KoRo testet

KoRo testet: Ahornsirup

Wahrscheinlich ist es dem leckeren Ahornsirup zu verdanken, dass die kanadische Flagge beinahe jedem bekannt ist. Aber was steckt eigentlich hinter dem beliebten Süßungsmittel?

Um die hier dargestellten Produkte verschiedener Marken objektiv zu vergleichen, haben wir nach eigener Auffassung objektive Kriterien ausgewählt, die die Produkte am besten charakterisieren. Wir vergleichen hier unser Produkt mit anderen Angeboten am Markt, welche nach bestem Wissen und Gewissen objektiv nachprüfbar sind. Wir haben die Produkte erworben und direkt miteinander verglichen. Der Zweck des Vergleiches ist es, mit größtmöglicher Transparenz am Markt über die verschiedenen Angebote aufzuklären. Hierbei kommunizieren wir offen, wie ein Produkt verglichen mit anderen – aber insbesondere verglichen mit unserem eigenen Produkt – anhand der nach unserer Aufassung festgelegten objektiven Kriterien beurteilt wird. Es ist unser Anspruch, uns stetig zu verbessern. Dazu gehört es, positive Aspekte anderer Angebote anzuerkennen und hervorzuheben, aber gleichzeitig auch weniger positive Aspekte objektiv darzustellen, ohne die Produkte anderer Wettbewerber herabzusetzen. Dieser Hinweis ist uns sehr wichtig.

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Generell versteht man unter Sirup einen eingedickten Saft, der durch Einkochen und anderen Techniken aus zuckerhaltigen Flüssigkeiten gewonnen wird – beim Beispiel des Ahornsirups aus dem Pflanzensaft des Zucker-Ahorns. Hauptproduktionsland von Ahornsirup ist Kanada mit einem weltweiten Produktionsanteil von 80 bis 90 %. Das erklärt jetzt natürlich das Ahornblatt auf der kanadischen Flagge.

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Herstellung

Die Ernte des Ahornsaftes findet immer zwischen Februar und April statt. In diesem Zeitraum sorgen die längeren Sonnenstrahlen tagsüber für höhere Temperaturen, nachts bleibt es aber noch frostig. In dieser Zeit beginnen die Bäume ihre in den Wurzeln gespeicherten Nährstoffe in die Knospen zu transportieren. Und genau auf diesen Pflanzensaft hat man es abgesehen.

Tatsächlich haben wir den Ahornsirup ursprünglich den Indianervölkern zu verdanken. Sie fanden als erstes heraus, wie man an diesen genussvollen Saft herankommt. Hierfür wurden die Bäume vorsichtig angebohrt, ohne den Baum bedeutenden Schaden zuzufügen. Der Pflanzensaft wurde aufgefangen und über dem Holzfeuer eingedickt.

Heutzutage findet die „Saft-Ernte“ etwas effizienter statt. Die Bäume werden mit einem aus Plastik bestehendem Pipeline-System miteinander verknüpft. Der Saft landet zunächst in große Sammelcontainern, von denen er automatisch in Tankwägen gepumpt wird. Anschließend wird er in zentrale Produktionsstätten transportiert, wo er zu Sirup weiterverarbeitet wird. Für einen Liter Ahornsirup braucht man übrigens rund 30 bis 50 Liter Saft, der von einem Baum innerhalb von etwa zwei Wochen hergestellt werden kann.

Klassifikation

Um Ahornsirup anhand seiner Qualität und seines Geschmacks einordnen zu können, gibt es ein einfaches Klassifizierungssystem. Hierbei wird die Lichtmenge gemessen, die mit einer bestimmten Wellenlänge durch 10 mm Sirup hindurchscheint. Generell gilt: Je heller, desto besser. Helle Sirupe sind fein und mild, wohingegen dunkle Sirupe sehr herb und kräftig schmecken.

Die europäischen Qualitätsgrade, die so genannten Grades, reichen von AA, A, B über C und D. AA ist in diesem Fall am hellsten, D am dunkelsten. Die Farbe steht in direktem Zusammenhang mit dem Erntezeitpunkt. Je später der Saft geerntet wurde, desto mehr Fruktose ist in ihm enthalten und umso dunkler wir der Ahornsirup beim Einkochen.

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Verwendung

Bei der Verwendung von Ahornsirup kommt es vorerst auf den Qualitätsgrad an. Da Ahornsirupe der Klasse C und D herb und kräftig sind, eigenen sich diese Sorten zum Kochen und Backen. Vor allem in der amerikanischen Küche kommen sie zur Verfeinerung von herzhaften Gerichten wie zum Beispiel Marinaden und Soßen zum Einsatz. Ahornsirupe der Güteklassen AA bis B werden dagegen gerne für den Direktverzehr, vor allem bei Süßspeisen, verwendet. Am besten bekannt ist der Ahornsirup wahrscheinlich in Kombination mit dicken, saftigen Pancakes. Aber auch auf Eiscreme, Pudding oder Joghurt schmeckt er hervorragend. Besonders in der kalten Jahreszeit bringt er nochmal richtigen Pepp in Dein Heißgetränk. Mittlerweile gibt es auch zahleiche andere Ahorn-Produkte auf dem Markt wie zum Beispiel Ahornbutter, Ahornzucker oder Brotaufstriche aus Ahorncreme.

Kommen wir nun zu unserer Vergleichsreihe. Hierbei haben vier Produkte die Güteklasse A, eins B und vier C.

  1. KoRo – Ahornsirup, Grade A

Beim Ahornsirup von KoRo handelt es sich zwar um einen Sirup der Güteklasse A, er ist allerdings etwas dunkler als ein typischer heller Grade A-Sirup. Seine Konsistenz ist weder zu wässrig noch zu dickflüssig. Geschmacklich findet man hier eine ausbalancierte Süße, mit einem intensiven Ahornaroma. Tatsächlich konnte dieser Ahornsirup die meisten Tester geschmacklich überzeugen. Mit einem Preis von 18,90 € pro Liter ist es eines der günstigsten Produkte.

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  1. dmBio – Ahornsirup, Grade A

Der Ahornsirup – Grade A – von dmBio ist nicht nur der hellste Sirup in dieser Vergleichsreihe, sondern auch noch der flüssigste. Leider schon so flüssig, dass beinahe von einer wässrigen Konsistenz sprechen kann. Er ist zwar sehr süß – für die meisten beinahe zu süß –, hat aber dennoch keinen hervorstechenden Eigengeschmack. Im Vergleich zu den anderen Produkten konnte auch keine Ahorn-Note herausgeschmeckt werden. Man muss zwar auch hier nicht tief in den Geldbeutel greifen – ein Liter kosten hier nur 19,80 € –, allerdings scheint sich dieser Preis auch im Geschmack widerzuspiegeln.

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  1. bioZentrale – Ahornsirup, Grade A

Dieser Sirup ist seines Grades entsprechend sehr hell. Seine Konsistenz ist etwas dickflüssiger. Beim Geschmackstest fiel den meisten Testern neben der intensiven Süße auch ein eigenartiger Beigeschmack auf, der unnatürlich wirkte und viele Tester abschreckte. Ein Produkt, das bei uns leider nicht punkten konnte. Mit seinem Preis von 25,96 € pro Liter liegt es im teurerem Preissegment.

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  1. Naturata – Ahornsirup, Grade A

Bei Naturata haben wir es ebenfalls mit einem etwas hellerem Sirup zu tun, der uns allerdings etwas zu flüssig erscheint. Er ist sehr süß, gleichzeitig bringt er aber eine leichte herbe Note mit. Eine karamellige Note lässt sich ebenfalls erschmecken, die positiv auffällt. Alles in allem ein für uns leckerer, empfehlenswerter Ahornsirup. Das einzige Manko ist der Preis. Hier muss man wirklich tief in die Taschen greifen, denn ein Liter kostet bei dieser Marke 30,76 € im Laden und online sogar 45,89 €. Mit Abstand das teuerste Produkt. Da sollte ein Kauf doch vorher gut überlegt sein.

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  1. Denree – Ahornsirup, Grade B

Der kanadische „Grade A, Dark, Robust Taste“ entspricht der deutschen Qualitätsklasse B und ist das einzige Produkt in dieser Vergleichsreihe mit diesem Grade. Da der geschmackliche Unterschied zwischen B und C nur minimal ist, findet man Ahornsirupe mit diesem Grade kaum noch auf dem deutschen Markt. Er hat eine etwas dunklere Farbe und riecht angenehm nach Karamell und Ahorn. Er riecht aber nicht nur so, sondern schmeckt auch intensiv danach. Hier findet man tatsächlich eine leckere Mitte zwischen süß und herb. Auch dieses Produkt erhielt von unseren Testern viele Daumen nach oben. Mit seinem Preis von 15, 97 €pro Liter ist dieser Ahornsirup sogar Preissieger.

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  1. Alnatura – Ahornsirup, Grade C

Seines Grades entsprechend ist dieser Sirup etwas dunkler. Wie erwartet schmeckt er weniger süß, dafür sehr kräftig und intensiv. Das Ahornaroma wird von einer leichten Karamell-Note begleitet. Für viele Tester war dieser Ahornsirup einer ihrer Favoriten. Aufgrund seines günstigen Preises von 18,53 € pro Liter erhält dieses Produkt von uns eine Kaufempfehlung.

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  1. Rapunzel – Ahornsirup, Grade C

Auch der Ahornsirup von Rapunzel hat eine dunklere Farbe, was typisch für Grade C ist. Er gehört zu den dickflüssigeren Sirupen in dieser Reihe. Was auf den ersten Blick vielversprechend aussieht, kann nach dem ersten Probiertropfen leider nicht bestätigt werden. Neben einer ungewöhnlich holzigen Note sticht ein intensiver Karamellgeschmack hervor, der aber weniger an Ahorn, sondern mehr an zu süßen Karamellbonbons erinnert. Auch der Nachgeschmack fiel negativ auf. Hier kostet der Liter im Laden 23,97 € und im Online-Shop sogar 35,30 €, was es zusätzlich zu einem sehr teuren Produkt macht.

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  1. dmBio – Ahornsirup, Grade C

Der Ahornsirup – Grade C – von dmBio hat eine ähnlich dunkle Farbe und dickflüssige Konsistenz wie das Produkt von Rapunzel. Der Sirup ist sehr aromatisch und intensiv mit einer herben Note. Allerdings wurde auch ein undefinierbarer, strenger Beigeschmack beschrieben. Während sich die einen nicht daran störten, war es für die anderen das k.o.-Kriterium. Positiv hervorzuheben ist allerdings sein Preis von 18,53 € pro Liter, was es zum Preissieger in dieser Reihe macht.

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  1. BioRinatura – Kanadischer Ahornsirup, Grade C

Der dunkle und dickflüssigere Sirup von BioRinatura spaltet hier ebenfalls die Gemüter. Während ihm die eine Hälfte eine perfekte Mitte zwischen herb und süß zuschreiben, beschreibt ihn die andere Hälfte als zu süß und holzig. Letzteres sollte bei einem Sirup des Grades C jedoch nicht der Fall sein, da Ahornsirupe des Grades C mit einer herben und kräftigeren Note auffallen sollten. Mit einem Preis von 23,96 € liegt es aber noch in der günstigeren Hälfte der Preisspanne.

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In unserer Vergleichsreihe konnten die geschmacklichen Eigenschaften der verschiedenen Grades bestätigt werden. Alle, die es etwas süßer mögen, empfehlen wir den Ahornsirup von KoRo, der nicht nur eine ausbalancierte Süße und ein intensives Aroma mit sich bringt, sondern auch noch eines der günstigsten Produkte ist. Geschmacklich können wir auch den Ahornsirup von Naturata empfehlen, allerdings nur für diejenigen, denen es nichts ausmacht etwas tiefer in den Geldbeutel greifen zu müssen. Wer es allerdings etwas herber und nicht ganz so süß mag, sollte beim Ahornsirup von Alnatura oder Denree zugreifen. Beide sind sehr aromatisch und lecker, gleichzeitig aber auch nicht teuer. Je nach den süßen Vorlieben sollte hier für jeden etwas dabei sein.

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