sie leicht körnig und etwas zäh. Im Vergleich zu den anderen Produkten ist die Schale eher dick. Geschmacklich können sie leider nicht überzeugen. Die Testfrüchte haben nur ein mildes, sehr süßes Aroma. Laut Verpackung stammen diese Feigen aus der Türkei und sind ohne Konservierungsstoffe. 100 g kosten 1,35 €, was die Seeberger Feigen im Vergleich eher günstig macht.

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  1. Reformhaus

Die Feigen aus dem Reformhaus sind auf den ersten Blick deutlich dunkler als die anderen Feigen im Vergleich. Außerdem besitzen sie einen stärkeren weißen Belag und sind sehr groß. Sie haben eine leichte alkoholische Geruchsnote. Im Geschmack sind sie in Ordnung und schmecken süß und fruchtig. Trotz des eigenartigen Geruchs der zweite Favorit im Test. Sie stammen ebenfalls aus der Türkei und sind nach der Protoben Art getrocknet. Für 100 g in Bio Qualität zahlt man 1,73 €.

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  1. Rapunzel

Die Feigen von Rapunzel sind sehr hell und weisen keinen weißen Belag aus. Es handelt sich um vergleichsweise kleine Früchte. Im Biss sind sie kernig und besitzen eine eher dickere Haut. Das macht sie etwas zäh und weniger saftig. Sie besitzen eher weniger Geschmack, der in Richtung Lakritz geht, leicht säuerlich und fruchtig ist. Auch sie stammen aus kontrolliert biologischen Anbau aus der Türkei. Mit 1,60 € für 100 g sind sie im mittleren Preisegment angesiedelt.

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  1. Industria Higuera Alpujarrena S.L.

Diese Feigen sind die einzigen, die nicht aus der Türkei, sondern aus Spanien stammen. Sie sehen auch deutlich anders aus. Sie sind wesentlich kleiner und zeigen einen dicken weißen Belag. Auch sieht es so aus, als seien sie anders in Form gebracht worden, da sie weniger flach sind, als die Vergleichsprodukte. Die Packung verrät, dass sie mit Reismehl bestäubt wurden. Dies soll der besseren Haltbarkeit dienen. Sie sind sehr weich und saftig. Die Kerne im Inneren sind kaum wahrnehmbar. Der Geschmack unterscheidet sich ebenfalls stark. Die Feigen sind extrem süß und erinnern fast an Bonbons. Laut Packungsangabe sind sie ungeschwefelt. 1,00 € pro 100 g ist der günstigste Preis im Vergleich.

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In diesem Vergleich gab es mehrere Favoriten. Für die Tester schmeckten die einen oder anderen besser, je nachdem welche Aromen sie an Feigen mochten. Sensorisch waren alle Produkte in Ordnung. Die Feigen von Industria Higuera Alpujarrena S.L. unterschieden sich deutlich von den restlichen Produkten. Der Reismehlbelag war deutlich zu erkennen. Außerdem waren Geschmack und Konsistenz anders als bei den Vergleichsprodukten. Dias könnte aber auch an dem unterschiedlichen Herkunftsort der Feige liegen. Hier musst du also selbst testen, welche Feigen deine Favoriten sind.

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