Hafermilch selber machen

Inzwischen ist die Menge der Alternativen zu Kuhmilch wahnsinnig gestiegen. Wir stellen Dir heute Hafermilch vor und zeigen wie Du den pflanzlichen Milchersatz selbst herstellen kannst.

Zunächst einmal: Hafermilch ist eigentlich keine Milch. Denn pflanzliche Milchalternativen dürfen in der EU nicht mehr als Milch bezeichnet werden. Während im Alltag trotzdem noch von Hafer-, Kokos-, und Cashewmilch gesprochen wird, gibt es offiziell die Möglichkeit sie, z.B. pflanzlicher Milchersatz oder Pflanzen-Drink, zu nennen. Inzwischen ist die Anzahl dieser Produkte sehr gestiegen. Selbst in normalen Supermärkten wirst Du fündig. Nicht nur bei Laktoseintoleranz oder veganer Ernährungsweise wird auf pflanzlichen Milchersatz zurückgegriffen, sondern teilweise lediglich des Geschmacks oder der Abwechslung wegen. Heute dreht sich alles um Hafermilch. Wie Du diese selbst herstellen kannst, verraten wir Dir jetzt.

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Vegan, laktosefrei und gesund

Die Pflanzenmilch wird aus dem Getreide Hafer gewonnen.  Man verwendet hierfür üblicherweise Saat-Hafer, denn nur dieser eignet sich zum menschlichen Verzehr. Hafer wird fast überall auf der Welt angebaut und konsumiert. Da er jedoch in vielen Regionen in Deutschland angebaut wird, ist er vergleichsweise regional und nachhaltig. Die hier handelsüblichen Varianten sind zarte Haferflocken, grobe Haferflocken oder Schmelzflocken. Diese Unterscheidung bemisst sich daran, ob die Flocken bereits gespalten worden sind. Findet die Spaltung vor dem Verzehr statt, können die in den Flocken enthaltenen Zuckermoleküle schneller ins Blut gelangen und sorgen so für einen rascheren Anstieg des Insulinspiegels.  Hafer ist übrigens ein ideales Fitness-Lebensmittel: Mit fast 14g Protein auf 100g, können die kleinen Getreidekörner den Muskelaufbau fördern und dabei helfen, den Eiweißbedarf Deines Körpers zu decken.  Wenn Du also neben Porridge, Haferriegeln und Co. dieses Power-Getreide auch mal in flüssiger Form ausprobieren möchtest, dann wirst Du in den folgenden Schritten fündig.

Schritt 1: Die Wahl der Zutaten

Wie Du eben gelesen hast: Haferflocken sind nicht gleich Haferflocken. Die für Hafermilch am besten geeignetste Haferform sind die feinen Haferflocken. Auch kernige Flocken lassen sich grundsätzlich verarbeiten, sind jedoch etwas gröber und müssen vorab eingeweicht werden. Daneben benötigst Du nur noch Wasser, ein wenig Kristallsalz und je nach Belieben beispielsweise noch eine weitere Süßquelle, wie zum Beispiel Datteln. Außerdem brauchst Du einen Mixer bzw. Püriergerät, sowie ein feines Sieb oder alternativ ein Geschirrtuch.

Schritt 2: Die Hafermilch entsteht

Wasser, eine Prise Salz und Haferflocken, entweder trocken oder eingeweicht, miteinander vermengen und in das Mixgerät geben. Für 100g Haferflocken benötigst Du etwa 1 Liter Wasser. Nun kannst Du gerne noch ein paar entsteinte Datteln für die Süße hinzugeben. Danach wird die Masse auf höchster Stufe richtig schön durchgerührt, sodass eine milchartige Konsistenz entsteht. Achte darauf zwischendrin immer wieder eine Mix-Pause einzulegen. Denn wenn sich das Gemisch erwärmt wird es zu fest - die Milch sollte stets flüssig bleiben. 
Alternativ können die Flocken zuvor mit heißem Wasser aufgegossen werden, bevor Du sie pürierst. Hier musst Du die Masse mindestens 2 Stunden abkühlen lassen und immer wieder umrühren, sodass keine Klumpen entstehen. Danach kannst Du sie wie oben im Mixer verarbeiten. Durch das Aufkochen wird die Milch ein wenig aromatischer und mitunter auch geschmacksintensiver, allerdings ist diese Methode etwas aufwändiger und zeitintensiver. Zuletzt gießt Du die Masse durch das feine Sieb oder presst sie in einem leicht feuchten Geschirrtuch aus. Hierbei werden grobe Reste aus der flüssigen Masse herausgetrennt. Umso feiner die Milch, desto besser eignet sie sich als Kuhmilchersatz, z.B. im Latte Macchiato.

Schritt 3: Die Aufbewahrung

Die selbstgemachte Hafermilch hält sich im Kühlschrank mindestens 2 Tage, maximal 4 Tage, je nach Kühlungsgrad. Es kann durchaus sein, dass sie nach dem zweiten Tag etwas an Geschmack verliert.

Hafermilch im Vergleich zu anderen Milchalternativen

Neben Hafermilch gibt es noch weitere, zahlreiche pflanzliche Milchalternativen. Sojamilch beispielsweise ist geschmacklich süß-nussig und verfügt über einen sehr hohen Eiweißgehalt. Sie lässt sich hervorragend als Ersatz für herkömmliche Kuhmilch verwenden.  Kokosmilch hingegen eignet sich weniger als Ersatz für tierische Milch. Geschmacklich tritt der Kokosgeschmack sehr stark hervor. Zudem ist sie deutlich dickflüssiger und cremiger in der Konsistenz als Milch. Dies führt dazu, dass sie sich in Getränken und Speisen schwer unterrühren lässt und sich absetzt.
Der Hafermilch, sowohl in Geschmack als auch in puncto Eigenschaften, sehr ähnlich sind Nussmilchalternativen wie Mandelmilch, Walnussmilch oder Cashewmilch. Auch die Dinkelmilch, als Getreidemilch, kommt der Hafermilch in beiderlei Hinsicht sehr nahe. Nussmilchalternativen sind deutlich fettreicher als Kuhmilch. Dinkelmilch hingegen enthält eher weniger Eiweiß und im Vergleich zur Hafermilch eine geringere Menge an Kalzium.

 

Dein KoRo-Team wünscht Dir viel Spaß beim Ausprobieren!

Tags: Tipps, rezepte, vegan

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