Verpackung

Im folgenden Artikel wird erklärt, wie KoRo die Entscheidung zwischen Papier- und Plastikverpackung getroffen hat.

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Der größte Einsatzbereich für Kunststoffe ist, nach der Verwendung für den Bau neuer Produkte, die Verwendung für Verpackungen (etwa 35%). Jeder Deutsche erzeugt jährlich 210 kg Verpackungsabfall. Diese enorme Menge muss unbedingt reduziert werden.

Für KoRo, als Lebensmittel Onlinemarkt, spielt die Frage nach der richtigen Verpackung eine zentrale Rolle. Wir schreiben Nachhaltigkeit groß, deswegen müssen auch solche Überlegungen mit in die Verpackungsthematik einfließen.

Bei KoRo musste die Entscheidung zwischen Papier und Plastik getroffen werden, weil andere Materialien nicht geeignet sind. Wieso haben wir uns nach dem Umstieg auf Papierverpackungen erneut für Plastikverpackungen entschieden und warum ist die Entscheidung gut begründet? In diesem Artikel lassen wir euch teilhaben an einem steinigen Weg, der noch nicht beendet ist.

WAS IST PLASTIK?

Zusammensetzung und Herstellung

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Plastik, oder auch Kunststoff, wird aus Erdöl hergestellt. Genau an diesem Punkt ergibt sich bereits das erste Problem. Erdöl ist ein besonders wertvolles Naturprodukt, da es nur begrenzt auf der Erde zur Verfügung steht. Ganze 5 % der gesamten Erdöl-Förderung fließen jährlich in die Produktion von Plastik. Gleichzeitig ist die Ölförderung sehr gefährlich und kann erhebliche Schäden für die Umwelt haben. Wir alle kennen die Bilder von gigantischen Ölfilmen, die aus Bohrinseln austreten und Flora und Fauna des Meeres zerstören. Neben Erdöl werden für die Herstellung von Plastik außerdem Rohbenzin, Gas, Diesel und weitere Öle benötigt, die ebenfalls wichtige Rohstoffe darstellen.

Plastik im Alltag

Legen wir die Fakten auf den Tisch: Kaum ein Haushalt schafft es plastikfrei zu leben. Es ist unmöglich auf alle Gegenstände des täglichen Gebrauches zu verzichten, die aus Plastik bestehen. Dazu zählen neben ganz offensichtlichen Dingen, wie Trinkflaschen, Dosen, Lebensmittelverpackungen und Zahnbürsten auch eher unbewusste Sachen, wie Brillen, Textilfasern, Küchengeräte, Klebstoff oder Kosmetika. Nehmt euch an dieser Stelle einen kurzen Moment und geht bewusst durch eure Wohnung. Haltet Ausschau nach Plastik. Ihr werdet feststellen, dass wir in einer Welt aus Kunststoff leben! Wer sich bewusst für ein plastikfreies Leben entscheidet, geht einen Schritt in Richtung großer Veränderungen und Umstellungen. Der Verzicht auf Plastik im Alltag ist zum Großteil einfach noch unrealistisch.

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Wie lässt sich das besonders hohe Verpackungsaufkommen in Deutschland erklären? Die Menge an Einpersonen-, Zweipersonen- und Seniorenhaushalten steigt exponentiell. Dadurch steigt auch die Menge an kleinen Produkt- und vorportionierten Einheiten, die fast immer Plastikverpackungen aufweisen.

Zudem hat sich das Konsumverhalten der Bürger grundlegend verändert. Fast Food und Convenience Produkte werden immer beliebter. Nahrungsmittel- und Getränkeverpackungen sind für rund 60% des Verpackungsaufkommens verantwortlich. Außerdem führt das Wachstum des Versandhandels zu einem erhöhten Bedarf an Verpackungen.

Der große Plastikboom hatte seine Anfänge in den 1960er Jahren. Die Entwicklung der PET-Flasche brachte nicht nur einen vollkommen neuartigen Werkstoff auf den Markt, sondern kann auch als Grundstein einer neuen Periode der Menschheit bezeichnet werden. Die Einführung von Plastik in unseren Alltag hat zweifelsfrei zu einer verbesserten Lebensqualität beigetragen. Allerdings hat die Verwendung auch negative Seiten, die zu Beginn nicht berücksichtigt wurden. Heute muss deswegen vermehrt über schädigende Aspekte, aber auch den richtigen Umgang mit Plastik, aufgeklärt werden. Auch KoRo hat eine Verantwortung, weil Plastikverpackungen verwendet werden.

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KONSEQUENZEN DES PLASTIKKONSUMS

Umweltverschmutzung durch Plastik

Zurück zu den Kritikern: Neben dem Rohstoffverbrauch ist das zweitgrößte Argument gegen die Verwendung von Plastik die falsche Entsorgung von Kunststoffartikeln. Das Resultat ist eine Erde, die buchstäblich im Müll versinkt. Im Pazifik schwimmt eine Plastikinsel herum, die dreimal so groß wie Texas sein soll und ehemalige Paradiesstrände sind die Mülldeponien 2.0.

So hart es klingt, aber Schuld an dieser Gefährdung ist allein der Mensch. Nach dem Klimawandel stellt Plastikmüll im Meer das zweitgrößte Umweltproblem unserer Zeit dar. Jedes Jahr gelangen etwa 32 Millionen Tonnen Plastik in die Umwelt. Allein 8 Millionen Tonnen davon landen in den Weltmeeren. Heruntergebrochen bedeutet das, dass in jeder Sekunde 700 kg Plastikmüll die Meere verschmutzen. Besonders gefährlich ist der Müll für Seevögel und Fische. Vögel verwechseln Plastikteile im Meer mit Nahrung, fressen sie und sterben durch die Rückstände im Körper. Und auch Fische verwechseln Mikroplastik mit Plankton und fressen dieses. Es kann von ihnen nicht ausgeschieden oder verdaut werden, bleibt im Körper und landet bei uns auf dem Teller. Guten Appetit!

200 Tierarten sind es jährlich, die dem Plastikmüll zum Opfer fallen. Wer glaubt, dass das nur ein Problem der großen Ozeane am anderen Ende der Welt ist, täuscht sich. Bei Untersuchungen in der Nord- und Ostsee wurde in 5 % der Fische Plastikrückstände im Verdauungstrakt gefunden und Schätzungen zufolge haben 90 % der Nordseevögel Plastik im Körper.

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Auswirkung auf den Körper und Zersetzungsprozess

Für diejenigen, denen die Umweltverschmutzung egal ist, sei folgendes gesagt: Kunststoffe enthalten auch schädigende Stoffe, wie beispielsweise Weichmacher. Diese können über Hautkontakt vom Körper aufgenommen werden und sich negativ auf den Hormonhaushalt auswirken. Dies kann Unfruchtbarkeit und Veränderungen im Erbgut zur Folge haben. Besonders kritisch für die Gesundheit sind PVC Kunststoffe.

Drittes Argument gegen Plastik ist die lange Zerfallsdauer von Plastik. Sie beträgt etwa 450 Jahre. Mikroplastik wird durch Wind und Wetter nur zerkleinert. Von unserer Zahnbürste haben also auch noch unsere Ur-Ur-Ur-Ur-Enkel etwas.

Abnutzun5b34dee4e4212Quelle: https://www.ndr.de/ratgeber/Mikroplastik-belastet-die-Umwelt-,zerowaste136.html

Als Winner kann man definitiv die Menschheit bezeichnen. Wie bereits angedeutet, hat Plastik enormes Potential und trägt nachweislich zu einem erhöhten Lebensstandard bei. Aber der richtige Umgang ist essentiell und sollte unbedingt umgesetzt werden, damit folgende Generationen auch noch die Schönheit des blauen Planeten erleben dürfen und die Natur nicht als Loser dasteht.

IST RECYCLING DIE LÖSUNG?

Die Gelbe Tonne: der Schlüssel zum Glück

Jeder kennt die gelbe Tonne vor der Haustür. Hoffentlich! Wir alle sind dazu aufgefordert unseren Müll ordnungsgemäß zu trennen. Sprich, Plastik gehört in die gelbe Tonne! Aber auch Aluminium und Weißblech gehören in diesen Müll. Nur so kann garantiert werden, dass es recycelt wird. Etwa 90 % des Haushaltabfalls wird von Entsorgungsunternehmen eingesammelt. 99 % des Plastikmülls werden wiederverwertet. Diese Bilanz sieht auf den ersten Blick vorbildlich aus. Leider ist nicht alles so rosig, wie es zuerst den Anschein macht. Bei einem genaueren Blick auf die Zahlen erkennt man, dass nur 40 % tatsächlich recycelt, also effektiv wiederverwendet werden. Der Großteil landet in Verbrennungsanlagen und wird zur Energie- und Wärmegewinnung verbrannt. An dieser Stelle der Entsorgungskette besteht noch viel Potential nach oben.

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Der Entsorgungszyklus

Ein anderes Problem befindet sich auf Seiten der Entsorger: Die Verbrennung ist kostengünstiger als das Recycling. In dieser Hinsicht ist eine Reform notwendig, denn Geld sollte nicht der Motivator für die umweltunfreundlichere Alternative sein.

Wir wollen aber nicht nur Entsorgungsunternehmen den Schwarzen Peter in die Schuhe schieben. Recycling gestaltet sich schwierig und kostenintensiv, weil das Trennen und Sortieren der verschiedenen Plastikarten extrem aufwendig und manchmal nicht realisierbar ist. Wie bereits erläutert, gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Kunststoffe. Verpackungen und ähnliches sind oftmals nicht sortenrein zusammengesetzt, wie beispielsweise Glas. Durch die Mischung wird die Trennung beim Recyclingprozess zu einer echten Herausforderung für die Sortiermaschinen. Letztendlich landen gemischte Plastikverpackungen in Verbrennungsanlagen, obwohl sie wiederverwendbar wären.

Hochwertiges Plastik, wie wir es beispielsweise von PET-Flaschen kennen, kann vermahlen werden und wird wiederverwendet (zum Beispiel für Textilfasern oder als Grundstoff für die Industrie). PET-Flaschen sind die umweltfreundlichsten Verpackungen für Getränke, dicht gefolgt von Mehrwegflaschen aus Glas.

Politische Maßnahmen

Aber: Das deutsche Entsorgungssystem ist trotzdem gut im Vergleich zu anderen Entsorgungssystemen. Der Weg geht in die richtige Richtung. Auf politischer Ebene ist man sich der Probleme bewusst. Deswegen soll in Zukunft mehr Plastik recycelt werden. Die EU hat beschlossen, die meisten Plastiktüten wiederverwertbar zu gestalten, Einweg Q Tips mit Metallohrenreiniger zu ersetzen genau sowie Strohhalme zu verbieten. Außerdem soll Kunststoff sortenreiner hergestellt werden, damit auch bei der Entsorgung und der Wiederverwendung der Aufwand und die damit verbundenen Kosten gesenkt werden.

In Deutschland steht eine effiziente Kreislaufwirtschaft an oberster Stelle des Entsorgungssystems. Oberster Leitsatz ist: Vermeiden vor Verwerten vor Beseitigen. Eine weitere Maßnahme der Regierung ist das sogenannte Abfallvermeidungsprogramm. Themen dieses Programmes sind die Förderung der Wiederverwertung von Müll, die Vermeidung von Lebensmittelabfällen, die Vermeidung von Abfällen in Unternehmensprozessen, aber auch die gesteigerte Nutzung von Produkten.

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Besonders für Entwicklungsländer, die kein richtiges Abfallsystem haben, gestaltet sich die Müllentsorgung als problematisch. Oftmals sind es dann diese Länder, die ihren Müll in der Umwelt entsorgen.

Großes Potential besteht auf Seiten der Verbraucher. Wir alle können helfen! Effizientes Recyceln beginnt in den eigenen vier Wänden. Das Mülltrennungssystem ist in Deutschland zwar irreführend, aber wir alle müssen darauf achten, dass Produkte richtig getrennt voneinander entsorgt werden. Je besser der Müll entsorgt wird, desto mehr knappe Ressourcen können eingespart werden. Außerdem haben es Sortieranlagen später einfacher einzelne Kunststoffe und Metalle herauszufiltern, die wiederverwendet werden können. Landen Kunststoffe im Restmüll, sind sie nur noch für Verbrennungsanlagen nutzbar. Also: Richtiges Recyceln der Verpackungen ist die Voraussetzung für eine plastikärmere Umwelt. Und wenn die Kunststoffe richtig entsorgt werden, entsteht auch weniger Schaden.

Ab 2019 sollen die Unternehmen stärker in die Verantwortung einbezogen werden. Dadurch soll sich die Menge an Plastikmüll erheblich verringern. Hersteller und Vertreiber müssen ab sofort die Verantwortung für die Abfallwirtschaft ihrer Produkte während der gesamten Lebensdauer übernehmen. Diese Vorgehensweise soll besonders gute Voraussetzungen für eine umweltverträgliche Abfallvermeidung und -verwertung schaffen. Hersteller kennen die Zusammensetzung der Produkte am besten und können die besten Entscheidungen bezügliche der späteren Entsorgung treffen. KoRo möchte ab jetzt schon auf einen bewussten Umgang mit Plastik setzen: Deswegen nutzen wir recycelbare Verpackungen und minimieren den Einsatz von Kunststoffen für unsere Produkte.

Folgende Tabelle stellt dar, dass wir versuchen so wenig Plastik für unsere Verpackungen zu verwenden. Der Vergleich mit Verpackungen aus dem Lebensmitteleinzelhandel zeigt klar, dass unsere Verpackungen trotz aller Kritik umweltschonender sind.

Hersteller

Gewicht pro 100 g

KoRo

0,6 g

Farmer’s Snack (Aprikosen)

3 g

Ja (Pflaumen)

3,2 g

Mary Land (Nussmischung)

2 g

Rewe Beste Wahl (Mango)

9 g

DIE ANTI-PLASTIK-BEWEGUNG, IST DAS NUR ETWAS FÜR ÖKOS?

Konsumverzicht, Minimalismus, Zero Waste und Plastikfasten sind momentan voll im Trend.

Der Drang zur Natürlichkeit und die Sorge um den Planeten sind nur zwei von vielen Gründen für ein Leben ohne Plastik. Immer mehr Menschen entscheiden sich dazu, Plastik aus ihrem Leben zu verbannen. Das, obwohl dieser Schritt den Alltag erheblich erschweren kann.

Der wohl wichtigste Grund für ein Leben ohne Plastik ist die zunehmende Belastung der Umwelt. Ist euch der „Great Pacific Garbage Patch“ im Pazifischen Ozean ein Begriff? Wenn nicht, solltet ihr euch ein Bild davon im Internet anzeigen lassen. Das wird einen erstmal sprachlos lassen. Dieser Meeresplastikteppich kann zwar nicht mehr verschwinden, aber wir können dazu beitragen, dass solche Müllinseln nicht noch größer werden. Und Achtung: Plastik gelangt nicht nur durch den direkten Strandzugang in die Meere, sondern auch über den Flussweg oder durch Wind. Das heißt, dass jedes Plastik in der Umwelt eine potentielle Gefahr für die Ozeane ist!

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Es ist kein Geheimnis, dass viele Plastikprodukte Wegwerfprodukte sind. Sie haben eine sehr geringe Nutzungsdauer von nur etwa 30 Minuten. Danach landen sie im Müll und der Zersetzungsprozess dauert Jahrhunderte. Etwa 12,6 Millionen Tonnen davon werden allein in Deutschland weggeworfen.

Besonders kritisch sind Plastiktüten, die im Supermarkt vergeben werden. Allerdings werden diese allmählich von den Kassen verbannt. Schon 60 % des Einzelhandels beteiligt sich bereits daran, Plastiktüten nur gegen ein Entgelt an Kunden zu verteilen. Ausgenommen davon sind aber dünne Tüten für Obst und Gemüse. Das Bundesumweltamt schätzt einen jährlichen Verbrauch von 70 Tüten (sogar 115 inklusive dünner Beutel) pro Einwohner in Deutschland. Davon wird knapp jede zehnte Tüte nicht ordnungsgemäß entsorgt.

Nein, der Anti-Plastik-Trend spielt sich nicht nur in den Köpfen von Hardcore-Ökos ab, sondern wird zur zentralen Frage vieler Menschen, wie du und ich. Ob es immer nachvollziehbar ist oder manchmal als extrem bezeichnet werden kann, sei dahingestellt. Ein Umdenken findet statt und steht vor allem Unwissenheit gegenüber. Welches Verhalten ist richtig, welches ist falsch? Im folgenden Video wird erklärt, wie KoRo die Entscheidung zwischen Papier und Plastik getroffen hat und wieso wir uns nach dem Umstieg auf Papierverpackungen erneut für Plastikverpackungen entschieden haben.

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  • Beschäftige ich mich auch mit doch wo ist das Video?

    Schöne Aufbereitung des Themas, doch jetzt würde mich schon interessieren, warum ihr euch erneut für Plastikverpackungen entschieden habt. Leider finde ich irgendwie das Video nicht. Lieber Gruß Kerstin

  • Sehr informativ

    Finde ich toll, dass ihr euch engagiert!

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