Kokos – viel mehr als nur eine harte Nuss

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Kokos ist ein sehr beliebtes Lebensmittel. Ob in frischer oder getrockneter Form, flüssiger, kristalliner oder gemahlener: Kokos ist vielseitig und köstlich. Die Kokospalme liefert nicht nur die wertvollen Kokosnüsse, sondern kann in ihrer Gesamtheit verwendet werden. Die Pflanze liefert zusätzlich Produkte für Kosmetika oder Möbelbau. Sie prägt weltweit das Bild der tropischen Küsten. Wir wollen mehr wissen, über den Wunderbaum, der alle exotischen Liebhaber schwach werden lässt.

Allgemeine Informationen

Herkunft, Anbau und Merkmale

Die Kokosnuss ist die Frucht der Kokospalme (cocos nucifera), die der botanischen Familie der Palmengewächse zugeordnet wird. Sie gehört neben der Dattel zu den bekanntesten und beliebtesten Palmfrüchten. Sie ist allerdings keine, wie der Name vermuten lässt, Nuss, sondern eine Steinfrucht.

Vermutet wird der Ursprung der ersten Palmen auf einer Inselgruppe inmitten des westlichen Pazifiks, also dem tropischen Asien. Die Früchte der Pflanze ermöglichten eine Verbreitung auch auf den angrenzenden Kontinenten. In den Anbaugebieten gilt Kokos immer noch als unverzichtbar und kostbar. Sie hat einen hohen Stellenwert, weil man nahezu alle Bestandteile der Pflanze verarbeiten kann. Viele Jahrzehnte konnten Völker allein von der Kokospalme und den Erträgen des Meeres überleben.

Die Palme kann eine Höhe von bis zu 30 Meter erreichen. Oberhalb des Stammes schließen die Palmwedel an. Die Kokosnuss, der essbare Teil der Kokospalme, hat mehrere Schichten, die das köstliche Kokosfleisch und Kokoswasser umschließen. Die äußerste Schicht ist gelb, grün oder hellbraun. Sie ist verglichen dünn, wasserdicht und von lederartiger Struktur. Darunter liegt eine dicke, trockene Faserschicht. Diese umschießt die Steinfrucht im Zentrum der Nuss. Das köstliche Fruchtfleisch ist von einer weiteren, rotbraunen Schicht umschlossen. Im Hohlraum befindet sich schließlich das Kokoswasser. Eine Kokosnuss kann bis zu 2,5 Kilo auf die Waage bringen.

Heute werden Kokospalmen vor allem in Asien (Indonesien, Philippinen, Indien, Sri Lanka, Thailand) und einigen Regionen Afrikas und Südamerikas angebaut. Die Palmen bevorzugen subtropisches Klima. Aus dem Kokoswasser im Hohlraum entwickelt sich, während des Reifeprozesses, das weiße, ölreiche Fruchtfleisch. Bei der Ernte helfen lange Stangen, Leitern oder auch speziell trainierte Affen. Die Kokosnuss kann das ganze Jahr über geerntet werden. Möchte man nur das erfrischende Kokoswasser gewinnen, werden die Nüsse im noch unreifen Zustand geerntet.

In Europa ist Kokos sehr beliebt. Es werden entweder die ganzen Nüsse importiert, oder bereits geraspelte oder geschnittene Fruchtfleischstücke. Man findet eine Vielzahl an Kokosprodukten im Handel. Dazu gehören natürlich die ganzen Nüsse, getrocknetes Fruchtfleisch (Kopra), Kokosöl, Kokosmehl, Kokosblütenzucker, Kokosmus oder -cremes, Kokoswasser und Kokosmilch. Kokosöl entsteht durch Pressen des Fruchtfleisches. Aus diesen Pressrückständen entsteht Kokosmehl. Bei der Herstellung von Kokosmilch wird das Fruchtfleisch zunächst geraspelt und danach durch ein Tuch gepresst. Durch Zugabe von Wasser entsteht schließlich das fertige Produkt. Möchte man Kokosmus gewinnen, muss das Fruchtfleisch fein gemahlen werden, bis die dickflüssige Konsistenz entsteht. Kokosblütenzucker wird aus dem Nektar der Kokospalmblüten gewonnen.

Ernährungsphysiologie

Kokoswasser, mit seinem süßlichen, exotischen Geschmack, ist ein toller Durstlöscher. Es enthält essentielle Mineralien (Kalium 250 mg/100 g), die vor allem nach körperlicher Anstrengung den Körper mit wichtigen Stoffen versorgen. Außerdem ist es fett- und kohlenhydratarm. In den tropischen Ländern wird es wegen seiner isotonischen Wirkung auch bei Darmerkrankungen oder Dehydrierung eingesetzt.

Das Fruchtfleisch der Kokosnuss ist reich an gesunden, hochwertigen Fettsäuren. Der Wasseranteil des frischen Fruchtfleisches beträgt 45%. Auch im getrockneten Zustand enthält die Kopra noch 60%-70% Fett. Damit ist Kokos ein guter Fettlieferant.

Kokosöl ist auch reich an gesättigten Fettsäuren, den mittelkettigen Triglyceriden, denen eine positive Auswirkung auf den menschlichen Körper zugeschrieben wird.

Kokosmehl hat, verglichen mit anderen Mehlsorten, einen hohen Ballaststoffgehalt (circa 40%) und auch einen hohen Anteil an Eiweiß (18%). Der Fettanteil beträgt bei Kokosmehl nur noch etwa 13%. Auf einige Darmbeschwerden kann der Verzehr von Kokosmehl positive Effekte haben.

Auch Kokosblütenzucker erfreut sich großer Beliebtheit. Er wirkt sich, durch seinen niedrigen glykämischen Index, besser auf den Blutzuckerspiegel aus als Rohrzucker. Des Weiteren überzeugt er mit einem angenehmen, karamellartigen Aroma und einer feinen Kokosnote.

Durchschnittliche Nährwerte (pro 100 g, frische Kokosnuss):

  • Brennwert (kcal): 363
  • Eiweiß: 4 g
  • Kohlenhydrate: 5 g
  • Fett: 36 g

Durchschnittliche Nährwerte (pro 100 g, getrocknete Kokosnuss):

  • Brennwert (kcal): 680
  • Eiweiß: 7,4 g
  • Kohlenhydrate: 8,4 g
  • Fett: 65 g

Verwendung von Kokos

Kokos ist ein wahrer Allrounder. Die Produkte der Kokospalme finden in allen erdenklichen Gerichten, aber auch Getränken Verwendung.

Verwendung von frischen und flüssigen Kokosprodukten

Kokoswasser kann man sowohl pur genießen, als auch andere Säfte, Smoothies und Cocktails damit aufwerten.

Kokosmus ist ein leckerer Brotaufstrich, der auch alternativ zu Butter verwendet werden kann. Das leicht süße Aroma sorgt auch für das gewisse Etwas in Soßen, Suppen oder Smoothies.

Kokosöl eignet sich perfekt zum Braten, Andünsten oder Frittieren. Viele Menschen schwören auch bei der kosmetischen Anwendung auf die Wirkung von Kokosöl. Man kann es unter anderem für die Haarpflege verwenden, als natürliches Gleitgel, als Körper- oder Gesichtscreme oder als Deodorant.

Kokosmilch ist eine gute Alternative zu Sahne. Sie hat eine cremige Konsistenz und ebenfalls den typischen exotischen Geschmack. Kokosmilch wird sowohl für süße, als auch herzhafte Speisen benutzt. Sie findet häufig Anwendung in Suppen, Currys, Soßen, aber auch Torten.

Verwendung von getrockneten und trockenen Kokosprodukten

Das getrocknete Fruchtfleisch, die Kopra, ist in Form von Kokosraspel oder Kokoschips erhältlich. Diese schmecken nicht nur pur super, sondern eignen sich hervorragend als Toppings für Müsli, Joghurt oder Smoothies. Außerdem finden Kokosraspel Verwendung beim Backen und geben dem Gebäck eine tolle exotische Note.

Kokosmehl eignet sich perfekt bei einer glutenfreien oder kohlenhydratarmen Ernährung (enthält nur circa 22% Kohlenhydrate). Ob im Brot, Kuchen oder Gebäck, herkömmliches Mehl kann nahezu komplett durch Kokosmehl ersetzt werden. Allerdings muss man dabei beachten, dass es keine Klebereigenschaft, wie glutenhaltige Mehlsorten besitzt. Man kann es auch Müslis, Smoothies oder Joghurts zugeben, um diese aufzupeppen und einen feinen Kokosgeschmack hinzuzufügen. Außerdem kann man mit dem Mehl Soßen oder Suppen andicken.

Kokosblütenzucker eignet sich sehr gut als Ersatz zu Haushaltszucker. Er dient daher super zum Süßen von Speisen oder Getränken.

 

Tags: Kokos, Wiki
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